Fremdenfeindlicher Angriff?

Fremdenfeindlicher Angriff?: 34-Jähriger in Zerbst von Zug erfasst

Zerbst - Ein 34-jähriger Mann ist in Zerbst von einem Zug erfasst und schwer verletzt worden. Wie die Polizei und Staatswanwaltschaft Dessau-Roßlau gemeinsam mitteilten, ereignete sich der Vorfall bereits am späten Donnerstagabend der vergangenen ...

07.07.2016, 13:34
Eine Regionalbahn der Deutschen Bahn (DB) fährt in einen Bahnhof ein.
Eine Regionalbahn der Deutschen Bahn (DB) fährt in einen Bahnhof ein. dpa

Ein 34-jähriger Mann ist in Zerbst von einem Zug erfasst und schwer verletzt worden. Wie die Polizei und Staatswanwaltschaft Dessau-Roßlau gemeinsam mitteilten, ereignete sich der Vorfall bereits am späten Donnerstagabend der vergangenen Woche.

Dem Unfall am 30. Juni soll eine tätliche Auseinandersetzung auf dem Bahnsteig in Zerbst vorangegangen sein. Demnach wurde der Mann aus Pakistan dort zwischen 23.15 Uhr und 23.30 Uhr von einer Gruppe bedrängt und angegriffen, zu der drei Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren und eine augenscheinlich jüngere Frau gehörten. Die Frau habe einen kleinen Hund an der Leine geführt.

Streit auf die Gleise verlagert

Der Streit soll sich dann auf die Bahngleise in Richtung eines Stellwerkes verlagert haben. Dort ließ die Gruppe von ihm ab und entfernte sich. Der 34-Jährige wurde kurz darauf durch den Triebwagen eines Zuges, der in Zerbst gehalten hatte und weiter nach Magdeburg fuhr, erfasst und verletzt. Der Mann brach sich unter anderem das Schulterblatt. Er hatte zudem andere Verletzungen, die nicht von dem Zusammenprall mit dem Zug stammen.

Fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen

Was genau Gegenstand des Streits war, ist bisher unklar. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, auch eine fremdenfeindlicher Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.

Polizei und Staatsanwaltschaft fahnden nun nach der Gruppe. Personen, die zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts beitragen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0340/6000-291 oder per E-Mail an [email protected] an die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost zu wenden. (mz)