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Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst Streikaktion an der Uni Halle: Forderungen nach deutlich mehr Lohn

Erst vor der Uniklinik, nun vor der Universität: Erneut gab es in dieser Woche eine Streikaktion in Halle, um Druck zu machen in den Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst.

Von Denny Kleindienst 28.01.2026, 12:56
Vor der Uni Halle verschafften die Streikenden am Mittwoch ihrem Ärger Gehör.
Vor der Uni Halle verschafften die Streikenden am Mittwoch ihrem Ärger Gehör. (Foto: Denny Kleindienst)

Halle (Saale)/MZ. - Mitte Januar war die zweite Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder in Potsdam ohne ein verbindliches Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. Nach einem Warnstreik am Dienstag am Universitätsklinikum Halle folgte am Mittwoch deshalb nun eine Streikaktion auf dem Universitätsplatz in Halle, die rund hundert Teilnehmer zählte. Sie riefen: „Zusammen geht mehr.“

„Das trifft mehr als eine Million Arbeitnehmende an Hochschulen und rund 300.000 studentische Beschäftigte, denen die Tarifgemeinschaft deutscher Länder weiter einen Tarifvertrag verweigert“, teilt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit.

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Erik Wolf, Gewerkschaftssekretär bei Verdi, nannte es eine „Beleidigung“, dass die Arbeitgeberseite auch in der zweiten Runde kein Angebot vorgelegt und stattdessen erklärt habe, die Beschäftigten würden „vielleicht einen Inflationsausgleich und einen kleinen Schnaps obendrauf“ bekommen. Vom Uniplatz zog der Demozug weiter zum Steintor.

Gefordert wurde auch ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte.
Gefordert wurde auch ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte.
(Foto: Denny Kleindienst)

Die Gewerkschaft GEW fordert etwa für Lehrkräfte an Schulen, für Erzieher im Dienst der Länder oder auch für Hochschullehrende mindestens 300 Euro mehr Gehalt. Außerdem einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte sowie höhere Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten.