Stimmen zu RBL - Hertha

Stimmen zu RBL - Hertha: Selke: „Es war schön für mich. Mehr muss ich dazu nicht sagen“

Leipzig - Was für ein Jahresabschluss! 2:3 (0:2) verlor RB Leipzig das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen Hertha BSC. Ausgerechnet, bei der Hertha spielt seit Sommer der frühere Kollege Davie Selke, der zwei Tore für seinen neuen Klub besteuerte: das 1:0 (5.) und das 3:0 (50.). Er hätte auch noch ein drittes Tor an diesem denkwürdigen Abend schießen können, scheiterte aber am Pfosten (63.), was Pal Dardio bedauerte, Trainer Ralph Hasenhüttl fast zu Verzweiflung brachte - und Selke selber kalt ließ. Er hatte trotzdem einen guten Abend. Die Stimmen der ...

17.12.2017, 19:23
RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl und seine Profis sind enttäuscht.
RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl und seine Profis sind enttäuscht. dpa-Zentralbild

Was für ein Jahresabschluss! 2:3 (0:2) verlor RB Leipzig das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen Hertha BSC. Ausgerechnet, bei der Hertha spielt seit Sommer der frühere Kollege Davie Selke, der zwei Tore für seinen neuen Klub besteuerte: das 1:0 (5.) und das 3:0 (50.). Er hätte auch noch ein drittes Tor an diesem denkwürdigen Abend schießen können, scheiterte aber am Pfosten (63.), was Pal Dardio bedauerte, Trainer Ralph Hasenhüttl fast zu Verzweiflung brachte - und Selke selber kalt ließ. Er hatte trotzdem einen guten Abend. Die Stimmen der Protagonisten:

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): „Hertha hat verdient gewonnen, wir haben leider sehr lange nicht das gespielt, was uns ausgezeichnet hat. Wir hatten nicht die nötige Entschlossenheit, waren nicht in der Lage, die Überzahl cool und clever auszuspielen. Uns ist zum Schluss die Luft ausgegangen. Wir sind zu spät aufgewacht – deswegen stehen wir mit leeren Händen da, zu Recht. Vor dem Pfostenschuss von Selke habe ich noch reingerufen, dass wir seinen Gegenspieler Stefan Ilsanker nicht als Mittelstürmer brauchen.”

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): „Wir hatten einen guten Plan, aber dann kommt so schnell die Rote Karte. Mit dem wenigen Ballbesitz, den wir dann noch hatten, sind wir sehr gut umgegangen. Die Jungs haben wirklich gut verteidigt. Kompliment für die taktische Disziplin. Jetzt haben wir nach der kleinen Krise 24 Punkte – jetzt haben wir mit dem Spiel den Spieß umgedreht. Dass Davie Selke zwei Tore macht, zeigt, dass unser Vertrauen in ihn richtig ist. Aber er muss nach seiner Verletzung noch an seiner Fitness arbeiten.”

Lukas Klostermann (RB Leipzig): „Wenn man so lange in Überzahl spielt, muss man es einfach besser machen. Wir haben hinten zu einfach die Tore gekriegt und nach vorne ist uns teilweise zu wenig eingefallen. Wir waren heute einfach nicht gut genug und hatten es nicht verdient zu gewinnen. Wenn man das letzte Spiel vor der Pause verliert, ist das kein schönes Gefühl. Es ist einfach nicht unser Anspruch, was wir heute in so langer Zeit in Überzahl gespielt haben.“

Willi Orban (Kapitän RB Leipzig): „Wir hätten zum Jahresabschluss gern gewonnen und unseren Fans einen Sieg geschenkt. Aber wir waren vom Kopf her einfach nicht frisch genug. Die Pause wird deshalb Zeit.“

Peter Gulacsi (Torwart RB Leipzig): „Heute ist alles schief gelaufen. Wir haben gut begonnen, aber dann mit der ersten Möglichkeit von Hertha das 0:1 bekommen. Wir haben den 16er nicht gut verteidigt. Nach der Roten Karte war klar, dass wir das Spiel machen müssen. Das haben wir gemacht, aber dann aus einer einfachen Standardsituation das 0:2 bekommen. Ich stehe hier jede Woche und rede über Standards.“

Davie Selke (Zweifacher Torschütze Hertha BSC): „Es war ein turbulentes Halbjahr für mich durch die Verletzung. Zum Glück konnte ich gut zurückkommen und mit Sieg heute war es ein super Abschluss für uns alle. Wir gehen mit einem super Gefühl in die Weihnachtspause. Das war heute wichtig für uns. Es war schön für mich, dass ich die zwei Dinger machen konnte. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. Es war für mich nicht so ein großes Spiel, wie es gemacht wurde. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so eine Leistung raushauen.“ 

Arne Maier (Spieler Hertha BSC): „Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen, mit der Roten Karte haben wir es uns selbst schwergemacht. Wie die Mannschaft in der ersten und zweiten Halbzeit gefightet hat, ist überragend. Wir haben uns in jeden Zweikampf reingeworfen.“ (mz)