Riesenbärenklau

Riesenbärenklau: Giftpflanze breitet sich in Zeitz aus

Zeitz - Erobert der Riesenbärenklau nun doch Zeitz?

Von Angelika Andräs

Erobert der Riesenbärenklau nun doch Zeitz? Vor einigen Wochen gab es da noch keinen Alarm. Doch jetzt breiten sich verschiedene Neophyten, also Pflanzen, die hierzulande nicht heimisch sind und der heimischen Flora schaden, auch im Stadtgebiet aus. „So wächst auch der Riesenbärenklau seit einiger Zeit in der Umgebung“, bestätigt Pressesprecherin Susanne Janicke, „er ist sehr häufig an Straßen-, Wald- und Wegesrändern, aber auch an Flüssen und Bächen anzutreffen – also eher an wenig genutzten Flächen.“

Aber: Immer häufiger sind die Pflanzen mittlerweile auch in Gärten zu finden. Die Stadt Zeitz, Sachgebiet Öffentliches Grün und Baumschutz, erarbeitet daher aktuell eine Übersicht, die die Standorte des Riesenbärenklaus kartiert, um ihn gezielt bekämpfen zu können.

Quaddeln und Blasen durch Riesenbärenklau

Ein Kontakt mit dem Riesenbärenklau, insbesondere mit dem Saft dieser Giftpflanze, kann bei Menschen Verbrennungen der Haut mit schmerzhafter Quaddel- und Blasenbildung auslösen, die häufig erst nach mehreren Monaten wieder abheilen. „Tückisch ist, dass die Beschwerden oft erst Stunden nach dem eigentlichen Pflanzenkontakt einsetzen“, so Janicke, „sie dürfen also in keinem Fall berührt und nur mit Schutzkleidung und unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen entfernt werden.“

Um diese Gesundheitsgefährdungen für die Bürgerinnen und Bürger abzuwehren, sei die Bekämpfung der Giftpflanze notwendig. Und um alle ihre Standorte zu erfassen, sind Hinweise zum Vorkommen des Riesenbärenklaus auch von fachkundigen Bürgerinnen und Bürgern herzlich willkommen.

Riesenbärenklau ist gut zu erkennen

Der Riesenbärenklau ist ein sehr markantes Gewächs und daher gut zu erkennen: Er ist sehr groß und kann eine Größe von drei bis fünf Metern erreichen. Der Stängel der Pflanze gleicht einem Stamm, der bis zu einem Durchmesser von 10 Zentimeter anwachsen kann. Er ist stark behaart und hat kleine rote Flecken. Der Riesenbärenklau hat riesige Teller-Dolden, die ab dem zweiten Jahr weiß bis zartrosa blühen und einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimeter erreichen.

Auch die Blätter sind außergewöhnlich groß und bis zu einen Meter lang. Es gibt allerdings auch noch einen kleinen Bruder, den einheimischen Wiesenbärenklau. „Beide Pflanzen sehen sich zwar ähnlich“, meint Janicke, „der Wiesenbärenklau ist jedoch viel kleiner: maximal 1,50 Meter groß, grüner Stängel und Dolden von etwa 25 Zentimeter Durchmesser. (mz)