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kinderkrankheit RS-Virus in Sachsen-Anhalt: Alle Infos zu der gefährlichen Atemwegserkrankung

In Sachsen-Anhalt tritt vermehrt das RS-Virus auf, das vor allem Säuglingen und kleineren Kindern schwer zu schaffen macht. Das müssen Eltern jetzt beachten.

Von Aline Wobker Aktualisiert: 13.12.2022, 10:38
Viele Kinder machen aktuell wieder heftige Atemwegsinfekte durch. Viele Arztpraxen sind ausgelastet.   Foto: Sebastian Gollnow/Symbol/
Viele Kinder machen aktuell wieder heftige Atemwegsinfekte durch. Viele Arztpraxen sind ausgelastet.   Foto: Sebastian Gollnow/Symbol/ dpa

Magdeburg/DUR/dpa - Das RS-Virus betrifft insbesondere Kinder und Babys - auch in Sachsen-Anhalt. Eltern und Ärzte sind in Sorge, denn das Virus verbreitet sich aktuell rasant. Derzeit nimmt die Zahl der RSV-Erkrankungen rasant zu. Hier gibt es Infos zum Virus.

RS-Virus in Sachsen-Anhalt: So ist die Lage

11. Dezember 2022: Da so viele Kinder und Jugendliche derzeit krank sind, kommt es in den Praxen zu langen Wartezeiten. Kinderärzte appelieren an Schulen. Was die Situation entlasten könnte.

9. Dezember 2022: Derzeit stecken sich viele Kinder mit dem RS-Virus an. Viele Kinderkliniken sind überlastet. Wie die Situation im Harzkreis und am Harzklinikum ist.

Lesen Sie auch: Wenn das Kind krank ist - Mütter bleiben wieder häufiger mit kranken Kindern zu Hause

9. Dezember 2022: RS-Virus-Verdacht - Statt Lehrer fehlen in einer altmärkischen Schule die Schüler. Plötzlich meldeten sich 80 Schüler krank. Nun sind es mehr als 100. Die Symptome sind stets die gleichen. Und nicht nur diese Schule ist betroffen.

9. Dezember 2022: Die Erregerdichte ist hoch im Saalekreis. RS-Viren, Corona und jetzt auch noch der frühe Start der Grippesaison lassen viele Menschen schniefen und husten. Kitas und Schulen schränken teils Betrieb ein - sogar ein Weihnachtsmarkt fällt aus.

6. Dezember 2022: Die Grippe- und Erkältungswelle hat Zerbst voll erfasst. Besonders hart trifft es dezeit die Jüngsten. Die Arztpraxen platzen aus allen Nähten. Um die Infektionswelle zu brechen, setzt der Kinderarzt Dr. Andreas Köhler auch auf die Eltern.

6. Dezember 2022: Das SRH Klinikum Burgenlandkreis berichtet von einem leichtem Anstieg der Atemwegserkrankungen im Vergleich zu den Vorjahren. Vor allem das RS-Virus trete vermehrt auf. Wie sich die Situation aktuell in den Klinikstandorten Naumburg und Zeitz darstellt.

5. Dezember 2022: Infektwelle überrollt Sachsen-Anhalt: Viele Kinder erkranken jetzt an Atemwegsinfekten, vor allem an RSV und Grippe. Praxen und Kliniken in Sachsen-Anhalt sind voll. In den Schulen fehlt zum Teil die Hälfte der Schüler.

2. Dezember 2022: Arzt:  Die Lage auf Intensivstationen der Kinderkliniken ist ohnehin schon lange prekär. Durch die Infektionswelle mit dem vor allem für Babys gefährlichen Erreger RSV droht ein Kollaps. Kommt rasche Entlastung?

1. Dezember 2022: Praxen sind völlig überlaufen - Die Anrufe besorgter Eltern erreichen in Köthen sogar das Rathaus. Das unter vielen Kindern grassierende Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) und eine Grippewelle machen mächtig zu schaffen.

29. November 2022: Die Zahl der RSV-Fälle in Sachsen-Anhalt steigt. Die Wartezimmer bei Kinderärzten sind wegen des RS-Virus voll, Krankenhäuser fürchten in der Infekt-Welle um die Bettenkapazität. Starke Sorgen bereitet auch die Grippe. Wie wird der Winter?

25. November 2022: Schwere Verläufe möglich - Derzeit stecken sich viele Kinder mit dem RS-Virus an. Die Atemwegsinfektion kann als milde Erkältung verlaufen, aber auch im Krankenhaus enden. Welche Warnzeichen Eltern kennen sollten.

29. Oktober 2022:  Sachsen-Anhalts Kinderkliniken sind voll mit Patienten mit RS-Viren. Das alarmiert die Mediziner, denn die eigentliche Hochzeit des Virus beginnt jetzt erst. Auch Axel Schobeß, Chefarzt der Kinderklinik in Merseburg äußert sich im Interview besorgt: "Die Zahlen sind alarmierend".

Was bedeutet RS-Virus?

RS-Virus (oder auch RSV) steht für "Respiratorisches Synzytial-Virus". Es handelt sich um einen Erreger, der dem Grippe-Virus ähnelt und sich im Atemtrakt ansiedelt.

