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Zorbau überzeugt Blau-Weiß Zorbau gewinnt gegen Romonta Stedte mit 4:2

Von Tobias Schlegel 03.04.2016, 20:21
Zorbaus Mann des Tages gegen Romonta Stedten: Dreifachtorschütze Alexander Palme.
Zorbaus Mann des Tages gegen Romonta Stedten: Dreifachtorschütze Alexander Palme. Michael Thomé

Zorbau - Freunde des Offensivfußballs kamen am vergangenen Samstagnachmittag auf dem Sportplatz in Gerstewitz voll auf ihre Kosten. Viele Torchancen auf beiden Seiten und insgesamt sechs Tore gab es beim 4:2-Landesligasieg des SV Blau-Weiß Zorbau gegen Romonta Stedten zu bestaunen. Beide Teams schenkten sich die gesamten 90 Minuten nichts, so dass die 110 Zuschauer eine offene und umkämpfte Begegnung sahen. „Wir hatten am Ende etwas mehr Glück und individuelle Qualität durch Alexander Palme“, meinte Zorbaus Trainer Maik Kunze kurz nach dem Abpfiff. Denn über weite Strecken der zweiten Halbzeit sah es danach aus, dass es beim zwischenzeitlichen 2:2 bleiben würde. Den Gastgebern versagten im Angriff des Öfteren die Nerven und so manch einer wird sich sicher in die vergangenen Wochen zurückversetzt gefühlt haben, denn der Torabschluss war in letzter Zeit das große Manko auf Zorbauer Seite.

Zorbau nutzt eklatanten Fehler

Dass die Blau-Weißen schließlich doch noch jubeln konnten, lag auch an der Stedtener Hintermannschaft. Nach einem missglückten Rückpass der Gäste gelangte der Ball vor die Füße von Alexander Palme, der den Ball ins Tor zum 3:2 beförderte. Stedten-Keeper Christopher Kuhnt bekam das Leder zwar noch zu fassen, doch dieses hatte die Linie zuvor bereits mit vollem Umfang überquert.

Kurz darauf krönte Palme seine starke Leistung, als er nach einem schönen Anspiel von Jan Freudenberg, der an diesem Tag sein Startelfdebüt gab, zur Entscheidung einschob. Es war sein drittes Tor an diesem Nachmittag. In Halbzeit eins sorgte der Goalgetter mit einem Schlenzer zu der zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Ebenfalls in die Torschützenliste eintragen konnte sich noch Maik Witt, der nach einer Ecke zum 1:0 einköpfte und damit den Torreigen eröffnete. Vier Tore in einem Pflichtspiel gelang Zorbau zuletzt beim 6:0 gegen den VfL Halle II Mitte Oktober vergangenen Jahres. Ist der Offensivknoten nun also wieder geplatzt? „Das dachten wir schon nach dem Annaburg-Spiel“, so Kunze und darauf folgten dann eine 0:1-Heimniederlage gegen den SV Braunsbedra und ein 1:1 im Derby beim 1. FC Weißenfels.

Wenigstens gab es nun für die Zorbauer mal wieder einen Heimsieg zu bejubeln. Der erste, nach einer knapp halbjährigen Durststrecke, die jetzt jedoch wieder ihr Ende fand. Weil: „Wir haben am Ende unsere Chancen besser genutzt. Doch das Spiel hätte auch genauso gut anders ausgehen können“, mahnte Kunze, denn in der Verteidigung erwischten seine Schützlinge keinen wirklich allzu guten Tag. „Grundsätzlich haben wir hinten nicht gut gespielt. Vorne war es dagegen okay“, so der Zorbauer Trainer, der etwas ratlos wirkte, was sich seine Verteidiger an diesem Tag wohl gedacht haben. „Die Abwehrreihe ist von der ersten Minute an nicht gut ins Spiel reingekommen. Auf die langen Bälle von Stedten haben wir oft falsch reagiert und uns falsch bewegt. Das hat für ziemliche Unruhe gesorgt. Individuell war das nicht schlecht, doch die Abstimmung hat überhaupt nicht gepasst. Die Räume zwischen den Spielern waren zu groß und das hat Stedten gut ausgenutzt und ist so zu Chancen gekommen“, fasste Kunze die Abwehrleistung seiner Mannschaft zusammen.

Guter Einstand von Jan Freudenberg

Dennoch überwog an diesem Tag das positive und einen Anteil daran hatte auch Winter-Neuzugang Jan Freudenberg, der zum ersten Mal für die Landesliga-Elf überhaupt auflief und zuvor ein Pflichtspiel in der Landesklasse bei der Reserve absolvierte. Dabei war sein Einstand etwas aus der Not heraus geboren, weil Kunze auf der Außenbahn ein paar Alternativen fehlten. „Jan hat super gespielt und ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn 90 Minuten drauflassen kann. Er hat in den letzten Wochen fleißig trainiert und einen guten Eindruck hinterlassen, so dass ich mir gedacht habe, dass ich ihn mal bringen kann“, lobte Maik Kunze den 23-jährigen Mittelfeldspieler, der seinem Coach mit einer guten Leistung dankte. (mz)