Hier in Halle, Newsletter vom 24. Januar 2026 Halle kann eben einfach die ganz große Show
Natürlich am Samstag mit „Wetten, dass ...?“, aber ohne Badewasser, spannend wie der Thalia-Fasching, eine Netto-Posse um eine Walnuss und eine Hotel-Pleite mit einem Hauptdarsteller aus Halle.

ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht: Sind Sie gerne mittendrin? Stehen Sie gerne im Rampenlicht? Lieben Sie die große Bühne? Oder schauen Sie lieber zu? Aus dem Publikum heraus? Oder vielleicht sogar am besten zu Hause vor dem Fernseher?
Egal wie Sie es halten wollen: Am 5. Dezember wartet auf Sie auf jeden Fall die ganz große Show, um die man zunächst einmal nicht herumkommt. Zumindest früher: So wie Baden zum Samstagnachmittag gehörte, gehörte „Wetten, dass …?“ regelmäßig zum Samstagabend, oder?
„Wetten, dass ...?“ ist voll und ganz Sachsen-Anhalt
Jetzt versucht sich das ZDF an einem Comeback und mitten im Rampenlicht steht: Sachsen-Anhalt. Auf der großen Bühne stehen Tom und Bill Kaulitz aus Magdeburg – dieses Mal nicht als Tokio Hotel mit Musik, sondern als Moderatoren. Und die Bühne steht beim Comeback – das wissen wir seit dieser Woche – in Halle an der Saale.

Da wurden auch gleich wieder Erinnerungen wach, die nicht jeder in Deutschland mit „Wetten, dass …?“ verbindet, sondern in der Regel sicher exklusiv die Hallenser: an Stadträte in einer Straßenbahn-Sauna, an Pilzköpfe und die Prinzen, an Paul Biedermann bei einer Außenwette. Insgesamt viermal kam die Show schließlich schon aus Halle.
Mit Biedermann, damals saunierende Stadträten, früheren Pilzköpfen, die heute zur Landesregierung gehören, und vielen anderen, die in der Stadt besondere Erinnerungen mit der Show verbinden, haben meine Kolleginnen Undine Freyberg und Katja Pausch gesprochen.

Und dabei haben sie festgestellt: Es gibt Menschen in Halle, die ihren Tag im Rampenlicht bei „Wetten, dass …?“ genauso wenig vergessen haben, wie ich das Baden am Samstagnachmittag vor der Sportschau.
Den Mittelpunkt der Erde fest im Blick
Mittendrin ist der heutige Nachwuchs – der, der gerade eigene Erinnerungen an Kindheit und Jugend sammelt – auch wieder beim Thalia-Fasching. Im großen Saal des Puschkinhauses sitzen seit Anfang der Woche wieder viele Grundschulkinder aus Halle und dem Saalekreis, um am legendären Fasching, der wegen technischer Probleme nach einem Stromausfall erst mit einer Woche Verspätung starten konnte, ihren Spaß zu haben.

Und zwar nicht nur dort, sondern im ganzen Haus. Dort begeben sie sich mit dem Ensemble auf die legendäre Reise zum Mittelpunkt der Erde – mit ganz vielen, genauer gesagt 30 Stationen. Insgesamt 14 Termine soll es geben, für diejenigen, deren Aufführung in der ersten Woche ausgefallen ist, sind Nachholtermine vorgesehen.
Meine Kollegen Katja Pausch und Steffen Schellhorn waren am Montag bei der Generalprobe dabei und geben Ihnen hier sogar einen kleinen, filmischen Eindruck. Mehr mittendrin geht nicht, oder?
Ein Einkauf, eine Walnuss - und eine Strafanzeige
Mittendrin in einem Krimi wähnt sich nicht erst seit dieser Woche eine 72-jährige Frau aus Halle. Ihre Geschichte hat Kollege Marvin Matzulla gestern erzählt – und hatte damit unsere ungeteilte Aufmerksamkeit: Bei einem Einkauf im Netto, so die Frau, habe sie unterwegs irgendwo eine Walnuss gefunden. Sie steckte sie ein, bezahlte ihren Einkauf – und wurde dann wegen Diebstahls angezeigt.

Der Kollege Matzulla erfuhr aus der Strafanzeige, dass es um eine Nuss im Wert von 7 Cent geht. Er hat bei Netto nachgehakt – und die ganze Geschichte aufgeschrieben. Wir setzen auch auf Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit …
Große Hotel-Pleite: Insolvenzverwalter kommt aus Halle
Mittendrin in einer großen Hotel-Pleite steckt derweil ein Insolvenzverwalter aus Halle. Wie Kollege Steffen Höhne berichtet, soll Experte Lucas Flöther dabei helfen, eine der größten Hotel-Gruppen Deutschlands zu sanieren. Die Revo-Hospitality-Gruppe aus Berlin hatte Ende vergangener Woche für etwa 140 ihrer Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.

Hier vor Ort gehören zur das Ibis Style in Halle sowie das H+ Hotel Leipzig-Halle in Landsberg. Dem Kollegen hat Flöther, der zurzeit auch Insolvenzverwalter des Chemie-Unternehmens Domo in Leuna ist, verraten, welche Chancen es für die etwa 60 bis 70 Gesellschaften der Hotel-Gruppe gibt.
Erst „Wetten, dass ...?“, schon dreimal der Kanzler: Was kommt als Nächstes?
Manchmal, denke ich mir dabei so, muss man aber auch nicht mittendrin sein. Nach der ZDF-Entscheidung „für Sachsen-Anhalt“ - also für die Kaulitz-Brüder und für ein Comeback in Halle - frage ich mich nämlich, was in diesem Wahljahr noch alles auf uns zukommt. Allein der Bundeskanzler war schließlich in den vergangenen Monaten gleich dreimal in Halle. Was kommt als Nächstes? Ein Papstbesuch?

Am besten also bleibt man vielleicht sogar auch mal außen vor. Und sei es nur für zwei Tage – gerade am Samstag und Sonntag. Ob mit oder ohne Badewanne: Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
Ihr Frank Klemmer