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Eil

Ihr Wochenende mit der Mitteldeutschen Zeitung Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

13.02.2026, 09:00
Gero Hirschelmann ist Mitglied der MZ-Chefredaktion.
Gero Hirschelmann ist Mitglied der MZ-Chefredaktion. (Grafik: Tobias Büttner/Andreas Stedtler)

vor ein paar Tagen ist mir ein ziemlich bekanntes Zitat des Jahrhundertdichters Hermann Hesse in die Hände gefallen: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,/Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Es stammt aus dem Gedicht „Stufen“ von 1941, das zu seinen bekanntesten Werken zählt. Der Text betont, dass Abschiede und Neubeginne (Stufen des Lebens) notwendig sind und mit Tapferkeit angenommen werden sollten, um eine "heitere" Weiterentwicklung zu ermöglichen. In diesem Sinne habe ich Ihnen diese Woche ein paar Lektüreempfehlungen zusammengestellt, die sich genau in diesem Spannungsfeld bewegen.

Hundetrainerin dank Martin Rütter

Cassandra Libossek mit Martin Rütter
Cassandra Libossek mit Martin Rütter
(Foto: Rütter-Akademie)

Cassandra Libossek war bei der Wasserschutzpolizei und wollte doch einen – Achtung – Neuanfang. Den wagt sie nun als Hundetrainerin in Greppin. Eröffnet hat sie ihre Hundeschule am 1. Februar. Und schon am nächsten Tag konnte sie ihre ersten beiden Kunden samt deren Schützlingen begrüßen. Wie die 27-Jährige sich mit Hilfe von Martin Rütter selbstständig gemacht hat und worauf sie hofft, hat meine Kollegin Silke Ungefroren aufgeschrieben.

DDR-Buffet schon wieder ausgebucht

Das Hotel „Stadt Köthen“ findet mit seinem DDR-Buffet ein großes Publikum.
Das Hotel „Stadt Köthen“ findet mit seinem DDR-Buffet ein großes Publikum.
(Foto: Hotel)

Angefangen hat auch das Hotel „Stadt Köthen“ in – wo wohl? – Köthen. Und zwar mit einem DDR-Buffet. Das wurde am 3. Oktober 2025 zum ersten Mal angeboten, mit Soljanka, Königsberger Klöpsen, Würzfleisch sowie Geflügelsalat mit Dosenmandarinen. Und: Es sei der Wahnsinn gewesen, sagt ein Hotelmitarbeiter. Die Kunden hätten das Buffet regelrecht gestürmt. Deshalb gibt es in wenigen Wochen eine Neuauflage. Allerdings, so der Mitarbeiter, sei auch die schon wieder ausgebucht. Das habe „keine zwei Tage“ gedauert. Nostalgie? Ostalgie? Egal, Hauptsache es schmeckt! Wie es mit dem DDR-Buffet nach dem brillanten Start weitergehen soll, hat sich meine Kollegin Sylke Hermann erzählen lassen.

Welcher Hund passt zu mir?

Die Psychologin Yana Bender forscht an der Universität Jena zu Beziehungen zwischen Hunden und Menschen.
Die Psychologin Yana Bender forscht an der Universität Jena zu Beziehungen zwischen Hunden und Menschen.
(Foto: Nils Rübesam)

Einen guten Start wünschen sich auch Menschen, wenn sie sich einen Hund zulegen. Doch oft stimmt die Chemie zwischen Mensch und Tier einfach nicht. Aber wie finden Hundeliebhaber dann einen Vierbeiner, der zu ihnen passt? Die 29-jährige Yana Bender und ihre Kolleginnen haben das erforscht – mit überraschenden Ergebnissen. Mein Kollege Max Hunger hat sich die Startbedingungen für eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung genau erklären lassen.

Döner statt Thüringer Rostbratwurst

Nach der Neueröffnung: Der Döner-Imbiss „Neffis“ in Roßlau bedient erste Kunden.
Nach der Neueröffnung: Der Döner-Imbiss „Neffis“ in Roßlau bedient erste Kunden.
(Foto: Thomas Ruttke)

In der ehemaligen Tankstelle an der Magdeburger Straße in Roßlau wurde einst Thüringer Rostbratwurst verkauft. Nun hat dort der Drive-in-Dönerladen „Neffis“ eröffnet. Inhaber Mohamed Gönen ist nach dem Start sehr zufrieden: „Bis jetzt hat der Zulauf unsere Erwartungen übertroffen.“ Und selbstbewusst fügt er hinzu: „Die Konkurrenz kann sich warm anziehen.“ Was man über das „Neffis“ noch wissen muss, hat mein Kollege Robert Horvath notiert.

Neustart auf vier Rädern

Marcel Leidel hat sich mit seinem „Elbe-Fahrdienst“ selbstständig gemacht.
Marcel Leidel hat sich mit seinem „Elbe-Fahrdienst“ selbstständig gemacht.
(Foto: Ute Nicklisch)

Marcel Leidel hat sich mit einem Fahrdienst selbstständig gemacht. Im Gebiet Aken, Köthen, Zerbst und Osternienburg bietet er vor allem Krankentransporte, aber auch Eventfahrten an. Dafür drückte er mit 41 Jahren noch einmal die Schulbank. Dass er ausgerechnet mit einem Fahrdienst durchstarten will, mag überraschen, denn zuvor hat der Familienvater lange bei der Post gearbeitet. „Ich fahre auch bis nach New York, wenn das gewünscht wird“, meint er mit einem Lachen. Die ganze große Neustart-Geschichte wurde von meiner Kollegin Ria Michel recherchiert.

Heiratsantrag im Karneval

Tanzmariechen Anne Schmidt erhielt von ihrem Partner Andi Metze einen Heiratsantrag.
Tanzmariechen Anne Schmidt erhielt von ihrem Partner Andi Metze einen Heiratsantrag.
(Foto: Katharina Thormann)

Die Besucher der ersten Prunksitzung des Bernburger Karnevalclubs haben am vergangenen Wochenende einen ganz besonderen Moment erlebt: einen Heiratsantrag. Das langjährige Tanzmariechen Anne Schmidt wurde von ihrem Partner Andi Metze mitten auf der Bühne gefragt – und sagte „Ja!“ Die Reaktion? Tosender Beifall, Jubelrufe, Freudentränen. Ob es bei der zweiten Prunksitzung am Rosensamstag wieder so emotional hergeht, weiß meine Kollegin Katharina Thormann natürlich nicht. Dafür hat sie noch eine Menge Hintergründe über „Barbie und Ken“ herausgefunden.

In Kürze: Weitere Lektüre-Tipps

Zum Schluss wie immer ein paar weitere Textempfehlungen aus der MZ. Ich habe mir erlaubt, meinen vielleicht etwas bemühten roten Faden mit einem neuen Wirt, einer neuen Halskette und einem neuen Zuhause weiterzuspinnen. Mehr Neuigkeiten finden sie täglich auf mz.de.

Das war meine MZ-Woche. Kritik, Ideen, Lob und Tadel richten Sie bitte an [email protected]

Ein zauberhaftes Wochenende wünscht Ihnen

Ihr Gero Hirschelmann