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Landkreis Wittenberg warnt Gefahr aus dem Wald für Hunde und Katzen

Nach einer Jagd bei Gräfenhainichen ist ein Hund an der Aujeszkyschen Krankheit erkrankt. Der Landkreis warnt vor dem hochansteckenden Virus, das vor allem von Wildschweinen übertragen wird und für Hunde und Katzen tödlich sein kann.

14.01.2026, 15:34
Wildschweine können Träger eines gefährlichen Virus' sein.
Wildschweine können Träger eines gefährlichen Virus' sein. (Foto: Lino Mirgeler/dpa)

Wittenberg/Gräfenhainichen/MZ. - Über eine tödliche Gefahr für Hunde und Katzen informiert online auf seiner Website der Landkreis Wittenberg. Demnach infizierte sich bei einer Gemeinschaftsjagd Ende November 2025 auf dem Gebiet der Stadt Gräfenhainichen ein Jagdhund mit der Aujeszkyschen Krankheit („Pseudowut“).

Der Hund erkrankte wenige Tage nach der Jagd und musste eingeschläfert werden. Untersuchungen bestätigten eine Infektion des Hundes mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit.

Welche Folgen eine Infektion haben kann

Die Aujeszkysche Krankheit wird durch ein Herpesvirus verursacht und befällt verschiedene Säugetierarten. Hauptwirt der Infektion sind den Angaben zufolge Wildschweine. Empfänglich sind unter anderem Hunde und Katzen, bei denen eine Infektion stets tödlich verläuft, heißt es weiter.

Bei Hunden komme es bei einer Infektion schnell zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung mit zentralnervösen Störungen, zu starkem Juckreiz und danach zum Tod des Tieres. Für Menschen sei die Aujeszkysche Krankheit ungefährlich, da sie für das Virus nicht empfänglich seien.

Bei Wildschweinen sei die Infektion mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit weit verbreitet, verläuft aber vielfach ohne Erkrankungsanzeichen.

So können Jäger ihre Hunde schützen

Infizierte Wildschweine bleiben lebenslang Virusträger. Untersuchungen im Rahmen des sogenannten Schwarzwildmonitorings im Landkreis Wittenberg ergaben, dass im Jahr 2023 30 Prozent, im Jahr 2024 38 Prozent und im Jahr 2025 37 Prozent der untersuchten Wildschweine Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit aufwiesen, also im Laufe ihres Lebens mit dem Erreger infiziert wurden.

Zum Schutz von Jagdhunden vor einer Infektion mit der Aujeszkyschen Krankheit sollten Jäger den unmittelbaren Kontakt des Hundes mit Wildschweinen auf das Notwendige beschränken. „Hunde sind grundsätzlich von Wildschweinkadavern fernzuhalten“, heißt es weiter. Ebenfalls sollten Hunde vom Streckenplatz sowie vom Ort des Aufbruchs ferngehalten werden. Auf keinen Fall dürften roher Aufbruch oder rohes Fleisch von Wildschweinen an Hunde verfüttert werden.