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Kirchenschiff braucht bald ein neues Dach

Von REGINA RETZLAFF 19.02.2009, 17:09

FARNSTÄDT/MZ. - "Aber wir werden bei diesen Konzerten auf Künstler aus der näheren Umgebung zurückgreifen", so Dieter Lampe. "So toll das Weihnachtskonzert mit dem Wernigeröder Kinderchor auch war. Am Ende hatten wir einen Erlös von plus-minus-null. Denn sowohl der Chor selbst als auch der Bus, den wir für die An- und Abreise bezahlen mussten, kosteten die gesamten Einnahmen."

Und so können die Farnstädter und die anderen am Gotteshaus und der Musik interessierten Besucher sich zunächst auf ein Frühlingskonzert freuen. Dafür steht noch kein genauer Termin fest. Anders ist das für das Konzert am Vorabend des Kirchplatzfestes, das immer am ersten Juli-Wochenende stattfindet. In diesem Jahr ist das Konzert am 4. Juli. Für das Adventskonzert wiederum steht auch noch kein Datum fest. "Wir werden uns natürlich wieder am Tag des offenen Denkmals beteiligen", blickt Lampe in die Zukunft.

In der geht es vor allem darum, die notwendigen Gelder aufzubringen, um das Kirchenschiff-Dach zu sanieren. "Ein Drittel ist ja schon gemacht. Aber der Rest muss noch saniert werden. Dafür werden rund 150 000 Euro benötigt. Wir freuen uns deshalb über jede Spende. Die Gemeinde hat uns schon einen Zuschuss signalisiert." Der Verein, der sich 2001 gegründet hatte, hat allerdings auch schon eine ganze Menge erreichen können. Erst im vergangenen Jahr konnte zum Beispiel eine neue Holzflügeltür eingebaut werden. Stolz sind die Vereinsmitglieder darauf, dass eine Toilettenanlage gebaut werden konnte, so dass man nun gute Voraussetzungen hat, hier größere Veranstaltungen durchzuführen. "Wir wollen aber auch wieder christliches Leben in der Kirche etablieren. Eine Hochzeit gab es ja auch schon wieder", berichtet Dieter Lampe, dessen Ehefrau Eva jüngst wieder zur Vereinsvorsitzenden gewählt worden ist. Stellvertreter ist wieder Karl-Ernst Hoeres, Kassierer ist Adolf Ryll.

Gut angekommen seien in der Vergangenheit die Stammtische, die der Förderverein organisiert und durchgeführt hatte. Da ging es um die Zukunft der Kirche, die Zusammenarbeit von Fördervereinen, die sich um die Erhaltung von Dorfkirchen bemühen oder auch um die Arbeit dieser Vereine überhaupt. Der nächste Stammtisch soll nun am 19. März um 19 Uhr in der Sakristei der Kirche stattfinden. "Wir wollen dann das Thema Geschichte der Kirchenglocken der letzten 1 000 Jahre und mechanische Kirchturmuhren auf die Tagesordnung setzen. Als Referent konnte Christoph Schulz, der Orgel- und Glockenrevisor aus Magdeburg gewonnen werden", erzählt Dieter Lampe.

Wer gerne an diesem Stammtisch teilnehmen möchte, wer dort zudem seine Erfahrungen mit Kirchturmuhren einbringen will, der sollte Verbindung aufnehmen zum Förderverein über die Rufnummern 034776 / 2 13 84 oder 0163 / 3 91 69 30.