Lkw-Unfall in Weißenfels

Lkw-Unfall in Weißenfels: Naumburger Straße weiter gesperrt

Weißenfels - Nach einem spektakulären Unfall sorgt in den sozialen Netzwerken nun ein Überwachungsvideo für Aufsehen.

Von Alexander Kempf 05.10.2018, 07:00

Die Naumburger Straße in Weißenfels wird auch in den kommenden Tagen einseitig gesperrt bleiben. Ein Lastwagen ist dort am Dienstag in eine Hauswand gefahren. Erst wenn das dabei entstandene Loch zugemauert und die Statik des Gebäudes wieder hergestellt ist, kann die Straße wieder freigegeben werden, erklärt Stadtsprecherin Katharina Vokoun.

Somit bleibt die bereits eingerichtete Umleitung bestehen. „Trotzdem raten wir allen Autofahrern, die Stelle wenn möglich großräumig zu umfahren“, so Katharina Vokoun.

Besitzer will sein Haus retten

Der Hausbesitzer möchte das beschädigte Haus laut eines Bericht des MDR gerne retten. In den kommenden Tagen soll ein Statiker prüfen, inwieweit das überhaupt möglich ist. So muss etwa noch Putz abgeschlagen werden, um das ganze Ausmaß des Schadens besser erkennen zu können.

Innen wird das Gebäude bereits abgestützt, um den Druck auf die Wände zu verringern. Der Eigentümer schätzt den entstandenen Schaden auf rund 200.000 Euro. Bauleiter und Hausverwalter Sedat Tanriver vermutet im MDR-Beitrag, dass der Fahrer des Lastwagens eingeschlafen sein könnte.

Polizei prüft auch Überwachungsvideo

Die Ursache für das Unglück herauszufinden ist nun Aufgabe der Polizei. Laut Sprecher Dirk Seyffarth vom Polizeirevier des Burgenlandkreises soll nun unter anderem der Fahrtenschreiber des Lastwagens ausgewertet werden. Nicht entgangen ist der Polizei auch ein Video aus einer Überwachungskamera, das derzeit in den sozialen Netzwerken in Weißenfels kursiert. Es zeigt, wie der Lastwagen vor dem Unfall ohne sichtbare Fremdeinwirkung von der Straße abkommt und auf das Haus zurollt.

Der Winkel der Aufzeichnung spricht dafür, dass diese aus einer Überwachungskamera stammt, die an einem Nachbarhaus angebracht ist. Dessen Eigentümer hatte noch vor zwei Monaten in einem Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung versichert, mit den von zwei Kameras aufgezeichneten Daten sorgsam umzugehen und diese absolut vertraulich zu behandeln. Auf Nachfrage der MZ erklärt er nun, dass er sich in der Angelegenheit nicht weiter äußern wird. (mz)