Trotz Niederlagen-Doppelpack Mitteldeutscher BC: MBC muss sich Alba Berlin zweimal geschlagen geben

Leipzig/Berlin - Eigentlich liegen Welten zwischen Alba Berlin und dem Mitteldeutschen Basketball Club (MBC). Die einen haben gerade erst in einem europäischen Endspiel gestanden und machen sich berechtigte Hoffnungen auf den Meistertitel, die anderen kämpfen seit dem ersten und wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt.
Doch am Osterwochenende war dieser Unterschied kaum zu sehen: Zweimal musste sich der Bundesligist aus Weißenfels zwar geschlagen geben – und doch verdiente sich der MBC reichlich Respekt.
Die nackten Zahlen zuerst: Mit 91:102 verlor die Mannschaft von Cheftrainer Silvano Poropat am Samstagabend vor 4.680 Zuschauern in Leipzig gegen Berlin. Zwei Tage später stand im zweiten Aufeinandertreffen, das aufgrund der Pokalverpflichtungen von Alba verlegt worden war, am Ende eine 84:92-Pleite auf der Anzeigetafel der Berliner Arena.
„Wir haben gerade in der ersten Halbzeit wirklich ein super Spiel gemacht“
Im ersten Duell führte der MBC lange. Zur Halbzeit stand es 55:55. Bis ins letzte Viertel hinein blieb Weißenfels dran am großen Favoriten. „Wir haben gerade in der ersten Halbzeit wirklich ein super Spiel gemacht. Und wenn wir den Ball am Ende besser bewegt hätten, hätten wir noch länger im Spiel bleiben können“, sagte Silvano Poropat.
Vor allem James Farr stach hervor. Der 2,06-Meter-Mann, der den verletzten Aleksandar Marelja ersetzte, war mit 17 Punkten bester Werfer der Partie, sammelte zudem sechs Rebounds.
Starker David Brembly bei MBC-Niederlage in Berlin
Auch am Montagabend ließ sich der MBC nicht abschütteln. Zur Halbzeit lagen die Wölfe nur mit vier Zählern zurück (49:45). Zeitweise bestimmten sie das Tempo des Spiels – und das gegen so angriffslustige Berliner, die nach spürbar müde waren und auf wichtige Akteure verzichten mussten. Wieder blieb es bis kurz vor Schluss spannend, wieder zog der MBC am Ende ganz knapp den Kürzeren.
Bester Werfer diesmal: David Brembly mit 19 Punkten, davon fünf Treffer von jenseits der Dreipunktelinie. „Es tut weh, dass wir Alba zweimal auf der Kippe hatten, aber es trotzdem nicht geklappt hat“, sagte der Flügelspieler des MBC. Und doch machten die Auftritte Mut für den Kampf um den Bundesliga-Verbleib. Dort geht es für Weißenfels am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Bayreuth weiter. (mz)
