Vereinshaus statt Parkplatz?

Abriss des Loheland-Hauses im Stadtpark Alte Bibel: Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen kämpft gegen Ratsbeschluss

Bernburg - Die Stadtratsfraktion der Bündnisgrünen setzt sich weiter für den Erhalt des Lohelandhauses am Rand des Bernburger Stadtparks Alte Bibel ein. Dies ist Inhalt eines Offenen Briefes an Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos), der im MZ-Neujahrsinterview sagte, dass ihm die Belebung der denkmalgeschützten Wilhelmstraße wichtiger erscheint als der Erhalt eines Einzeldenkmals.

Von Torsten Adam

Die Stadtratsfraktion der Bündnisgrünen setzt sich weiter für den Erhalt des Lohelandhauses am Rand des Bernburger Stadtparks Alte Bibel ein. Dies ist Inhalt eines Offenen Briefes an Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos), der im MZ-Neujahrsinterview sagte, dass ihm die Belebung der denkmalgeschützten Wilhelmstraße wichtiger erscheint als der Erhalt eines Einzeldenkmals.

Der Stadtrat hatte sich mehrheitlich für den Abriss des unter Denkmalschutz stehenden und stark sanierungsbedürftigen Holzhauses ausgesprochen, um dort Parkplätze bauen zu können. Sie sollen insbesondere den Stellflächen-Engpass an der Wilhelmstraße beseitigen.

Buhmann schlägt ein offenes Vereinshaus vor

Über die beantragte Abbruchgenehmigung ist noch nicht entschieden. Nach Auffassung von Grünen-Fraktionschef Erich Buhmann ist die derzeitige Umgestaltung der Alten Bibel ein idealer Zeitpunkt, um „das minimal sanierte Lohelandhaus als offenes Vereinshaus in die erweiterte Parkanlage“ zu integrieren.

Er behauptet: „Soweit wir die Bevölkerung von Bernburg einschätzen, werden Parkplätze an dieser Stelle anstelle einer Parkanlage nicht akzeptiert“. Erich Buhmann plädiert stattdessen für Markierungen auf der Wilhelmstraße zur Optimierung der Stellflächenzahl, ebenso auf dem Rheineplatz, sollte dieser nicht zeitnah grundlegend umgestaltet werden.

Grüne fordern außerdem Carsharing und bessere Radwege

Weitere Forderungen der Grünen-Fraktion an die Stadt sind die Etablierung von Fahrrad- und Carsharing-Angeboten, eine Überarbeitung des Radwegekonzeptes und eine beschleunigte Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Und, so sagt Erich Buhmann weiter: „Es sollte wohl untersucht werden, ob nicht doch ein weiterer Park-and-Ride-Parkplatz notwendig ist, obwohl doch der an der Flutbrücke nicht ausgelastet ist.“ (mz)