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  7. Sturmtief Elli: Winter-Wetter mit Glätte, Frost und Schnee in Sachsen-Anhalt

Wetter Mit Video: DWD warnt vor strengem Frost und Glätte durch Sturmtief "Elli": Winter in Sachsen-Anhalt im Überblick

Sturmtief „Elli“ zieht über Deutschland und auch Sachsen-Anhalt ist von dem Extremwetter betroffen. Aktuelle Warnungen des DWD und die Lage im Überblick.

Von Tim Müller, Jonas Lohrmann, Yvonne Müller, Stephan Lose, Thomas Jacob und dpa Aktualisiert: 10.01.2026, 18:07
Sturmtief „Elli“ sorgt in Sachsen-Anhalt für Frost und glatte Straßen.
Sturmtief „Elli“ sorgt in Sachsen-Anhalt für Frost und glatte Straßen. Foto: IMAGO/Jan Eifert

Magdeburg/Halle (Saale)/DUR. - Sturmtief „Elli“ hat seit Freitag Deutschland fest im Griff. Schnee, Glätte und starke Winde bestimmen auch den Samstag in Sachsen-Anhalt. Für Teile des Bundeslandes warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Frost und Glätte. Verkehr und Veranstaltungen sind regional betroffen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Wetterwarnungen in Sachsen-Anhalt
  • Schnee, Glätte und Schneeverwehungen
  • Einschränkungen im Nah-, Zug- und Fährverkehr
  • vielerorts Veranstaltungen abgesagt

Aktuelle DWD-Warnungen in Sachsen-Anhalt im Überblick (Stand Samstag, 18.05 Uhr)

Der Deutsche Wetterdienst hat am Samstag eine amtliche Warnung vor strengem Frost und eine amtliche Warnung vor Glätte für ganz Sachsen-Anhalt herausgegeben.

Die Warnungen gelten aktuell bis Sonntag, 10 Uhr. Es nicht ausgeschlossen, dass die Warnungen verlängert werden.

Wetter in Sachsen-Anhalt: Aktuelle Wettervorhersage am Wochenende

In der Nacht zum Sonntag sinken die Temperaturen in Sachsen-Anhalt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auf Tiefstwerte von -9 bis -13 Grad. Es besteht Gefahr durch Glätte und Frost. Örtlich sind Schneeschauer möglich.

Der Sonntag startet heiter bis wolkig und niederschlagsfrei. Die Höchstwerte liegen bei maximal -8 bis -3 Grad. In der Nacht zum Montag rechnet der DWD erneut mit strengem Frost bei Tiefstwerten von -11 bis -15 Grad. Lokal können die Temperaturen auf bis zu -18 Grad sinken. Es bleibt trocken.

Am Montag ist ab dem Nachmittag erneut mit Schneefall, Schneeregen und Regen zu rechnen, der zu Glatteis auf den Straßen führen kann. Die Höchsttemperaturen liegen bei -4 bis 1 Grad, auf dem Brocken werden stürmische Böen erwartet.

Welche Folgen hat der Wintersturm "Elli" für Sachsen-Anhalt?

Wegen des starken Schneefalls und der Glätte ist es am Freitag und Samstag zu zahlreichen Verkehrsunfällen in Sachsen-Anhalt gekommen. Überwiegend sei es bei Sachschäden geblieben, teilten die Polizeireviere mit.

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatten sich an unterschiedlichen Stellen gleich mehrere Autos oder Lastwagen in Schneeverwehungen festgefahren. Dadurch waren nach Polizeiangaben an mehreren Stellen Straßen für längere Zeiträume gesperrt.

Darüber hinaus sei es in Anhalt-Bitterfeld zu mehreren witterungsbedingten Unfällen gekommen. Auch in Dessau-Roßlau registrierte die Polizei drei Verkehrsunfälle am Freitagnachmittag, die auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurückzuführen waren. Den dabei entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt mehr als 25.000 Euro.

