Sieg auch in Tilburg?

Alte Meistertaktik bringt Saale Bulls den Erfolg zurück

Von Fabian Wölfling 08.11.2022, 06:00
Timo Herden ist bislang ein starker Rückhalt im Tor der Saale Bulls.
Timo Herden ist bislang ein starker Rückhalt im Tor der Saale Bulls. (Foto: IMAGO/Fotostand)

Halle (Saale)/MZ - Die ersehnte Erholungspause ist in Sicht. Ab Mittwoch haben die Saale Bulls nach Wochen voll kräftezehrender Spielehatz einige Tage frei. „Auch ich werde mit meiner Freundin wegfahren“, kündigt Trainer Marius Riedel an.

Vor der Atempause wartet aber noch ein Mammuttrip auf den Eishockey-Klub aus Halle. An diesem Dienstagabend steht die weitestmögliche Auswärtsfahrt in der Oberliga an. Es geht in die Niederlande zum Duell mit dem Topteam Tilburg Trappers.

Saale Bulls: Einstellung ist deutlich verbessert

Für den noch immer amtierenden Meister der Oberliga Nord ist die Partie beim Titelträger von 2016, 2017 und 2018 eine weitere Standortbestimmung. Die stets schwer zu bespielenden Tilburger werden zeigen, ob die am Wochenende sichtbaren Verbesserungen im Spiel der Bulls nachhaltig greifen.

Nach dem 3:5 bei den Moskitos Essen vor einer Woche hatte bei den Bulls noch Frust geherrscht. Wieder einmal hatte sich prominent besetzte Mannschaft einen Larifari-Auftritt erlaubt. „Es muss sich etwas ändern“, hatte Coach Riedel daraufhin gesagt.

Mit dem 3:2 im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Hamburg am Freitag und dem 3:1 beim Vorletzten Rostock am Sonntag folgten auf diese Ankündigung zwei Siege. Die Bulls, die vor der Saison den Aufstieg in die DEL2 als Ziel ausgegeben haben, konnten damit den Anschluss an die direkten Playoff-Plätze herstellen.

Saale Bulls: Goalie Timo Herden ragt heraus

Weil, so erklärt es Riedel, sich tatsächlich etwas geändert hat. Zum einen an der Einstellung. „Die hat sich deutlich verbessert“, sagt der Trainer. „Wir sind sowohl gegen Hamburg, als auch gegen Rostock nach einem Rückstand zurückgekommen. Das spricht für die Mentalität des Teams.“

Dazu hat Riedel eine taktische Anpassung vorgenommen. Auf Anregung der Spieler: „Wir haben in den vergangenen beiden Spielen abwartender verteidigt. Damit hatte die Mannschaft in der vergangenen Saison viel Erfolg und damit fühlt sie sich sicherer“, sagt er.

Individuell ragte bei den Siegen vor allem Goalie Timo Herden heraus. Er parierte zusammengerechnet 38 von 41 Schüssen. Ohnehin ist der Zugang von Zweitligist Bayreuth im bisherigen Saisonverlauf der stärkste Spieler der Bulls. „Er macht einen sehr guten Job“, lobt Riedel.