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"Keine andere Sportart hat eine Chance" Zu viel Fußball: Boris Becker kritisiert ARD und ZDF für TV-Übertragungen

05.04.2019, 09:36
Boris Becker gibt den „Fersehschaffenden“ eine Mitschuld an mangelnden Interesse am Tennis-Sport in Deutschland.
Boris Becker gibt den „Fersehschaffenden“ eine Mitschuld an mangelnden Interesse am Tennis-Sport in Deutschland. imago sportfotodienst

Stuttgart - Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker hat die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF kritisiert und ihnen eine Mitschuld am darbenden Status der Sportart Tennis gegeben.

Dass es keinen neuen Tennis-Boom in Deutschland gebe, „liegt an den Fernsehschaffenden“ sagte Becker in einem Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“.

Becker kritisiert ARD und ZDF: „Da hat keine andere Sportart eine Chance“

„So lange im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lieber ein Drittligaspiel im Fußball als ein Wimbledon-Finale live übertragen wird – so lange wird sich daran wenig ändern. Da hat keine andere Sportart eine Chance.“

Die Rechte für die vier Grand-Slam-Turniere im Tennis sind aktuell alle vergeben. Für das Wimbledon-Finale im vergangenen Jahr hatte das ZDF kurzfristig beim Rechteinhaber Sky eine Sub-Lizenz erworben und den Sieg von Angelique Kerber gegen Serena Williams live übertragen. Die TV-Rechte für die Turniere in Melbourne (Australian Open), Paris (French Open) und New York (US Open) liegen bei Eurosport. (dpa)