Ein 24-jähriger Autofahrer wurde nach Angaben des Polizeireviers Dessau-Roßlau leicht verletzt, als sein Auto von der Straße abkam und sich in einem Straßengraben überschlug.

Im Harz waren aufgrund der starken Schneefälle Straßen zeitweise gesperrt. Immer wieder hätten sich am Freitag Lastwagen quer gestellt, so etwa zwischen Barneberg und Helmstedt und auf der Autobahn 2 bei Magdeburg. Die Behörden berichteten teilweise von Schneeverwehungen zwischen einem halben und einem Meter im Harz.

In der Nacht zum Samstag mussten Feuerwehr und Bergwacht einen Mann retten, der trotz Wetterwarnungen auf den Brocken gewandert war.

Verkehr und Nahverkehr (Stand Samstag, 17 Uhr)

Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt: Das winterliche Wetter hat erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

So wurden die Verbindungen von Erfurt nach Leipzig und Halle über Naumburg umgeleitet. Am frühen Nachmittag konnte die Störung behoben werden, teilte eine Bahnsprecherin auf Anfrage mit.

Zudem waren den Angaben zufolge alle Linien der S-Bahn Mitteldeutschland betroffen. Hier komme es zu Verzögerungen aber auch zu Ausfällen.

Aktuelle Informationen zu Zugausfällen und Ersatzverkehren gibt es über den Insa-Störungsmelder und die Regional-Webseite der Deutschen Bahn.

Busverkehr in Sachsen-Anhalt: Nachdem Wintersturm «Elli» den Bus- und Bahnverkehr in zahlreichen Regionen in Sachsen-Anhalt teils lahmgelegt hatte, läuft der ÖPNV langsam überall wieder an.

Die Havag in Halle meldete am Mittag, dass der Fahrplan wieder in Kraft gesetzt worden sei, nachdem es noch am Morgen massive Beeinträchtigungen gegeben hatte. Es könne vereinzelt aber weiterhin zu Verspätungen kommen.

Auch in der Altmark fahren ab dem Mittag wieder Busse. Dort war am Samstagmorgen und -vormittag der gesamte ÖPNV nach Angaben des Busunternehmens PVGS eingestellt worden. Im Saalekreis und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld sind nach Angaben der Verkehrsbetriebe alle Linien in Betrieb. Im Salzlandkreis komme es vereinzelt zu Einschränkungen und Ausfällen von Haltestellen. Auch im Landkreis Börde komme es weiter zu teils erheblichen Beeinträchtigungen.

Im Harz sind die Busse nach Angaben der Harzer Verkehrsbetriebe unterwegs. Vor allem in Höhenlagen ab 250 Metern müssten sich die Fahrgäste allerdings auf Verspätungen einstellen. Lediglich die Strecke zwischen Schierke und Braunlage könne weiterhin nicht bedient werden, was vor allem für Wintersportler interessant sein dürfte.

Magdeburg: Schneesturm und glatte Straßen, Ausfälle und Einschränkungen im Zugverkehr. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) halten trotz Schneesturms am Freitag den Bus- und Straßenbahnverkehr aufrecht, es kommt jedoch zu Verspätungen und Ausfällen durch blockierte Gleise und Unfälle. Das Unternehmen kündigt an, dass es sein Straßenbahnnetz auch in der Nacht zu Samstag aufrechterhalten will. Dafür sollen zusätzliche Straßenbahnen eingesetzt werden.

Der Winterdienst ist in Magdeburg im Dauereinsatz, zudem wird der Nachtverkehr auf mehreren Linien verstärkt, um das Netz für Samstag betriebsbereit zu halten. Zum Feierabendverkehr sind in Magdeburg mehrere Hauptstraßen weiterhin kaum geräumt und glatt, unter anderem auf der Halberstädter Straße.