Was ist ein RS-Virus beim Baby?

Das RS-Virus trifft am häufigsten Kleinkinder - kann aber auch bei Erwachsenen auftreten. Es handelt sich um eine Atemwegserkrankung. Bei Frühgeborenen und Säuglingen kann das RS-Virus einen schweren Verlauf nehmen.

Was macht eine RSV-Infektion bei Babys gefährlich?

Laut dem BVKJ kann eine RSV-Infektion zu einer Bronchiolitis führen, einer Entzündung der kleinen Bronchien. Die Schleimhäute schwellen dann an, außerdem bildet sich Schleim, der dem Kind das Atmen schwer macht. Eine RSV-Infektion kann auch zu einer Lungenentzündung führen.

Lesen Sie auch: RS-Virus und Co. - Diese Infekte treffen Kinder besonders häufig

RS-Virus bei Kindern: Diese Symptome sollten Eltern kennen

"Wenn ein kleines Kind offensichtlich Schwierigkeiten beim Atmen hat, schnell atmet und insbesondere beim Ausatmen giemende Atemgeräusche hat, sind das Alarmsignale", sagt der Kinderarzt Ulrich Fegeler vom BVKJ. Giemen heißt: Beim Atmen zeigt sich ein pfeifendes, knisterndes oder zischendes Geräusch.

Neben Fieber und Husten ist laut dem Kinderarzt ein weiteres Anzeichen, wenn das Kind müder wirkt, als man es sonst kennt. Auch Probleme beim Füttern sollten Eltern ernstnehmen. So kann es laut Robert-Koch-Institut sein, dass das Kind Nahrung oder Trinken verweigert oder erbricht.

Auch interessant: Helfen diese zehn Ratschläge bei einer Erkältung wirklich?

Wie lange ist das RS-Virus ansteckend?

RSV-infizierte Personen können schon einen Tag nach der Ansteckung und noch vor Symptombeginn infektiös sein. Die Dauer der Ansteckungsfähigkeit beträgt in der Regel drei bis acht Tage und klingt bei immunkompetenten Patienten meist innerhalb einer Woche ab.

Passend dazu interessant: Grippe, Corona, Erkältung - So unterscheiden sich die Symptome

Verdacht auf RSV-Infektion beim Kind: So müssen Eltern reagieren

All diese Anzeichen sind Anlass genug, sie vom Kinderarzt oder der Kinderärztin oder gegebenenfalls auch in der Notfallambulanz abklären zu lassen, so der BVKJ.

Das RS-Virus kann für Kleinkindern fOTO. unter Umständen gefährlich werden.
Das RS-Virus kann für Kleinkindern fOTO. unter Umständen gefährlich werden.
FOTO: Gentsch/dpa/ symbol

2021

25. November 2021: Angespannte Lage in Magdeburgs Kinderkliniken: Welle von RS-Virus-Infektionen ebbt nicht ab - Die Lage in Magdeburgs Kinderklinken ist weiter angespannt. Die durch das RS-Virus ausgelöste Atemwegserkrankung breitet sich weiter aus. Viele Säuglinge und Kleinkinder sind schwer erkrankt.

18. November 2021: Gefahr durch RS-Virus und Corona: Etwa jedes zehnte Kind kommt in Deutschland zu früh zur Welt. Von dem holperigen Start ins Leben und den Risiken, die mit ihm einhergehen, berichten die Kinderärztinnen Karin Fleischer und Juliane Barleben vom Ameos Klinikum in Halberstadt.

18. November 2021: Husten, ein pfeifendes Atemgeräusch und Luftnot: In der Kinderklinik des Dessauer Klinikums müssen immer öfter kleine Kinder mit einem Atemwegsinfekt behandelt werden, der durch RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) ausgelöst worden ist. Der Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Stefan Fest, spricht von einer „saisonalen Epidemie“.

12. November 2021: Auch in Mansfeld-Südharz sind die Infektionen mit dem RS-Virus stark angestiegen, vor allem kleine Kinder sind gefährdet. Doch offenbar flaut das Geschehen wieder ab.

05. November 2021: Es ist zwar nicht neu, aber es verbreitet sich zunehmend: das RS-Virus. Wie bei Corona ist sein Ziel die Lunge. Und das Virus ist auch im Jerichower Land. Wer ist besonders gefährdet, wie kann man sich schützen?

05. November 2021: Wie gefährlich ist das in Sachsen-Anhalt grassierende RS-Virus für Kinder?

29. Oktober 2021: Wie ist die Situation im Ameos-Klinikum in Schönebeck? Kathrin Adam, aus der Ameos-Pressestelle, berichtet über die aktuelle RS-Virus-Lage im Salzland.

29. Oktober 2021Die Zahlen sind alarmierend. „Mehr als 50 Prozent unserer Akutkinderstation sind derzeit mit Kindern belegt, die an einer Infektion mit RS-Viren leiden“, erklärt Axel Schobeß, der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, am Merseburger Carl-von-Basedow-Klinikum.

