Hier in Halle, Newsletter vom 19. Februar 2026 Ein ehrwürdiges Original
Neujahrsempfang | Stadthaussanierung | Gerichtsprozess

das Tolle an Halle ist, dass an vielen Stellen nicht nur historische Gebäude zu sehen sind, sondern dass sich diese Häuser sogar praktisch noch in ihrem Originalzustand befinden. Zum Beispiel das Stadthaus am Marktplatz, das seit seiner Eröffnung 1894 noch keine Kernsanierung erlebt hat.
Mein Job bringt es mit sich, dass ich mehrfach in der Woche im ehrwürdigen Stadthaus sitze. Meistens mit Laptop auf dem Schoß. Am vergangenen Montag war das anders. Da fand im Stadthaus der feierliche Neujahrsempfang der Stadtverwaltung statt. Anstelle meines Laptops hatte ich eine Kamera dabei und sitzen konnte man auch nicht – es gab nur Stehtische.
Höchstwahrscheinlich war es für lange Zeit die letzte große Feier, die im Stadthaus veranstaltet wurde. Denn das alte Gebäude soll bald leergeräumt und dann saniert werden. Den Neujahrsempfang 2027 wird die Stadt wohl an einem anderen Ort ausrichten müssen.
Mehr zum Neujahrsempfang können Sie hier lesen.
Natürlich hat Halle noch viele weitere ehrwürdige Häuser, in denen man sowohl zünftig Kommunalpolitik machen, als auch feiern kann. Aber für mich persönlich ist es ein ganz besonderes Gefühl, in den Räumen zu sitzen, in denen seit mehr als 130 Jahren Ratssitzungen stattfinden und dabei auf die selben Wandvertäfelungen schauen zu können, wie meine Vorgänger. Das werde ich vermissen, wenn der Rat für die Zeit der Sanierung umzieht. Der Ausweichort – ehemaliges Landratsamt – ist zwar auch historisch, aber eben nicht mehr original. Er wurde kürzlich saniert.
Mehr zur geplanten Sanierung des Stadthauses können Sie hier lesen.
Am gestrigen Mittwoch war ich übrigens auch mehrere Stunden lang im Amtsgericht. Dort fand der Prozess gegen den ehemaligen Leiter des städtischen Kita-Eigenbetriebs statt. Wie das ausgegangen ist, können Sie hier nachlesen.
Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Restwoche!
Ihr Jonas Nayda