Kundgebungen in Naumburg

Kundgebungen in Naumburg: Sprechchöre und Musik gegen Nazis

Naumburg - Politische Kundgebungen sieht Naumburg so oft nicht, und die der rechtsextremen Kleinstpartei „Der III. Weg“ soll möglichst auch deren letzte gewesen sein. Die Hoffnung von Friederike Harder vom Netzwerk „Weltoffenes Naumburg“, das am Freitagabend zusammen mit Linkspartei und Unterstützern aus Halle, Merseburg und Leipzig eine Gegendemonstration zum Nazi-Aufmarsch auf dem Holzmarkt organisiert hatte, kommt nicht von ungefähr, denn diesem standen mit über 200 Personen mehr als dreimal so viele gegenüber. „Ich denke, wir werden die hier nicht wieder sehen. Ich danke allen“, rief sie am Ende den Demonstranten ...

Politische Kundgebungen sieht Naumburg so oft nicht, und die der rechtsextremen Kleinstpartei „Der III. Weg“ soll möglichst auch deren letzte gewesen sein. Die Hoffnung von Friederike Harder vom Netzwerk „Weltoffenes Naumburg“, das am Freitagabend zusammen mit Linkspartei und Unterstützern aus Halle, Merseburg und Leipzig eine Gegendemonstration zum Nazi-Aufmarsch auf dem Holzmarkt organisiert hatte, kommt nicht von ungefähr, denn diesem standen mit über 200 Personen mehr als dreimal so viele gegenüber. „Ich denke, wir werden die hier nicht wieder sehen. Ich danke allen“, rief sie am Ende den Demonstranten zu.

Die Kundgebung der Rechtsextremen auf dem Holzmarkt war aus Sachsen angemeldet worden. Mit dem Motto „Kriminelle Ausländer raus! - Heimat schützen“ bediente sie bekannte Klischees von Überfremdung, des Verlustes deutscher Werte und so weiter. Die Gegendemo „Naumburg für Toleranz und Vielfalt“ hatte sich auf dem Beckerplatz organisiert und zog von dort in die Jakobsstraße.

Mit lauter Musik, Rasseln und Sprechchören wurde die Kundgebung der Rechten gestört. Beamte von Polizeirevier und Landesbereitschaftspolizei sorgten für reichlich Distanz zwischen den Lagern, zu Auseinandersetzungen kam es nicht. (mhe)