Regensburger StraßeRegensburger Straße: Nacht-Verbot für Laster auf Probe

Halle (Saale) - Um den Verkehrslärm einzudämmen, müssen Lkw künftig ab 22 Uhr einen Bogen um die Regensburger Straße machen. Der Testlauf dauert zuerst einmal vier Monate und beginnt im August.

Von Jan Schumann 03.07.2015, 19:04

In den Stadtteilen Radewell und Osendorf soll es nachts künftig leiser zugehen als bisher. Zumindest, wenn es nach dem halleschen Landtagsabgeordneten Thomas Keindorf (CDU) geht.

Er möchte erreichen, dass auf der wichtigsten Verbindungsstraße dieser Stadtteile, der Regensburger Straße, der Lastkraft-Verkehr eingeschränkt wird. Seinem Ziel ist Keindorf ein großes Stück näher gekommen, denn am Freitag verkündete er, was viele Anwohner seit Jahren hören wollen: Die Stadt Halle und der Saalekreis haben ihre Zusagen für eine nächtliches Lkw-Verbot gegeben.

Keine Lastwagen mehr auf der Regensburger Straße

Konkret geht es um dieses Konzept, das derzeit in der Verwaltung bearbeitet wird: Auf der Regensburger Straße sollen ab August keine Lastwagen mehr fahren dürfen, die 7,5 Tonnen und mehr wiegen. Diese Einschränkung soll in den Stunden von 22 bis 6 Uhr gelten.

Innerhalb der halleschen Stadtverwaltung ist die notwendige Anordnung für diese Änderung bereits am 30. Juni erfolgt, heißt es auf Seiten der CDU. Das bedeutet, dass in den kommenden vier bis sechs Wochen die nötigen Straßenschilder montiert werden. „Die Tonnage-Begrenzung auf 7,5 Tonnen soll zunächst vier Monate probeweise umgesetzt werden“, sagt Keindorf. Aus den Verwaltungen der Stadt Halle und des Saalekreises gab es bisher keine offizielle Bestätigung der Neuregelung.

Verkehrsbrennpunkt im Süden der Stadt

Die Regensburger Straße gilt als einer der Verkehrs-Brennpunkte im Süden der Stadt, eine Neuregelung der Lastwagen-Verkehrs war über Jahre hinweg regelmäßig im Gespräch - in erster Linie, um die Anwohner vor dem Verkehrslärm zu schützen. Ein Heruntersetzen der erlaubten Höchstgeschwindigkeit vor drei Jahren brachte etwas Abhilfe. Keindorf bemängelte dennoch, dass der „durch den überregionalen LKW-Schwerlastverkehr verursachte Verkehrslärm nach wie vor für das Übersteigen der zulässigen Lärmgrenze im Wohngebiet verantwortlich“ ist.

Eine Verschärfung dieser Situation wird im Verkehrsentwicklungsplan 2025 der Stadtverwaltung prognostiziert. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass nach Fertigstellung der Osttangente 2017 die Verkehrsbelastung in den Stadtteilen Ammendorf, Radewell und Osendorf steigen wird. (mz)