Ihr Wochenende mit der Mitteldeutschen Zeitung Tanz um die Tonne

bald gibt es wieder Blümchen, am 8. März ist Frauentag. Einige meiner Kolleginnen und Kollegen um Antonie Städter arbeiten schon seit Wochen an Schwerpunktberichten zum Tag und wollen die Situation der Frauen in unserem Land genauer unter die Lupe nehmen. Jetzt hat meine Kollegin Lisa Garn sich aber schonmal einen Aspekt genauer angeschaut: Frauen in Führungspositionen. Und da ist die Lage in Sachsen-Anhalt verbesserungswürdig. Nur gut ein Drittel der Chef-Positionen in Sachsen-Anhalt wird von Frauen besetzt. Damit sind sie im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil deutlich unterrepräsentiert - und diese Quote ist auch noch leicht gesunken. Woran das liegt und was passieren muss, das lesen Sie hier in diesem Text.

Satz der Woche: „Dann würde Putin ja bestimmen, wo wir leben können“
Im Grunde ist es wohl immer mutig, all sein Hab und Gut zu nehmen, seine Heimat zu verlassen und sich eine neue zu suchen. Im Fall des gebürtigen Hettstedters Martin Schröder hat dieser Schritt mittlerweile aber einen sehr ernsten Hintergrund bekommen, durch die Weltlage. Schröder ist nämlich nach Estland gegangen, und hat dort Frau und Kinder. Soweit, so gut - bisher. Was anders wurde, ist die Sicherheitslage. Das Baltikum gilt als potenzielles Ziel russischer Aggression. Mein Kollege Julius Lukas hat sich von Schröder mal die Lage in Estland erläutern lassen. Warum der 40-Jährige nicht daran denkt, Estland jetzt zu verlassen, begründet er so: „Dann würde Putin ja bestimmen, wo wir leben können – und das will ich keinesfalls.“ Hier geht es zum Text.

Ärger der Woche: Bernburger Biotonnen-Posse
Dass in Deutschland alles mögliche geregelt und vorgeschrieben ist, hat oftmals Vorteile, sorgt für Ordnung und Verlässlichkeit - gerade mit Blick auf die Verhältnisse in anderen Ländern macht die deutsche Ordnungsliebe das Leben in vielen Fällen leichter. Manchmal treibt sie aber auch absurd wirkende Blüten. Heidrun Simon kann das bezeugen. Die Bernburgerin hat gegen ihren Willen eine Biotonne bekommen. Braucht sie gar nicht, sagt Frau Simon. Muss sie aber haben, meint der zuständige Kreiswirtschaftsbetrieb. Also hat Frau Simon eine braune Tonne bekommen, die sie nun nicht benutzt, die aber vor ihrem Haus steht und manchmal „geleert“ wird, obwohl nichts drin ist. Seit einem Jahr geht es schon hin und her zwischen Heidrun Simon und dem Kreiswirtschaftsbetrieb. Mein Kollege Torsten Adam erklärt hier den Tanz um die Tonne und wie es nun weitergeht.

Zahl der Woche: 561 Geldautomaten
Das ist doch mal eine gute Nachricht: Während andere Banken sich gerade aus ländlichen Regionen zurückziehen, Filialen schließen und Geldautomaten abbauen, machen es die Sparkassen in Sachsen-Anhalt anders. Sie bauen ihr Angebot sogar noch aus. So haben die Sparkassen etwa die Zahl ihrer Geldautomaten im Land um elf auf 561 erhöht. Weshalb die Sparkassen das tun und ob es sich lohnt, hat mein Kollege Steffen Höhne mal hier aufgearbeitet.

Sachsen-Anhalter der Woche: Trancemaster Krause aus Dessau
Er kommt aus Dessau, wohnt in Berlin, sein Arbeitsplatz steht mal in Paris, mal in New York, mal in Manchester: Tom Krause arbeitet als DJ und ist bekannt als „Trancemaster Krause“. Meiner Kollegin Anne Holzki hat der 28-Jährige erzählt, wie er zu seinem Beruf in der Corona-Zeit kam und warum er schon 20 Mal in Paris war - aber noch nie auf dem Eiffelturm. Hier geht es zu ihrem Text.

Schlechte Nachricht der Woche: Zekiwa ist pleite
„In der DDR hat es kaum ein Kind gegeben, das nicht in einem Zekiwa-Kinderwagen aus Zeitz (Burgenlandkreis) lag“, schreibt mein Kollege Steffen Höhne. So ist das wohl. Und deshalb berührt viele Menschen die Nachricht, dass Zekiwa nun Insolvenz anmelden musste. Warum der traditionelle Standort in Schieflage geraten ist und wie es nun weitergeht, das lesen Sie hier.

Tipp der Woche: Magische Lichterwelten
Seit einigen Jahren hat der Zoo in Halle mit den Magischen Lichterwelten seine Besucherzahlen nach oben getrieben. Die beleuchteten, fantasievollen Riesenfiguren sind alljährlich ein weithin sichtbarer Hingucker. Doch dieses Jahr hat die Schau offenbar an Strahlkraft eingebüßt: Es kommen weniger Besucher als gedacht, entsprechend fällt auch der Umsatz geringer aus als erhofft. Und das hat nun möglicherweise Konsequenzen. Mein Kollege Dirk Skrypczak hat sich die Situation vor Ort mal angeschaut, hier geht es zu seinem Text. Die Schau kann man noch bis zum ersten März bestaunen - vielleicht zum letzten Mal in Halle.

Das war meine MZ-Woche. Ich freue mich über Anregungen, Fragen und Kritik unter: [email protected]
Ich wünsche Ihnen ein friedliches und schönes Wochenende!
Ihr Kai Gauselmann