11. Prozesstag

Liveticker Anschlag Halle (Saale): Terrorprozess in Magdeburg gegen Neonazi Stephan B.

Halle (Saale) - Es war einer der schlimmsten antisemitischen Anschläge der deutschen Nachkriegsgeschichte:

09.09.2020, 15:30

Es war einer der schlimmsten antisemitischen Anschläge der deutschen Nachkriegsgeschichte: Der rechtsterroristische Angriff von Halle am 9. Oktober 2019 machte weltweit Schlagzeilen.

Hier finden Sie die Live-Berichterstattung vom 11. Prozesstag  gegen Stephan B. am 8. September in Magdeburg. Für die MZ berichten Jan Schumann und Julius Lukas.

09.09.2020: Tag 11 im Terrorprozess gegen Stephan B.

14.59 Uhr: Der elfte Prozesstag endet

Damit endet der 11. Prozesstag, der etwas kürzer als die vorherigen ausgefallen ist. Am kommenden Dienstag geht es weiter. Dann wird unter anderem der Vater des im Imbiss getöteten Kevin S. vernommen.

14.56 Uhr: 26 Jahre alter Anwohner im Zeugenstand

Ein 26-jähriger Student ist jetzt im Zeugenstand. Er wohnt unweit des Döner-Imbiss. „Ich wollte nach Merseburg fahren, wo ich studiere.“ Dann habe er den Angeklagten gesehen und gemerkt, dass dieser eine Waffe bei sich trage. „Ich hatte nur kurzen Augenkontakt mit ihm und wollte dann sofort weg“, sagt der Student. Er wisse, dass auf ihn geschossen wurde. Er drehte sich aber nicht wieder um und lief bis zum Hauptbahnhof, wo er Polizisten über den Vorfall informierte. „Hatten Sie Todesangst“, fragt die Richterin. „Ja“, sagt der Zeuge.

13.56 Uhr: Gericht sichtet jede Spur rund um den Kiez-Döner

Jede einzelne Spur, die die Tatortgruppe gesichert hat, wird jetzt auf den Bildschirmen im Gerichtssaal in Augenschein genommen. Bei den Innenaufnahmen aus dem Dönerimbiss werden die Bildschirme, die im Besucherraum hängen, ausgeschaltet. Hintergrund ist, dass die Fotos auch den Leichnam von Kevin S. zeigen.

Dessen Position sei verändert worden, bevor die Tatortgruppe ihre Arbeit aufnahm. Das geschah, weil nicht sicher war, ob der Attentäter im Laden noch Sprengkörper deponiert hatte. Erst nachdem das ausgeschlossen war, konnte die Tatortgruppe ihre Arbeit aufnehmen. Nach etwa 25 Minuten wird der Beamte aus dem Zeugenstand entlassen. Die Verhandlung wird abermals unterbrochen, da Zeugen kurzfristig abgesagt hatten und der nächste erst um 15 Uhr geladen ist.

13.29 Uhr: Spurensicherung berichtet über Arbeit auf der LuWu

Nach der Mittagspause nimmt ein Beamter des Landeskriminalamts im Zeugenstand Platz. Er soll über die kriminalistische Arbeit am Tatort in der Ludwig-Wucherer-Straße berichten. Am 9. Oktober sei die Priorität zuerst gewesen, Spuren und Beweise im Bereich der Straße zu sichern. „Da Regen und ein Gewitter aufzogen, waren wir ein bisschen unter zeitlichem Druck.“ Auf einer Strecke von 180,5 Meter wurden auf der Straße Asservate – also Beweismittel – gefunden. Luftbilder wurden angefertigt sowie jedes sichtbare Einschussloch notiert.

12.10 Uhr: Video zeigt Attentäter weinerlich und hadernd

Nachdem das Bild lange schwarz war, dreht Stephan B. die Kamera, sodass er zu sehen ist. Man kann den Attentäter bei der Fahrt beobachten. Es sind Szenen, die auf dem ersten Video nicht enthalten sind, da der Rechtsterrorist die Helmkamera zu diesem Zeitpunkt schon abgesetzt hat. Allerdings sind diese Autofahr-Sequenzen wenig inhaltsreich.

Stephan B. zeigt sich weinerlich und hadert damit, dass er seinen Plan, in die Synagoge zu gelangen, nicht ausführen konnte. Noch bevor Stephan B. festgenommen wird, stoppt das Video. Damit geht die Verhandlung in die Mittagspause. Gegen 13.30 Uhr wird mit dem dritten Zeugen des Tages fortgesetzt.