Eine Tatra-Straßenbahn der Magdeburger Verkehrsbetriebe ist im Winterdiensteinsatz.
Eine Tatra-Straßenbahn der Magdeburger Verkehrsbetriebe ist im Winterdiensteinsatz.
Foto: Peter Gercke

Lesen Sie auch: Alle Entwicklungen zum Sturmtief "Elli" in Magdeburg im Liveticker

Halle: Die Hauptstraßen sind geräumt, der Verkehr rollt. Die Polizei sagt, dass es am Freitagmorgen keine nennenswerten Vorfälle wegen der Witterung gegeben habe. Die Hallesche Verkehrs-AG (Havag) hat den regulären Fahrplan außer Kraft gesetzt; alle Linien werden derzeit operativ gesteuert, die Pünktlichkeit ist nicht gewährleistet. Fahrgäste sollen sich vor Fahrtantritt informieren. Auch am Samstag kam es in Halle zu Einschränkungen im ÖPNV.

Dessau-Roßlau: Der Straßenbahnverkehr wurde am Freitag gegen 10.45 Uhr eingestellt. Auto- und Lkw-Fahrer hatten außerdem große Probleme, weil der Winterdienst kaum hinterherkomme. An der Bahnhofsbrücke blockierte ein liegengebliebener Lkw die Auffahrt, weil er die Steigung nicht mehr bewältigt.

Gegen 14 Uhr ist der Betrieb der Straßenbahnlinie 1 in Dessau am Freitag wieder aufgenommen worden, allerdings unregelmäßig. Die Linie 3 blieb wegen der Witterung eingestellt. Im Busverkehr kam es zu erheblichen Verspätungen und Ausfällen. Am Samstag soll die Linie 1 wieder entsprechend des Fahrplanes unterwegs sein. Die Linie 3 wird morgen weiterhin nicht fahren. Der Busverkehr soll weiterlaufen, hier ist allerdings mit Verspätungen zu rechnen.

Altmarkkreis: Der Busverkehr ist zurzeit komplett eingestellt. Sollten Schnee, Eisglätte und Sturm anhalten, behält sich das Busunternehmen vor, den gesamten Busverkehr auch am Samstag einzustellen. Ab Samstagmittag sollen die Busse laut Busunternehmen PVGS wieder fahren.

Burgenlandkreis: öffentlicher Nahverkehr am Freitag vollständig eingestellt. Das betraf sowohl den Linien- als auch den Schülerverkehr. Die winterlichen Straßenverhältnisse führten am Morgen bereits zu zahlreichen Verkehrsunfällen.

Börde: Der Linienverkehr war am Freitag eingestellt. Der Schneesturm hatte teils zu Hamsterkäufen geführt: Vor allem Lebensmittel und Tiefkühlware waren zeitweise knapp, die meisten Regale wurden inzwischen jedoch wieder aufgefüllt. Es kam laut Polizei zu zahlreichen Unfällen und Gefahrenstellen, darunter querstehende Fahrzeuge und Autos im Straßengraben. Soweit es die Witterungsbedingungen zulassen, soll der reguläre Busverkehr am Samstagmorgen wieder aufgenommen werden.

Harz: Die Harzer Schmalspurbahn rollt ab Samstag wieder. Nachdem der Verkehr wegen der angekündigten Witterungsverhältnisse größtenteils vorsorglich eingestellt worden war, sollen die Züge am Wochenende wieder rollen, teilte der Bahnbetreiber mit. Kurzfristige Änderungen des Fahrplans könnten auf der Homepage der Harzer Schmalspurbahnen GmbH eingesehen werden.

Die Harzer Schmalspurbahnen fahren derzeit nur noch eingeschränkt.
Die Harzer Schmalspurbahnen fahren derzeit nur noch eingeschränkt.
Foto: dpa

Zudem wurde die L 98 zwischen Tanne und Benneckenstein bereits am Morgen wegen starker Schneeverwehungen gesperrt. Bis zum Mittag registrierte die Polizei im Landkreis Harz 14 witterungsbedingte Unfälle. Dabei wurde eine Person leicht verletzt, ansonsten blieb es bei Sachschäden.

