2. Regionalliga2. Regionalliga: Darum überraschen die Rhinos aus Halle

Halle (Saale) - Ein entspannter Platz im Tabellenmittelfeld? Von wegen! Die Zweitregionalliga-Basketballer des USV Halle sind ihrem Saisonziel weit voraus.

Von Daniel George 05.11.2016, 22:12

Ein entspannter Platz im Tabellenmittelfeld? Von wegen! Die Zweitregionalliga-Basketballer des USV Halle sind ihrem Saisonziel weit voraus.

Nach fünf Partien belegen die Rhinos den dritten Rang. Nur dem Vorjahresmeister und Spitzenreiter Tiergarten Berlin musste sich der USV bislang geschlagen geben. Vor dem Heimspiel am Samstagabend um 19 Uhr in der Sporthalle an der Robert-Koch-Straße gegen den VfB Hermsdorf analysiert die MZ die Gründe für den Höhenflug der Nashörner:

Der Trainer

Philipp Streblow übernahm im Sommer das Amt des langjährigen Trainers Alexander Brumme. Der 29-Jährige hat frischen Wind in das Rhinos-Team gebracht. Für den jungen Familienvater schloss sich ein Kreis: Beim USV begann einst seine Trainerlaufbahn. In den vergangenen Jahren stand Streblow im Nachwuchsbereich des Mitteldeutschen Basketball Clubs (MBC) an der Seitenlinie. Er versteht es, Jugendspieler ins USV-Team zu integrieren.

Pelaj und Freimuth

Die Topscorer des USV. Aufbauspieler Nderim Pelaj erzielt im Schnitt starke 27,2 Punkte pro Partie. Flügelspieler Hanno Freimuth kommt auf 17 Zähler. Beide haben bereits höherklassig gespielt, sind im Grunde viel zu gut für die zweite Regionalliga. Gut für die Rhinos, denn Pelaj und Freimuth können Partien im Notfall auch alleine entscheiden. „Sie machen es für die anderen offensiv leichter“, meint Coach Streblow.

Die jungen Wilden

Zum Rhinos-Kader gehören in dieser Saison vier junge Korbjäger, die gleichzeitig beim MBC ausgebildet werden. Das tut der Trainingsbeteiligung gut, das tut dem Spiel des USV gut. Zwei stechen derzeit heraus: Center Lukas Scholz und Flügelspieler Pierre Klaus. Jüngstes Beispiel: Beim klaren 104:80-Derbysieg gegen die Baskets Wolmirstedt überzeugte Klaus mit 13 und Scholz mit zehn Punkten. „Sie passen vom Spielertyp und von der Mentalität genau ins Team“, sagt Streblow.

Das Rollenverständnis

Ein Team, ein Ziel: Basketballspiele gewinnen. Die Topscorer punkten, werden von anderen Etablierten unterstützt. Die Defensivspezialisten verteidigen exzellent. Der Nachwuchs traut sich etwas zu. Ergänzungsspieler verzichten auf Nörgeleien, feuern lieber ihre Mitspieler an, spielen ihre Stärken aus. „Wir haben Spieler, die ackern wie verrückt, auch wenn sie nicht so viel punkten“, freut sich Streblow. „Jeder weiß, was er zu tun hat. Das zieht sich durch die Bank weg.“ Und führt zum Erfolg. (mz)