MTV Wittenberg

MTV Wittenberg : Volleyballer stoppen Talfahrt

Wittenberg - Regionalligist MTV schlägt CV Mitteldeutschland II locker 3:0.

Von Thomas Tominski 05.12.2016, 18:17

Die Volleyballer des MTV Wittenberg haben mit einem klaren 3:0-Heimsieg (25:14, 25:23, 25:15) gegen CV Mitteldeutschland II ihre Talfahrt beendet. Trainer Ulf Jonas betonte nach dem Schlusspfiff, dass seine Mannschaft keine sensationelle Leistung bringen musste, um den Gegner so deutlich in die Schranken zu weisen.

„Die Bundesliga-Reserve ist mit einem kleinen Kader angereist. Lediglich im zweiten Satz ist es Mitteldeutschland II gelungen, uns in die Bredouille zu bringen“, erklärte der 48-Jährige, dem gerade dieser zweite Satz Mut für die Zukunft macht. „Die Mannschaft hat den Spieß noch herumgedreht. Dies ist uns in den vergangenen Monaten selten gelungen.“

Jonas freute sich, dass der MTV am Sonnabend wieder als Team funktioniert hat und lobte noch zwei Akteure. Routinier Mario Mollenhauer und Marcus Kralisch haben in Annahme plus Angriff ihr Potenzial voll abgerufen.

Stammsechser bei MTV Wittenberg benannt

Vor dem Regionalliga-Match traf Jonas eine wichtige Entscheidung. Mit Raik Zischkale, Mario Mollenhauer, Marcus Kralisch, Christian Brückmann, Ralf Roßberg und Sven Belitz stellte er sechs Volleyballer aufs Parkett, die künftig das Start-Team bilden werden. „Alle haben sich mit guten Trainingsleistungen angeboten“, so der Coach, der hofft, dass mit der Benennung eines Stammsechsers mehr Kontinuität einzieht.

Die Frauen des MTV Wittenberg haben mit zwei Siegen souverän den ersten Platz in der Landesklasse Süd-Ost verteidigt. Das Team von Dirk Hannemann setzte sich beim Turnier in der Lutherstadt gegen den USV Halle und den TSV Reichardtswerben jeweils locker 3:0 durch.

Ebenfalls zweimal als Sieger marschierte die Reserve des MTV am Sonntag vom Parkett. Der Drittplatzierte schlug den TVC Eisleben 3:1 und bezwang danach die SG Einheit Halle II 3:0.

Für beide Teams aus der Lutherstadt geht es im Spielbetrieb am 8. Januar weiter. Dann steht auch das direkte Duell auf dem Programm. Gastgeber des Turniers ist Einheit Halle II. Die Truppe aus der Saalestadt ist Achter des Klassements, hat eine Partie gewonnen und sieben verloren. (mz/tt)

Der MTV erwischte am Sonnabend in der Stadthalle einen Start nach Maß und zog auf 14:8 davon. „Wir waren nicht besonders stark Der Gegner hat zu viele Aufgaben verschlagen“, sagte der 48-Jährige, der nach dem 23:11 wusste, dass in Sachen Gewinn des ersten Durchgangs nichts schief gehen kann. Nach dem Wechsel minimierten die Gäste ihre Fehlerquote und spielten auf Augenhöhe mit. Mitteldeutschland II ging in Führung (10:9) und ließ sich in der Folgezeit nicht abschütteln (16:15). Nach dem 21:21 wurde es für die Wittenberger richtig brenzlig.

„Dann haben wir uns zwei Fehler geleistet“, blickte Jonas zurück. Der MTV probierte es nach der Annahme mit zwei Hinterfeld-Angriffen - und hatte auf das falsche Pferd gesetzt! Jonas zog sofort die Reißleine, nahm eine Auszeit und wies seine Schützlinge darauf hin, dass sie in der Schlussphase auf geradlinige Kombinationen setzen sollen. Der MTV gewann vier Zähler in Folge und den zweiten Durchgang.

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, erklärte Jonas, denn gegen einen eher schwach auftretenden Kontrahenten sei es bitter, wenn am Ende kein 3:0 auf der Anzeigetafel steht. Der Trainer ist zudem überzeugt, dass seine Jungs mit der erfolgreichen Aufholjagd dem Gegner den Zahn gezogen haben. Denn nach dem Wechsel sei alles ratzfatz gegangen.

Klare Angelegenheit bei Spiel gegen CV Mitteldeutschland

Wittenberg zog sofort auf 5:1 davon, baute den Vorsprung weiter aus (11:4) und war beim 16:8 klar auf Kurs Heimsieg. „Christian Brückmann hat mich nach seiner fünfwöchigen Verletzungspause richtig überrascht“, so der Übungsleiter, denn der Angreifer habe auch mit sicheren Aufgaben Akzente gesetzt. „Die Angriffe der Bundesliga-Reserve hat meistens unser Block gestoppt“, ergänzte er.

Mit diesem Erfolg hat der Tabellenachte aus der Lutherstadt den Anschluss an das Mittelfeld hergestellt. Im letzten Spiel des Jahres stehen die Wittenberger am Sonnabend um 18 Uhr in der Stadthalle dem KSC „Asahi“ Spremberg gegenüber. Das Team aus dem Landkreis Spree-Neiße spielte bisher eine gute Saison und steht mit 17 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. „Spremberg gehört für mich ganz klar zum Kreis der Medaillenkandidaten“, meinte Jonas. Der 48-Jährige hofft, dass der Sieg gegen Mitteldeutschland II seinen Jungs genügend Selbstvertrauen verliehen hat, damit sie dem KSC Paroli bieten können. (mz)