Neuer Chef im Aufsichtsrat

Ein Fanvertreter führt jetzt den 1. FC Magdeburg

Aktualisiert: 06.05.2022, 11:37 • 06.05.2022, 11:26
Matthias Niedung, hier 2018 beim Aufstiegsempfang des FCM inmRathaus in Magdeburg.
Matthias Niedung, hier 2018 beim Aufstiegsempfang des FCM inmRathaus in Magdeburg. (Foto: imago/Christian Schroedter)

Magdeburg/Halle (Saale)/MZ/cka - Die spannenden Nachrichten beim Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg reißen dieser Tage nicht ab - vor allem Personalien betreffend. Nach dem Abgang von Mario Kallnik, der jahrelang federführend für den sportlichen Bereich war, zum Saisonende, gibt es nun auch Neues aus der Chefetage: Matthias Niedung ist zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt worden.

Der 38-Jährige sitzt seit Jahren als Vertreter der aktiven Fanszene in dem Gremium, das die finanziellen Geschicke des Klubs als Wirtschaftsunternehmen kontrolliert und lenkt. Niedung kommt von der Basis. Doch er ist nicht nur glühender Anhänger des Vereins. Mehr noch: Er gehört zur Ultra-Szene. Jedenfalls stand er früher im „Block U“, dort wo sich die harten Jungs versammeln.

Der bisherige Aufsichtsrats-Chef Lutz Petermann erhielt auf der konstituierenden Sitzung den Posten als Vize. Ein Schritt zurück womöglich mit Bedacht, weil sein Unternehmen Förderanlagen Magdeburg (FAM) in finanzielle Turbulenzen geraten war, an ein Unternehmen aus NRW (Beumer) verkauft wurde, aber damit etwa 325 von 500 Arbeitsplätzen wegfallen sollen. Wodurch auch Petermann in die Kritik geraten ist.

HFC wählt seinen Vorstand am 15. Mai

Beim Halleschen FC sitzt mit Carsten Böhme ein Fanvertreter von der Basis im Verwaltungsrat. Der ehemalige Fanvertreter im HFC-Vorstand, Steffen Kluge, hat sich inzwischen zurückgezogen. Zur Wahl am 15. Mai stehen aus dem aktuellen Präsidium Vereinschef Jens Rauschenbach, Vize Jürgen Fox - beides Wirtschaftsexperten - und Oliver Kühr bereit. Dem Vernehmen nach stellt sich mit der Kardiologin Simone Heinemann-Meerz nur noch eine weitere Kandidatin zur Wahl.

Bei der Mitgliederversammlung geht es auch um die neue Satzung. Fünf „Voraussetzungen für Bewerber“ für den Vorstand sind dort künftig verankert. Eine davon ist „mehrjährige Erfahrung in wirtschaftlichen/finanziellen Angelegenheiten in Unternehmen oder vergleichbar im Sport, vorzugsweise Fußball“. Aber auch Fans können Zugang zu diesem Gremium erhalten.