Wolfsohnstiftung in Zeitz Zeitz ehrt junge Talente: Roksolana Pelekhata gewinnt 800 Euro – diese Künstler wurden mit ihr ausgezeichnet
Die Festveranstaltung fand Montagabend im Theater Zeitz im Capitol statt.

Zeitz/MZ/ANK. - Roksolana Pelekhata ist die Hauptpreisträgerin der diesjährigen Ehrung aus der Arthur-Wolfsohn-Stiftung. Die Festveranstaltung zur Preisübergabe fand am Montagabend im Theater Zeitz im Capitol statt.
Die 19-jährige Ukrainerin Roksolana Pelekhata lebt seit März 2022 in Zeitz. Sie war mit ihrer Familie kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf ihr Land aus ihrer Heimatstadt Ternopil geflüchtet.
Unterricht an der Kreismusikschule in Zeitz
„Durch ihre ungewöhnliche Lernbereitschaft und ihren beispiellosen Fleiß eignete sich die 19-Jährige in kürzester Zeit die deutsche Sprache an, die sie in Wort und Schrift sicher beherrscht und nahezu akzentfrei spricht“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Seit Sommer 2022 nehme die junge Ukrainerin an der Kreismusikschule Anna Magdalena Bach in Zeitz Unterricht im Fach Gesang in der Klasse von Mathias Büttner. Da bringe sie sich mit ihrer Stimme und Persönlichkeit voll ein, und so sei das Singen – egal ob im Bereich Rock und Pop oder im klassischen Gesang – für Roksolana zur natürlichen Lebensäußerung geworden. Der Hauptpreis ist mit 800 Euro dotiert.
Weitere Preisträger aus der Wolfsohnstiftung sind die Theatergruppe der CJD Christophorusschulen Droyßig (700 Euro), die Contemporary-Dance-Gruppe vom Tanzzentrum Zeitz (500 Euro), Johanna Andreas (Bildende Kunst, 300 Euro), Eva-Marie Kilian (Tanz, 200 Euro), Maddox Knechtel (Theater, 300 Euro), Adele Emilia Peukert (Tanz, 300 Euro), Nina Pfauter (Musik, 300 Euro).
Junge Talente aus Zeitz sollen sich Wünsche erfüllen können
Die Arthur-Wolfsohn-Stiftung gibt es seit 1997. Initiiert wurde sie von der Zeitzerin Herta Wolfsohn, der Schwiegertochter Arthur Wolfsohns. Er war Unternehmer jüdischer Abstammung, hatte Träume, doch er konnte sich diese nicht mehr erfüllen. Im Oktober 1944 wurde er im Konzentrationslager Auschwitz von den Nazis ermordet. Damit sich Wünsche und Träume junger Menschen in heutiger Zeit erfüllen können, errichtete Herta Wolfsohn im Gedenken an ihren Schwiegervater die Arthur-Wolfsohn-Stiftung.
Die Ehrung findet normalerweise am 12. Januar statt, dem Geburtstag von Arthur Wolfsohn. In diesem Jahr wurde die Ehrung aufgrund von vorhergesagtem Glatteis kurzfristig verschoben.