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Kommunen und FirmenKatharina Werner berät Kommunen und Firmen im Salzlandkreis: Diese Frau koordiniert den Breitbandausbau

Bernburg - Richtig im Mittelpunkt steht sie eigentlich nicht gern. Dabei ist sie eine der wichtigsten Personen, wenn es im Salzlandkreis um den Breitbandausbau geht. Katharina Werner hält hierbei die Fäden in der Hand. Eigentlich, sei sie die gute Fee, die dafür sorgt, dass alles reibungslos klappe, sagte Landrat Markus Bauer (SPD), als in Nienburg symbolisch der Knopf gedrückt wurde, dass das schnelle Internet bis in die Dörfer ...

Von Andreas Braun 27.11.2019, 10:26

Richtig im Mittelpunkt steht sie eigentlich nicht gern. Dabei ist sie eine der wichtigsten Personen, wenn es im Salzlandkreis um den Breitbandausbau geht. Katharina Werner hält hierbei die Fäden in der Hand. Eigentlich, sei sie die gute Fee, die dafür sorgt, dass alles reibungslos klappe, sagte Landrat Markus Bauer (SPD), als in Nienburg symbolisch der Knopf gedrückt wurde, dass das schnelle Internet bis in die Dörfer kommt.

Mittlerweile, sagt Katharina Werner, müsse es auch überall klappen, denn aus Neugattersleben habe es Meldungen gegeben, dass es nicht gleich losgehen könne. „Ich habe mich noch mal erkundigt. Die Telekom sagt, es ist alles okay“, so die sympathische Frau, die aus Glinde stammt.

Katharina Werner arbeitete im Statistischen Landesamt Berlin-Brandenburg, bevor sie in den Salzlandkreis zurückkehrte

In Barby und Schönebeck zur Schule gegangen, zog es die heute 35-Jährige nach Berlin. Im Statistischen Landesamt Berlin-Brandenburg war sie beschäftigt, aber da die Stelle befristet war, suchte sie sich etwas Neues. In einem Planungsbüro in Weißenfels gab es einen Job. „Ich hatte mehrere Bewerbungen geschrieben. Auch an den Salzlandkreis“, sagt die junge Frau.

Und so nahm sie die Gelegenheit gern wahr, 2013 von Weißenfels zurück in die Region zu ziehen, in der sie aufgewachsen ist. Zumindest beruflich, denn mit ihrem Partner lebt sie in Berlin. Das wird auch vorerst so bleiben, denn hier hat sich die Frau, die in ihrer Freizeit auch mal gern auf ein Motorrad steigt, eingelebt. Sie pendelt von der Spree an die Saale.

Dass sie Ansprechpartnerin für Kommunen und die Telekommunikationsunternehmen, die in dem geförderten Bereich des Landkreises den Ausbau des Internets vorantreiben, geworden ist, kam eher so nach und nach. 28 Prozent der Haushalte liegen in einem förderfähigen Gebiet.

Das heißt, hier wurde festgestellt, dass die Wirtschaftlichkeit für private Unternehmen fehle, wenn sie den Ausbau finanzieren. Die Wirtschaftlichkeitslücke schlossen Bund und Land mit Fördermitteln.

Nach der Arbeit im Fachdienst Kreisentwicklung wurde Katharina Werner Koordination für den Breitbandausbau

Anfangs hatte Katharina Werner im Fachdienst Kreisentwicklung angefangen zu arbeiten. Als die Koordination für den Breitbandausbau dann vom Landkreis übernommen wurde, stand sie im Stoff.

Sie hatte Karten für den Breitbandausbau erstellt und sich auf Veranstaltungen mit dem Thema beschäftigt. So lag es nahe, die Abstimmung der Arbeiten in ihre Hände zu legen.

2015 ging es richtig los. Anträge auf Fördermittel wurden gestellt, es erfolgten die ersten konkreteren Absprache mit Kommunen und Unternehmen. „Es ist eine große Erleichterung gewesen, als in Nienburg der Knopf symbolisch gedrückt wurde. Es funktionierte“, blickt Katharina Werner zurück.

Dass das der Startschuss war und noch eine Menge vor ihr liegt, weiß sie. Aber auch, dass es nicht aufzuhalten ist und ohne Breitband wird die Digitalisierung, die keine Bereiche des Lebens auslässt, nicht möglich sein. „Wir sind vorn dabei mit der Entwicklung des Netzausbaus“, schätzt sie ein. (mz)