Versuchter Totschlag am Bahnhof

Versuchter Totschlag in Zerbst: Mehrere Jahre Haft für fremdenfeindlichen Angriff

Dessau-Roßlau/Zerbst - Die beiden Täter hatten ihr Opfer schwer verletzt auf Gleisen liegen gelassen.

21.03.2017, 17:09

Wegen eines fremdenfeindlichen Angriffs auf einen Pakistaner sind zwei junge Männer zu hohen Haftstrafen verurteilt worden.

Das Landgericht Dessau-Roßlau sprach die 20 und 23 Jahre alten Angeklagten am Dienstag des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung schuldig.

Der 23-jährige Haupttäter muss sechseinhalb Jahre in Haft, sein Komplize vier Jahre. Das Gericht ordnete die Unterbringung in einer Erziehungsanstalt an.

Versuchter Totschlag am Bahnhof in Zerbst im Juni 2016: Fremdenhass als Tatmotiv

Die beiden Männer hatten Ende Juni 2016 einen Pakistaner am Bahnhof in Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) geschlagen und getreten. Schließlich ließen sie ihr Opfer auf den Gleisen liegen und nahmen damit aus Sicht des Gerichts den Tod des Mannes billigend in Kauf.

Nur mit Glück konnte sich der Verletzte vor einem herannahenden Zug retten. Tatmotiv sei die ausländerfeindliche Gesinnung der Angeklagten gewesen. (mz/dpa)