11.44 Uhr: Anschlagsvideo wird in voller Länge gezeigt

Phasenweise ist auf dem Video nur ein schwarzes Bild zu sehen – etwa wenn Stephan B. sich im Auto befindet. Dass das Video trotzdem in voller Länge gezeigt wird und auch die Taten damit noch einmal in ihrer ganzen Brutalität sichtbar werden, hängt damit zusammen, dass das Video ein Beweismittel ist und deswegen in den Prozess eingeführt werden muss. Nur so kann sich bei Anträgen, Plädoyers und schließlich auch beim Urteil auf dieses Video bezogen werden.

11.39 Uhr: Gericht zeigt Aufnahmen der Bodycam von Stephan B.

Nachdem die Vernehmung des zweiten Zeugens beendet ist und es eine kurze Pause gab, wird nun ein Video des Attentats gezeigt. Es stammt von einer Kamera, die Rechtsterrorist Stephan B. am Oberkörper trug. Zuvor war an einem der ersten Prozesstage nur das Video der Helmkamera gezeigt worden. Im Gerichtsaal ist es sehr ruhig, auf mehreren Bildschirmen ist das Video zu sehen. Eine der Nebenklägerinnen verlässt den Saal, nachdem Stephan B. im Kiez-Döner auf Kevin S. geschossen und ihn damit getötet hat.

11.34 Uhr: Zeuge zweifelt: Wusste wirklich niemand von den Anschlagsplänen?

Nach der Befragung des Hochschullehrers durch die Richterin will der Verteidiger von Stephan B. wissen, ob der Zeuge wahrgenommen habe, dass auf ihn geschossen wurde. „Nein, das habe ich nicht wahrgenommen, aber mittlerweile weiß ich, dass wohl zwei Mal auf mich geschossen wurde.“

Anschließend fragt ein Nebenklageanwalt noch, wie der Hochschullehrer den Prozess bisher empfunden habe und was er sich vom Verfahren erhoffe. „Mir steht ein Urteil über ein Gerichtsverfahren nicht zu. Das ist auch das erste Strafverfahren, an dem ich überhaupt teilnehme“, sagt der 74-jährige Professor.

Zur Frage, was er sich vom Verfahren erwarte, nimmt er dann länger Stellung. Er erhoffe sich, dass der Gesellschaft klargemacht werde, „dass hier ein zutiefst verabscheuungswürdiges Verbrechen vorliegt. Und dass dieses Verbrechen aus der Mitte der Gesellschaft, einer vielleicht etwas schlafmützige Gesellschaft heraus, geschehen ist.“ Es sei für ihn schlecht vorstellbar, sagt der Zeuge, „dass über die Dauer der Zeit der Angeklagte mit seinen Vorbereitungen und Hirngespinsten, seiner Gefangenheit in einer völlig irrigen Denkweise, dass er in eine solche Entwicklung ohne Wahrnehmung seiner direkten Umwelt reingekommen sein soll.“

Zudem erhoffe er sich, meint der Zeuge, dass dem Täter klar wird, dass er sich er sich auf einen in unserer Gesellschaft völlig abwegigen Weg begeben hat, die mit unserer Rechtsordnung und den moralischen Vorstellungen nichts zu tun hat.“ Eine friedliche und prosperierende Gesellschaft könne es nur geben, wenn sich Menschen gegenseitig achten.

11.16 Uhr: Zeuge brauchte lange, um die Tat zu verarbeiten

Wegen seiner Erlebnisse habe er Beruhigungsmittel bekommen, berichtet der 74-jährige Professor im Zeugenstand. Er berichtet, dass er die Geschehnisse auch mit viel Arbeit verarbeitet habe. Zeitweise sei er sehr empfindlich bei lauten Geräuschen gewesen. Mittlerweile gehe es ihm aber wieder gut. Professionelle therapeutische Hilfe habe er nicht in Anspruch genommen. „Als erzogener Preuße wird das alles bewältigt, man macht da nicht so viel Aufhebens um sich.“

11.12 Uhr: Kollege machte sich Vorwürfe nach dem Tod von Kevin S.

Während er noch im Abstellraum im hinteren Teil des Imbiss war, hörte der pensionierte Hochschullehrer mehrere Schüsse. Er habe sich nach seinem Sturz schnell aufgerappelt und sei über die Tonne in den Hof gelangt. „Ich wollte die 110 mit meinem Telefon anrufen, aber das gelang mir nicht. In einem Auto auf dem Hinterhof sah ich eine Frau sitzen, die dann die Polizei informierte.“

