Kreisverband Dessau-Roßlau

DRK Dessau-Roßlau: Kreisverband meldet Insolvenz an

Dessau - Hintergrund sind anhaltend wirtschaftliche Probleme. Bereits in der Vergangenheit hatte es im Kreisverband rumort.

Von Lisa Garn

Der Kreisverband Dessau des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat Insolvenz beantragt. Wie erst jetzt bekannt wurde, war der Antrag bereits am Freitag vergangener Woche beim Amtsgericht Dessau-Roßlau gestellt worden.

Hintergrund sind anhaltend wirtschaftliche Schwierigkeiten, die auch nach dem Wechsel im Vorstand nicht beseitigt werden konnten. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Nico Kämpfert aus Magdeburg mit.

Geschäftsbetrieb wird vorerst fortgeführt

Der Geschäftsbetrieb werde vollumfänglich fortgeführt. Die Belegschaft und der Betriebsrat seien am Montag über die aktuelle Lage informiert worden. Der Kreisverband soll nun mit einem Insolvenzplan neu strukturiert werden.

Der Kreisverband Dessau des DRK hat derzeit rund 2.000 Mitglieder. 80 Mitarbeiter und etwa 160 ehrenamtliche Helfer sind in der Stadt Dessau-Roßlau und Umgebung im Einsatz.

Wesentliche Leistungen sollen erhalten bleiben

Ob mit der Neustrukturierung Arbeitsplätze oder Leistungen abgebaut werden, wurde nicht mitgeteilt. „Die ganz wesentlichen Leistungen können und wollen wir für die Stadt und die Region erhalten“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter-Klaus Möller zu den Zukunftsaussichten.

Bereits in der Vergangenheit hatte es im Kreisverband rumort. So war Kritik an der Führung des Verbandes laut geworden. Auch der Landesverband sah sich genötigt, einzugreifen. Die Geschäftsführerin war beurlaubt worden. Im Januar 2015 waren Vorstand und Geschäftsführung neu gewählt worden. (mz)