Jerichower Land: Der Linienbetrieb der NJL ist wieder aufgenommen worden. Der Winterdienst ist im Einsatz. Das dichte Schneetreiben auf der A2 hat am Freitag zu zwei Unfällen zwischen Theeßen und Burg-Ost geführt. Der Verkehr staute sich dort auf rund sechs Kilometer. In der Gemeinde Jerichow waren einige Strecken noch von Schneeverwehungen betroffen, die die Straßen immer wieder zuwehen. Auf der Strecke zwischen Leitzkau, Prödel und Lübs gab es Probleme. Dort hatten sich mehrere Fahrzeuge in Schneewehen festgefahren.

Auch interessant: Alle Entwicklungen zu den Auswirkungen des Sturmtiefs Elli im Jerichower Land im Überblick

Mansfeld-Südharz: Der Busverkehr wurde am Freitagmorgen weitgehend eingestellt. Auch am Samstag fahren keine Busse. Auf der A38 war am Freitag zwischen der Raststätte Rohnetal Süd und Eisleben ein Lkw umgekippt, die Fahrbahn in Richtung Halle war gesperrt. Der dadurch entstandene Stau war rund 13 Kilometer lang.

Nach einem Unfall ist die A38 zwischen der Raststätte Rohnetal Süd und Eisleben in Richtung Halle gesperrt.
Nach einem Unfall ist die A38 zwischen der Raststätte Rohnetal Süd und Eisleben in Richtung Halle gesperrt.
Foto: Jürgen Lukaschek

Lesen Sie auch: Sturmtief "Elli" Alle Entwicklungen im Landkreis Mansfeld-Südharz im Liveticker

Saalekreis: Auf der A143 und A38 blieben am Freitag Fahrzeuge liegen, Streufahrzeuge im Saalekreis im Einsatz. Die Hallesche Verkehrs-AG (Havag) hatte den regulären Fahrplan am Freitag außer Kraft gesetzt. Die Pünktlichkeit ist demnach nicht gewährleistet. Fahrgäste sollen sich vor Fahrtantritt informieren.

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Salzlandkreis: Gegen 8 Uhr ist der komplette Busverkehr der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) Salzland für den gesamten Freitag eingestellt worden. Größere Störungen im Verkehr oder Unfälle gab es laut Polizei bis zum Vormittag nicht. Glatte Straßen und Sturmböen sorgen ab Mittag rund um Aschersleben für gefährliche Verhältnisse. Auf der B 180 zwischen Quenstedt und Aschersleben kam es dabei zu einem Unfall, bei dem ein Fahrer verletzt wurde.

Ein Transporter ist auf der B180 bei Aschersleben von der Fahrbahn abgekommen und in Schräglage an einem Baum zum Stehen gekommen.
Ein Transporter ist auf der B180 bei Aschersleben von der Fahrbahn abgekommen und in Schräglage an einem Baum zum Stehen gekommen.
Foto: Frank Gehrmann

Landkreis Wittenberg: Die Polizei meldete am Freitag bislang keine Glätteunfälle oder Verkehrsbehinderungen. Die Lage ist dort aktuell ruhig. Gegen Mittag wurden witterungsbedingte Einschränkungen bei der Müllentsorgung gemeldet. Nicht geleerte Tonnen sollen laut Kreisverwaltung über das Wochenende stehen bleiben.

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Gegen 15 Uhr wurde der Buslinienverkehr eingestellt. Rufbusse sollen nach Angaben des Landkreises weiterhin fahren, sofern dies sicher möglich ist.

Schifffahrt und Fähren

Bereits seit Mittwoch sind aufgrund der anhaltenden Minusgrade Eisbrecher auf dem Mittellandkanal sowie auf dem Elbe-Havel-Kanal im Raum Magdeburg im Einsatz. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe hatte sich dort bereits eine drei Zentimeter dicke Eisschicht gebildet.

