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Reaktionen RBL vs. Bremen

Werder Bremen-Trainer Nouri lobt RB Leipzig nach 1:3-Niederlage

Leipzig - „Warum sollte RB Leipzig nicht da oben bleiben?” - Die Stimmen nach dem 3:1-Erfolg von RBL gegen Werder Bremen.

Von Ullrich Kroemer und Martin Henkel 23.10.2016, 18:43
Feuerte seine Mannschaft von der Linie aus an: Alexander Nouri.
Feuerte seine Mannschaft von der Linie aus an: Alexander Nouri. imago sportfotodienst

Durch Powerfußball in der zweiten Hälfte stürmte RB Leipzig zum 3:1 (1:0)-Erfolg gegen Werder Bremen und damit auf Rang zwei der Tabelle. Die Stimmen zum Spiel:

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig)

„Gegen einen Gegner zu spielen, der so tief verteidigt, war eine komplett neue Erfahrung für uns. Wir mussten viel Geduld mitbringen. Wir mussten aus den wenigen Möglichkeiten, die wir hatten, etwas mitnehmen. Naby Keita macht das 1:0 überragend, er konnte heute seine Klasse und Qualität zeigen. Nach dem 2:0 ist uns unser jugendlicher Leichtsinn zum Verhängnis geworden. Da haben wir den Gegner zurück ins Spiel gebracht.”

Zur Tabellensituation: „Für uns sind andere Tabellen interessant: Die Werte bei Laufbereitschaft, Spiel mit dem Ball. Wir schätzen den Moment. Aber wir haben noch viel zu tun mit der jungen Mannschaft. Wir freuen uns jetzt schon, aber nur bis Mittwoch.”

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen)

„Wir wollten sehr kompakt, mutig und entschlossen auftreten. Das hat uns in der ersten Halbzeit noch etwas gefehlt. Aber wir waren sehr diszipliniert. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel sehr offen gestaltet, da waren wir mutiger. Nach dem 2:0 haben wir richtig Mentalität gezeigt. Das sind viele positive Ansätze, die wir auch aus diesem Spiel mitnehmen können.”

„Bei RB steckt unglaublich viel Plan, Akribie und Aggressivität dahinter. Es ist unglaublich schwer, diesen Gegner zu bespielen. Warum sollten sie nicht da oben bleiben?”

Frank Baumann (Sportdirektor Werder Bremen)

„Wir haben nicht so viel zugelassen, es aber den Leipzigern bei den Gegentoren zu leicht gemacht. Unsere Mentalität war heute wieder gut. Wie wir uns zum Schluss gegen die Niederlage gewehrt haben, zeigt, dass wir uns nie aufgeben. Das macht Mut für die nächsten Wochen. Schöner wäre es natürlich, wenn wir keinem Rückstand hinterherlaufen müssten. Aber daran werden wir arbeiten.”

Dominik Kaiser (Kapitän RB Leipzig)

„Bremen hat das in der Defensive auf sehr hohem Niveau gespielt. Deswegen haben wir eine Weile gebraucht, aber wir waren gierig, sind nach vorn gefährlich geblieben. Das 1:0 durch die Einzelaktion von Naby Keita war überragend gemacht. Danach hatten wir das Spiel im Griff. Dadurch, dass wir direkt nach dem 2:0 den Anschluss kassiert haben, haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Das müssen wir ansprechen, um die Spiele entspannter nach Hause zu bringen.”

„Dass wir auf Platz zwei stehen, ist ein schöner Nebeneffekt, hatte aber heute nicht oberste Priorität. Wir wollten an die vergangenen Wochen anknüpfen, unser Spiel auf den Platz bringen. Werder hat relativ tief gestanden, das haben sie sehr gut gemacht. Aber darauf waren wir vorbereitet. Unser Sieg war verdient, aber brutal schwierig.“

Davie Selke (Stürmer RB Leipzig)

„Das war ein sehr gutes Spiel von uns. Es war schwer gegen Bremen, deshalb sind wir froh, dass es zum Sieg gereicht hat, weil wir am Ende nochmal einen Gang höher geschalten haben. Persönlich habe ich mich sehr gefreut, viele alte Kollegen wieder gesehen zu haben. Dass ich nach meinem Tor nicht gejubelt habe, ist doch klar. Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Bremen. Jetzt werden wir sehen, wie es weiter geht. Was jetzt mit den Bayern ist, ob wir die jagen oder nicht, spielt gerade keine Rolle. Wir beschäftigen uns mit den Bayern, wenn es so weit ist und wir gegen sie spielen.“

Zum Tor zum 3:1: „Das war ein überragender Pass von Diego Demme, er kennt meine Laufwege. Ich wollte so nah wie möglich zum Tor kommen und den Ball dann einfach nur reinmachen. Wir gucken jetzt nicht auf die Tabelle. Wir wollten das Spiel heute gewinnen.”

Yussuf Poulsen (Stürmer RB Leipzig)

„Ich freue mich sehr für Davie Selke. Ein Tor vorgelegt, eines selber geschossen – das war ein sehr guter Auftritt von ihm. Und so muss das auch sein. Jeder will spielen, und wenn die, die gerade nicht so zum Zug kommen, gute Einsätze haben, dann hilft das uns das allen, das Niveau hoch zu halten.“

Diego Demme (Mittelfeldspieler RB Leipzig)

„In der ersten Hälfte haben wir es nicht geschafft, das Balltempo richtig hoch zu halten. Das haben wir dann in der Halbzeit angesprochen, dass wir den Ball schneller laufen lassen und auch mal ins Dribbling gehen müssen. Das hat in der zweiten Hälfte gut geklappt, da hatten wir ordentlich Torchancen.”