Bis die Schüsse aufhörten, hielt der 74-Jährige sich mit der Frau auf dem Hinterhof auf. „Dann schauten wir durch das Tor und sahen draußen Polizisten.“ Sie gingen auf die Straße, wo ein großes „Gewusel“ geherrscht habe. „Dort traf ich dann auch den Maler wieder. Dessen Chef war auch da, der sagte: ‚Das ist ja entsetzlich, der Junge hat doch gerade erst angefangen, ich weiß noch nicht einmal, wo seine Mutter wohnt‘.“

Bei dem Gespräch sei es um den Malerlehrling Kevin S. gegangen, der im Döner-Imbiss erschossen worden war. Der Hochschullehrer im Zeugenstand erinnert sich zudem, dass der Maler, dem er in den Abstellraum gefolgt war, sagte: „Wenn ich nur meine Bemmen dabei gehabt hätte, dann wären wir nicht in den Döner gegangen.“

10.47 Uhr: Zeuge hörte Opfer um sein Leben flehen

Auf seiner Flucht aus dem Verkaufsraum des Imbiss begegnete dem Hochschulprofessor dann einer der beiden Maler. Diesem folgte er in eine große Kammer, in der es ein Fenster zum Hinterhof gab. „Der Maler sprang auf eine Mülltonne, die dort stand, flüchtete durch das Fenster und war weg. Ich konnte ihn nicht mehr sehen und entschied mich, ihm zu folgen.“

Beim Sprung auf die Tonne rutschte der 74-Jährige jedoch ab und zog sich eine heftige Prellung an der Seite zu. „Ich konnte zunächst erst einmal nicht atmen und von diesem Moment an weiß ich, dass ich eine furchtbare Angst hatte, dass der Attentäter hinterher kommt. Ich hatte zuvor auch jemanden rufen gehört: ‚Bitte nicht schießen‘. Und ich glaube, ich hörte auch: ‚Aber ich habe doch Kinder‘.“

10.29 Uhr: „Ich wusste, dass das eine Mausefalle ist“

Den Attentäter konnte der Hochschullehrer nicht genau erkenne. Woran er sich erinnert, ist ein „schnutiges“ Gesicht. Die Unterlippe von Stephan B. sei nach vorne gezogen gewesen. „Es war ein Ausdruck großer Entschlossenheit“, so der 74-Jährige. Aus seiner „Faszination für die Situation“ wurde der Professor durch den älteren der beiden Maler gerissen.

„Der rief plötzlich: ‚Raus hier, der erschießt uns sonst‘ – dafür bin ich ihm bis heute zutiefst dankbar, weil er mich aus meiner staunenden Fassungslosigkeit befreite.“ Er habe sich dann aus seinem Sitzplatz „geschält“ und nicht mehr mitbekommen, was im Imbiss passierte.

Denn er lief aus dem Verkaufsraum raus in den hinteren Teil des Ladens – dort wo auch die Toiletten sind. „Die vermied ich aber, denn ich wusste ja, dass das eine Mausefalle ist. Und wer, wie der Attentäter, wild entschlossen ist, Menschen zu töten, der schießt auch durch eine Toilettentür durch.“

10.20 Uhr: Zweiter Zeuge: „Ich dachte, Halloween wurde vorgezogen.“

Der pensionierte Hochschullehrer erzählt nun sehr anschaulich von seinem Erleben des Attentats: Nachdem er sein Essen bekommen hatte, seien noch zwei Männer in den Imbiss gekommen, die er als Maler erkannte. „Dann hörte ich plötzlich eine Knall und ich dachte nur: Welcher Idiot zündet denn jetzt einen Polenböller“, berichtet der Hochschulprofessor. „Ich sah nach dem Knall hoch, dann flog schon der erste Schuss durch die Fensterscheibe. Ich war völlig fasziniert von dem zerspringenden Glas.“

Er habe das Geschehen erst nicht als Bedrohung wahrgenommen, sagt der Naturwissenschaftler. Auch noch nicht, als dann der Attentäter durch die Tür kam. „Ich dachte, Halloween wurde vorgezogen. Er hielt in der Hand einen Gegenstand, den ich für ein Paintball-Gewehr hielt. Ich stellte keinen Zusammenhang zwischen dem Schuss durch die Scheibe und den Mann her.“

10.11 Uhr: War im Kiez-Döner: Hochschulprofessor sagt aus

Zweiter Zeuge ist ein Hochschulprofessor, der während des Attentats im Döner-Imbiss war. Der 74-Jährige befand sich in Halle, weil er an einer Konferenz in der Naturforscherakademie Leopoldina teilnahm. Vor diesem Treffen wollte er noch schnell einen Imbiss nehmen. Er parkte in der Ludwig-Wucherer-Straße und ging in den Kiez-Döner. Dort musste er etwas auf sein Essen warten, weswegen er erst einmal die Toilette benutzte. „Das sollte mir später noch nutzen“, so der Mann.