Die Fähre hat ihren Betrieb in Rogätz eingestellt.
Die Fähre hat ihren Betrieb in Rogätz eingestellt.
Foto: Gudrun Billowie

Die Elbfähren in Aken, Barby, Breitenhagen, Elster, Ferchland-Grieben, Pretzsch, Rogätz und Werben sind bis auf Weiteres außer Betrieb.

Veranstaltungen

Die starken Schneefälle führen in Sachsen-Anhalt zunehmend zu Absagen von Veranstaltungen. So wurden unter anderem kulturelle Angebote und Freizeitveranstaltungen in Städten wie Bernburg und Dessau gestrichen oder geschlossen, darunter Museen, Sportevents und Volksfeste, weil Anreise und Durchführung wetterbedingt nicht sicher möglich sind. Auch der Naumburger Taubenmarkt wurde abgesagt.

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Extreme Wetterlage: Teilweise Distanzunterricht in Sachsen-Anhalt

Wegen der extremen Wetterlage stellten am Freitag mehrere Landkreise auf Distanzunterricht um, eine landesweite Absage des Präsenzunterrichts gab es jedoch nicht.

Ob Schulen geschlossen wurden, entschied jeweils die Schülerbeförderung vor Ort. Dort, wo Busse nicht fuhren, war kein Präsenzunterricht möglich.

Worum handelt es sich bei Winter-Tief „Elli“?

„Es handelt sich dabei um ein kleines, aber kräftiges Tiefdruckgebiet, das derzeit von West nach Ost über Deutschland hinwegzieht“, erklärte Thomas Endrulat vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Donnerstag.

Es handelt sich dabei um ein kleines, aber kräftiges Tiefdruckgebiet.

Thomas Endrulat, DWD

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Laut dem Wetterexperten dreht sich das Tief „wie ein schnelles Wagenrad“ und schleudert dabei niederschlagsreiche Luft aus dem Süden gegen kalte Luft aus dem Norden. „Dadurch entsteht ein quer durch Deutschland verlaufender Streifen, der im Norden für Schnee und im Süden für Regen sorgt“, so Endrulat.

Was macht Wintersturm „Elli“ so gefährlich?

Sturmtief „Elli“ bringt gleich mehrere Besonderheiten mit sich. Besonders gefährlich: Zunächst wird es an der Front des Tiefs wärmer. In manchen Regionen wird es dadurch regnen. Und wenn der Regen auf gefrorenen Boden trifft, droht Glatteis.

Sturmtief "Elli" kann durch Regen auf gefrorenem Boden gefährliches Glatteis verursachen.
Sturmtief "Elli" kann durch Regen auf gefrorenem Boden gefährliches Glatteis verursachen.
Foto: dpa

Betroffen sind hier vor allem Süddeutschland bis nach Thüringen hinein. Sachsen-Anhalt könnte hier Glück haben. Entgegen den ersten Prognosen könnte auch der Landessüden vom Blitzeis verschont werden.

In der zweiten Phase bringt Tief „Elli“ dann wieder Kälte, teils viel Schnee in kurzer Zeit und viel Wind mit sich. In einem Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.

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Den meisten Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst für die sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. Der Wind kann dann für Schneeverwehungen sorgen.

In Sachsen-Anhalt ist hier vorwiegend der Landesnorden betroffen. Vor allem die dadurch entstehenden Schneeverwehungen seien gefährlich. „Der Wind trägt den Schnee von einer Stelle zur anderen und häuft ihn dort an“, erklärt der Experte. Die Folge seien blockierte Straßen in Verbindung mit Glatteis.

DWD-Experte: "Wir empfehlen jedem, zu Hause zu bleiben"

Daher rät der Wetterexperte zu besonderer Vorsicht: „Ich kann Meldungen anderer Medien, die von ,Lebensgefahr‘ sprechen, nicht bestätigen. Dennoch empfehlen wir jedem, der zu Hause bleiben kann, auch zu Hause zu bleiben“, so Endrulat.