Drei Punkte beim 1. FC Nürnberg

Doppelter Piccini bringt FCM Auswärtssieg trotz kuriosem Eigentor

Zweitligist 1. FC Magdeburg hat im Kellerduell beim 1. FC Nürnberg einen Befreiungsschlag gelandet. Dabei war Cristiano Piccini der entscheidende Mann.

Aktualisiert: 07.11.2022, 09:41
Baris Atik (l.) feiert Magdeburgs Matchwinner Cristiano Piccini.
Baris Atik (l.) feiert Magdeburgs Matchwinner Cristiano Piccini. (Foto: IMAGO/HMB-Media)

Nürnberg/dpa - Ein Doppelpack von Cristiano Piccini und ein kurioses Eigentor haben dem 1. FC Magdeburg einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf beschert. Beim 2:1 (0:0) vor 30.377 Zuschauern beim 1. FC Nürnberg traf Piccini (59./76.) zweifach und machte so ein kurioses Eigentor von Torwart Dominik Reimann (64.) wett.

Mit dem Sieg springt der FCM auf Tabellenrang 13. Es war nach dem Erfolg beim HSV vor zwei Wochen bereits der zweite wichtige Auswärtssieg im Abstiegskampf.

„Wir konnten schon in der ersten Halbzeit mit zwei, drei Toren in Führung gehen. Nach dem Fehler beim Ausgleich ist die Mannschaft ruhig geblieben“, sagte Trainer Christian Titz. Der Coach musste seine Elf nach dem Last-Minute-Punkt gegen Heidenheim umstellen, Jason Ceka stand für Herbert Bockhorn (verletzt) in der Startelf, spielte vorn rechts. Mohammed El Hankouri rückte auf Bockhorns Rechtsverteidigerposition. Gegen die zuletzt stabilisierten Nürnberger stand erneut die Frage im Raum, wie viel Platz die Magdeburger Offensive bekommen würde.

1. FC Magdeburg mit kuriosem Eigentor in Nürnberg

Im Gegensatz zur Partie gegen Heidenheim traf der FCM auf einen deutlich aktiveren Gegner. Gefährlich wurden die Teams vor allem, wenn sie mal ins Umschalten kamen - so verpasste Baris Atik (12.) nach einem Konter die Gästeführung nur knapp, bekam keinen Druck hinter den Ball. Nürnberg erspielte sich einige Ecken und forderte nach einer Grätsche im Strafraum Elfmeter (16.), doch nach Überprüfung durch den Videoschiedsrichter ging es mit Einwurf weiter.

Ansonsten kontrollierten die Magdeburger das Spielgeschehen, Nürnberg ging meist erst auf Höhe der Mittellinie ins Pressing. Die einzigen Torchancen hatten auch die Elbestädter, Connor Krempicki traf sogar die Latte (34.). Mehr sprang bis zur Pause nicht heraus. Nürnberg kam aggressiver aus der Pause, versuchte mehr Druck zu erzeugen und beschäftigte den FCM so tief in dessen Hälfte.

Magdeburg brauchte lange, um sich auf die aktivere Gangart einzustellen und seinerseits wieder Gefahr zu erzeugen. Viele lange Bälle landeten stattdessen im Nichts oder beim Gegner, die Souveränität der ersten Halbzeit fehlte völlig.

Dennoch ging der FCM in Front: Piccini setzte sich bei einem Atik-Freistoß gegen seinen Bewacher durch und traf per Fuß zum 1:0. Lange hielt die Führung jedoch nicht - einen katastrophalen Rückpass von Andreas Müller konnte Reimann nicht verarbeiten und der Ball trudelte ins Tor. Die Partie war nun völlig offen, nach Foul an Atik gab es jedoch Elfmeter, den Piccini verwandelte. Nürnberg versuchte noch einmal alles, in der Nachspielzeit köpfte Torwart Christian Mathenia noch übers Tor.