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Teure „Gebühren“ bezahlt Sechsstelliges Erbe und ein Haus in Kanada - Frau aus Dessau-Roßlauf fällt auf Betrüger herein

59-Jährige aus Dessau-Roßlau hat über 3.000 Euro verloren, weil sie einer Internet-Bekanntschaft vertraute und auf viel Geld hoffte.

17.01.2026, 14:00
Die Betrüger meldeten  sich mit immer neuen „Gebühren“.
Die Betrüger meldeten sich mit immer neuen „Gebühren“. Foto: DPA

Dessau/MZ. - Eine 59-jährige Frau aus Dessau-Roßlau ist auf eine Internetbetrügerin hereingefallen und hat mehrere tausende Euro eingebüßt. Die Geschädigte wurde Anfang November 2025 über einen Messengerdienst von einer Frau kontaktiert, die angab, sich in einem Krankenhaus im europäischen Ausland aufzuhalten. Sie erklärte, dass sie einen Erben für eine Geldsumme im mittleren sechsstelligen Bereich sowie ein Haus in Kanada suche, da sie das Erbe sonst an den Staat abtreten müsse.

Die Frau ließ sich darauf ein – und bekam bald darauf Gebühren präsentiert, die für die Abwicklung der gesamten Transaktion angeblich anfallen würden. Im Verlauf der nächsten Tage und Wochen meldeten sich immer wieder Personen, die sich gegenüber der Frau aus Dessau-Roßlau unter anderem als Notar und Bankmitarbeiter ausgaben, und forderten diese immer wieder auf, Überweisungen auszuführen, um neue Gebühren zu begleichen. Insgesamt überwies die 59-Jährige mehr als 3.000 Euro auf die angegebenen Konten, ohne jedoch eine Gegenleistung dafür zu erhalten.

Da die Forderungen jedoch nicht stoppten und immer wieder neue Zahlungsaufforderungen eingingen, entschloss sich die Frau in dieser Woche auch auf Anraten ihres Partners, die Zahlungen einzustellen und die Polizei zu informieren. Die ermittelt nun wegen Betruges.