29. Oktober 2021:  Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) hat auch im Altmarkkreis dafür gesorgt, dass die Kinderstationen an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen sind. Früher als in den Vorjahren sind Kleinkinder und Säuglinge von der Erkältungserkrankung betroffen. Kinderärztin Gabriele Telser von der Kinderklinik in Salzwedel erklärt, warum.

27. Oktober 2021: Es gibt immer mehr Kinder, die an einer RSV-Infektion leiden, das zeigen Daten des Robert-Koch-Insituts (RKI). Wie ist die Lage in Haldensleben? Und warum sind hier alle Kinderärzte zeitgleich im Urlaub?

27. Oktober 2021: Die Kinderkliniken in Sachsen-Anhalt sind derzeit voll mit Kindern mit dem RS-Virus - Vor allem für kleine Kinder könne dieser Infekt der oberen Luftwege gefährlich werden, sagte Schütte. Normalerweise steigen die RSV-Infektionen erst im November stärker an. Warum die Infektionslage aktuell so hoch sei, sei unklar, sagte der Lungenfacharzt aus Halle.

25. Oktober 2021: Kinder erkranken gegenwärtig verstärkt am so genannten RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus), einer nicht ungefährlichen Atemwegserkrankung. Das ist auch im Landkreis Wittenberg der Fall.

14. Oktober 2021: Hat die Corona-Pandemie mit geschlossenen Kindertagesstätten dem Immunsystem kleiner Kinder geschadet? „Das zeitlich frühe Auftreten der RS-Virusinfektionen ist untypisch und lässt sich auch damit erklären, dass sich das kindliche Immunsystem durch Kita-Schließungen oder einen eingeschränkten Kita-Betrieb nicht konditionieren konnte“, sagt Halles Amtsärztin Christine Gröger.

13. Oktober 2021Was Kinderärzte in Aschersleben zu Infektionen mit dem RS-Virus sagen. Viele Kinder holen „verpasste“ Infektionen nach.

11. Oktober 2021: Immer mehr Kinder werden mit teils schweren Atemwegserkrankungen in die Kliniken eingeliefert. Einige Einrichtungen in Sachsen-Anhalt sind bereits an der Kapazitätsgrenze. Grund ist der Respiratorische Synzytial-Virus (RSV), der viel früher als üblich auftritt. Mit einer Grippewelle im Winter könnte sich die Lage verschärfen. Auch Absagen von Operationen drohen.

05. Oktober 2021: RS-Virus und co.: Diese Infekte treffen Kinder besonders häufig. Das kindliche Immunsystem braucht Training. Erst der Kontakt mit Erregern verschiedenster Art macht es robust - hier gibt es einiges nachzuholen. 

20. September 2021: Kinderarzt warnt vor mehr schweren Verläufen: Viele Atemwegserkrankungen sind im vergangenen Winter kaum aufgetreten. Das gilt auch für das RS-Virus: Für bestimmte Gruppen unter den Kindern ist der Erreger nicht ohne Risiko.

17. September 2021: Neben Covid-19 gibt es auch andere Infektionskrankheiten. Aktuell machen sich besonders in den Praxen der Kinder- und Jugendärzte viele verschiedene Erreger wieder mehr als deutlich bemerkbar. „Noro- und Adenoviren, RSV und auch die älteren Varianten des Coronavirus bescheren uns viele kranke Kinder“, sagte Katharina Polter, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

04. August 2021: Nachdem die eigentliche Erkältungs-Saison nahezu komplett ausgefallen ist, plagen sich derzeit auffällig viele Kinder mit einer Erkältung. Trotz des Sommerwetters häufen sich derzeit auch in Sachsen-Anhalt die Schniefnasen. Es mache derzeit die Runde, bestätigen auch Kinderärzte. Auslöser ist in den meisten Fällen Respiratorische Synzytial-Virus (RS-Virus). 

Was ist ein RS-Virus bei Babys?

Das RS-Virus trifft am häufigsten Kleinkinder - kann aber auch bei Erwachsenen auftreten. Es handelt sich um eine Atemwegserkrankung. Bei Frühgeborenen und Säuglingen kann das RS-Virus einen schweren Verlauf nehmen. Frühgeborene, die an Lungenschaden leiden und auch Kinder mit Herzfehlern können an der Infektion sogar sterben, teilt Netdoktor.de mit.

Was bedeutet RS-Virus?

RS-Virus (oder auch RSV) steht für "Respiratorische Synzytial-Virus". Es handelt sich um einen Erreger, der dem Grippe-Virus ähnelt und sich im Atemtrakt ansiedelt.

Wie erkennt man das RS-Virus?

Betroffene haben meist Symptome, die an eine Erkältung erinnern. Wie zum Beispiel Schnupfen, Husten, Niesen oder auch Halsschmerzen.

Wie lange dauert eine RS-Virus-Infektion?

Ab dem ersten Tag sind Patienten, die an RS leiden, für etwa drei bis fünf Tage ansteckend. Die Dauer der Erkankung ist individuell. Meist dauert die Erkrankung drei bis zwölf Tage, wobei einige Symptome, insbesondere Husten, über mehr als vier Wochen anhalten können, teilt das Robert Koch Institut mit.