Zusammenarbeit von CDU und AfD? Zusammenarbeit von CDU und AfD?: AfD-Chef Tillschneider will nicht mehr blockieren

Braunsbedra - „Wir müssen herausfinden, wie wir auf kommunaler Ebene sabotieren können.“ Mit diesem Satz beschrieb AfD-Kreischef Hans-Thomas Tillschneider noch im Februar die Marschrichtung seiner Partei für die Zeit nach der - , so ist man sich intern sicher, erfolgreichen - Kommunalwahl im nächsten Mai.
Acht Monate später ist Tillschneider von einer konsequenten Fundamentalopposition in den Stadt- und Gemeinderäten nun jedoch selbst nicht mehr überzeugt. Er habe sich damals vielleicht ungünstig ausgedrückt, sagte er in dieser Woche am Rande eines AfD-Kreisstammtisches in Braunsbedra.
AfD-Kreischef will nun Zusammenarbeit doch nicht mehr verweigern
„Es muss sich niemand Sorgen machen, dass sich die AfD der Zusammenarbeit verweigert.“ Fundamentalopposition wünscht sich Tillschneider nur noch bei „Entscheidungen, die gegen Interessen der Bürger gerichtet“ seien. Als Beispiele nennt er den Bau von Moscheen oder Asylbewerberheimen sowie die Energiewende.
Mit seinen Äußerungen reagiert der AfD-Kreischef auch auf Diskussionen innerhalb der CDU, wie in Städten und Gemeinden mit Vertretern der rechten Partei umgegangen werden soll.
CDU-Landesvize Holger Stahlknecht hatte zunächst erklärt, auf kommunaler Ebene seien die Gedanken frei, um dann am Montag zurückzurudern: Er rate von einer Zusammenarbeit dringend ab. Tillschneider könnte sich die dagegen vorstellen: „Mit vernünftigen CDU-Räten arbeiten wir zusammen.“
AfD muss es erst noch in die Stadträte schaffen
Dafür muss die AfD jedoch erstmal den Sprung in die Räte schaffen. Avisiert hat sie das zumindest für Merseburg, Querfurt, Bad Dürrenberg und Braunsbedra. Weitere Gemeinden sollen hinzukommen.
Dafür will sie mit offenen Listen antreten, für die sie derzeit mit Veranstaltungen wie in Braunsbedra oder einer Reihe islamkritischer Vorträge um Kandidaten wirbt. Dafür gibt sich die Partei auf Anregung des Landesverbandes nun mehr Zeit. Statt wie ursprünglich geplant im November will der Kreisverband die Wahllisten nun erst Anfang 2019 aufstellen. (mz)