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Fehlt dem MBC die Lobby? Fehlt dem MBC die Lobby?: Poropat fühlt sich von Schiedsrichtern benachteiligt

Von Daniel George 24.04.2019, 11:44
MBC-Coach Silvano Poropat fühlt sich von den Schiedsrichtern benachteiligt.
MBC-Coach Silvano Poropat fühlt sich von den Schiedsrichtern benachteiligt. www.imago-images.de

Weissenfels - Silvano Poropat saß am Montagabend in den Katakomben der Berliner Arena und fühlte sich verschaukelt. Soeben hatte sein Mitteldeutscher Basketball Club (MBC) nach großem Kampf knapp mit 84:92 gegen den Favoriten Alba Berlin verloren. Doch: „Wir fühlen uns als Gewinner“, sagte Cheftrainer Poropat und fügte dann noch hinzu: „Ich habe nach diesem Spiel ein ganz komisches Gefühl.“

Und zwar, was die Leistung der Unparteiischen anging. Die pfiffen seiner Meinung nach nämlich alles anderes als konsequent. Deshalb äußerte der 48 Jahre alte Kroate seine Kritik. Wenngleich er sagte: „Ich weiß gar nicht, ob das irgendjemanden interessiert. Es ist eben der MBC in Berlin.“

Silvano Poropat: „Wir waren besser“

Auch, wenn er es direkt nicht aussprach: In den Aussagen von Poropat schwang Generalkritik am Umgang mit kleineren Bundesliga-Teams mit. Fehlt den Abstiegskandidaten die Lobby? „Wenn Mannschaften aufeinandertreffen, die nominell auf Augenhöhe sind, würde es vielleicht mehr Leute interessieren, dann würde mehr analysiert, mehr drüber gesprochen und geschrieben werden“, so der Coach.

Die aus seiner Sicht mangelhafte Schiedsrichterleistung ärgerte ihn umso mehr, denn: „Wir waren hier drei Viertel lang die bessere Mannschaft und ganz nah dran an der Überraschung.“

Auch Manager Martin Geissler war unzufrieden. „Keiner diskutiert darüber, weil jeder den Ausgang des Spiels so erwartet hat“, sagt Geissler und denkt vor allem an eine Szene kurz vor Schluss, die symbolisch stand: Gleich dreimal sicherte sich Weißenfels einen Offensivrebound. Doch immer wieder vergab der MBC seine Möglichkeiten - auch, weil Alba unter dem Korb sehr hart zu Werke ging.

MBC spielt nun gegen Bayreuth

„Hätten wir zu diesem Zeitpunkt getroffen, wären wir wieder auf zwei Punkte dran gewesen und es wäre nochmal richtig eng geworden“, so Geissler.“

Am Ende stand für Weißenfels die 22. Saisonniederlage auf der Anzeigetafel. Poropat blickte trotzdem optimistisch nach vorn auf das Heimspiel am Sonntag gegen Bayreuth: „Wir müssen eine positive Stimmung mitnehmen in diese Partie.“ Weil der MBC den Favoriten an den Rand der Niederlage gebracht hatte. Geissler sagte: „Angesichts der Umstände ist es umso höher einzuordnen, dass die Mannschaft es geschafft hat, gegen ein Team wie Alba so lange im Spiel zu bleiben.“ (mz)