Durs Grünbein erhält Erich-Loest-Preis Noch ein Wort an die Fans von Krenz
Der Schriftsteller und Büchnerpreisträger Durs Grünbein erhält in Leipzig den Erich-Loest-Preis 2026. Joachim Gauck hält die Laudatio.

LEIPZIG/MZ. - Am Ende seiner Preisdankrede richtet Durs Grünbein „ein Wort an die neuen Zonen-Sprecher aller Art“: an die „Revisionisten“, „die Fans von Egon Krenz“, die Autoren von DDR-Verklärbüchern, die neuerdings im Ausland Anklang finden, und an „die ostdeutsch-identitären Verleger von Zeitungen“, die ein „postpolitisches Publikum“ umnebeln. Diese alle, sagt der Schriftsteller, der sich als „Neunundachtziger“ bekennt, hätten, wenn sie von der DDR reden, mit den Büchern der Autoren zu rechnen, die in dieser Sache Klartext schrieben. Und der Büchnerpreisträger nennt unter anderen: Uwe Johnson, Walter Kempowski, Jürgen Fuchs – und immer wieder Erich Loest.
