Finnelauf

Finnelauf : Ganz in Weiß flog der Schnee

Tauhardt - Das nennt sich dann wohl standesgemäß: Damit sich der als Stargast gekommene dreimalige Skisprung-Olympiasieger Jens Weißflog „bei uns so richtig wohlfühlt“, wie Moderator und Finne-Bürgermeister Detlef Hartung witzelte, fand der diesjährige Finnelauf am Sonnabend bei teilweise dichtem Schneetreiben statt - erstmals überhaupt in seiner Geschichte und ausgerechnet bei seiner 40. ...

Von Andreas Löffler

Das nennt sich dann wohl standesgemäß: Damit sich der als Stargast gekommene dreimalige Skisprung-Olympiasieger Jens Weißflog „bei uns so richtig wohlfühlt“, wie Moderator und Finne-Bürgermeister Detlef Hartung witzelte, fand der diesjährige Finnelauf am Sonnabend bei teilweise dichtem Schneetreiben statt - erstmals überhaupt in seiner Geschichte und ausgerechnet bei seiner 40. Jubiläumsauflage.

200 ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Was auf den ersten Blick zu einem Stimmungskiller für die Aktiven und auch für die erneut fast 200 ehrenamtlichen Helfer bei der traditionsreichen Laufveranstaltung hätte werden können, erwies sich letztlich als eine zwar besondere, aber eben auch zu bewältigende Herausforderung. Der sich trotz des Wintereinbruchs auf dem Sportplatz Tauhardt mehr als 500 Läufer und Nordic Walker stellten, darunter auch zahlreiche Teilnehmer der „Heimatentdecker“-Aktion unserer Zeitung. Angesichts der „Spezialeffekte beim Wetter“, wie Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Monika Ludwig launig anmerkte, stand das Thema Aufwärmen natürlich allenthalben im Fokus - bei der gemeinsamen Lockerungsgymnastik vor dem Start zu den Schulstaffeln ebenso wie an den wohlige Temperaturen verströmenden Heizpilzen im Zelt.

Apropos Schulstaffeln: Bei dem Wettbewerb für jeweils achtköpfige Teams der Klassenstufen 1 bis 4 setzte sich einmal mehr die erste Vertretung von der Grundschule Eckartsberga durch - und brachte damit nach dem dritten Gewinn in Folge den Wanderpokal endgültig in ihren Besitz.

Neben konditionellem Stehvermögen war beim 40. Finnelauf in besonderer Weise auch Trittsicherheit gefragt, denn der - rasch geschmolzene - Schnee hatte die Laufstrecke in eine regelrechte „Rutschbahn“ verwandelt. Viele Läufer sahen im Ziel aus, als hätten sie soeben beim Schlamm-Catchen mitgemacht.

„Ich bin froh, dass ich die Strecke von vorn laufen konnte“, meinte etwa 5,5-Kilometer-Seriensieger Felix Dreisow von der gastgebenden SG Finne Billroda schmunzelnd. „Die letzten drei Kilometer waren echt schlammig“, fanden auch Karin Zeise und Jana Lehmann (Empor Laucha). Die beiden flotten Frauen, die die 12,5-Kilometer-Distanz absolviert hatten, sprachen den Organisatoren gleichwohl ein dickes Kompliment aus: „Für das Wetter können die ja nix. Ansonsten lief alles wie am Schnürchen: Die Aufbewahrung der Wechselkleidung hat super geklappt; auch die Laufstrecke war top markiert. Wir kommen zur 41. Auflage gern wieder“, lautete beider Resümee.