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Drohende Schließung bei Domo Chef des Chemiestandorts Leuna erhebt schwere Vorwürfe gegen Eigentümer: Haben Lösungen blockiert

Beim insolventen Chemiebetrieb Domostehen mehr als 500 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Christof Günther, Chef des Chemiestandorts Leuna, macht dafür die belgischen Eigentümer verantwortlich. Wie kann eine Lösung ohne sie aussehen? Wie konkret sind Übernahmeabsichten? Und welche Rolle spielt die Infra?

Von Robert Briest 16.01.2026, 20:00
Vorerst läuft der Betrieb des Kunststoff- und Düngerherstellers Domo in Leuna auf Sparflamme weiter. Für die Mitarbeiter und die Akteure am Chemiestandort kam die Insolvenzanmeldung aus Belgien überraschend.
Vorerst läuft der Betrieb des Kunststoff- und Düngerherstellers Domo in Leuna auf Sparflamme weiter. Für die Mitarbeiter und die Akteure am Chemiestandort kam die Insolvenzanmeldung aus Belgien überraschend. Katrin Sieler

Leuna/MZ. - „Bedauerlicherweise hat sich die Eigentümerfamilie zwischenzeitlich endgültig aus dem Kreis der aktiv nach einer Lösung suchenden Parteien verabschiedet“, mit dieser bemerkenswerten Aussage über die belgischen Eigentümer der insolventen Chemiewerke von Domo, ließ der Standortbetreiber InfraLeuna am Donnerstag aufhorchen. Robert Briest sprach mit dessen Geschäftsführer Christof Günther über die Gründe der Einschätzung, Kaufinteressenten für das Werk mit fast 600 Beschäftigten und das drohende Ende des Winters.