9.49 Uhr: Selbstgebauter Sprengsatz: Nägel waren laut Zeugin drei-vier Zentimeter lang

Sie sei leicht verletzt worden, sagt die Seniorin – kein Zehenbruch, keine offene Wunde. Der Sprengsatz, von dem sie getroffen wurde, gehörte zu Stephan B.s selbstgebautem Arsenal. Was die Seniorin zum Zeit des Zusammentreffens nicht weiß: Der antisemitische Attentäter hat gerade erfolglos versucht, die hallesche Synagoge zu stürmen und suchte sich im Frust ein neues Ziel. Im Kiez-Döner wird Stephan B. Momente später einen Menschen töten.

Die Zeugin sagt, die Nägel seien drei bis vier Zentimeter lang gewesen. Einer steckte noch im Schuh, als sie bereits zu Hause war. Zur Bewältigung des Angriffs sagt sie: „Ich habe seither nicht einmal davon geträumt.“

9.43 Uhr: Angriff auf Kiez-Döner: 78-Jährige wurde von Sprengsatzteilen getroffen.

Der elfte Prozesstag startet. Erstmals sind Zeugen geladen, die den Angriff auf den Kiez-Döner beleuchten sollen. Als erstes sagt eine 78-jährige Hallenserin aus, die leicht verletzt wurde. Sie war über die Ludwig-Wucherer-Straße gegangen, nahe dem Kiez-Döner, als Stephan B. seinen Angriff startete. „Plötzlich kam ein Mann zwischen den parkenden Autos durch, mit einem gewehrähnlichen Gegenstand“, schildert sie. „Er stand nur drei Meter von mir entfernt.“ Plötzlich sei ein Gegenstand an ihr vorbeigeflogen, dann habe sie einen Schmerz am Fuß gespürt.

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Später stellt sich heraus, dass sie von Nägeln eines Sprengsatzes getroffen wurde, den B. auf den Imbiss schleuderte. „Ich habe mich gewundert, dass niemand die Polizei ruft.“ Schnell habe sie sich entfernt, sei in eine Apotheke gegangen. Dort wussten Mitarbeiter bereits, dass zwei Menschen im Stadtgebiet getötet worden waren – darunter auch Kevin S. im Döner-Imbiss.

8.45 Uhr: Überlebender aus dem Döner-Imbiss soll aussagen

Heute soll unter anderem ein Überlebender aus dem angegriffenen Döner-Imbiss aussagen. Weiter soll eine Frau zu Wort kommen, die durch ein Teil einer Granate verletzt wurde, die der Attentäter auf das Geschäft geworfen hatte. Der ursprüngliche Besitzer, der während des Attentats nicht dort gewesen war, hatte den Imbiss den Mitarbeitern geschenkt, die den Anschlag dort erleben mussten.

Die neuen Besitzer hatten zu Beginn des Jahres von schleppenden Geschäften berichtet, zwischenzeitlich war der Laden eigenen Angaben zufolge geschlossen. In sozialen Netzwerken wird unterdessen zu Spenden für den Laden aufgerufen. Ein Rabbi etwa, der während des Anschlags in der Synagoge war, teilte den Spendenaufruf bei Twitter und bat darum, dem Laden zu helfen.

8 Uhr: Gericht will Angriff auf Kiez-Döner beleuchten

Nachdem es in den vergangenen drei Verhandlungstagen um den Anschlag auf die Synagoge ging, soll am heutigen Mittwoch der Angriff auf den Kiez-Döner an der Ludwig-Wucherer-Straße beleuchtet werden.

Nachdem Stephan B. an der Synagoge scheiterte und Jana L. tötete, fuhr er mit seinem Mietwagen zu dem Döner-Imbiss, wo er Kevin S. erschoss.

Die MZ berichtet wie immer im Liveticker vom Prozess.

(mz/dpa)

Der Prozess wird streng bewacht.
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