Tulpensonntagsumzug Fast wie in Kölle am Rhein: Unsere Bilder vom Karnevalsumzug in Aschersleben
Über 1.100 Mitwirkende gestalten den Karnevalsumzug des ACC Union durch Aschersleben. Was einige Besucher und Mitwirkende sagen und welche Kosten der Verein hat.

Aschersleben/MZ - Wummernde Bässe, Party-Hits kommen von großen Festwagen mit Musikboxen. Bunt gekleidete Karnevalisten winken fröhlich in die Menge am Straßenrand. Sie tanzen auf ihren Wagen und werfen Kamelle in Richtung Straße. Tausende säumen zum Tulpensonntagsumzug des Ascherslebener Carneval Club ACC Union gut gelaunt die Straßen. „Es ist einfach schön, mal richtig Stimmung. Der Alltag ist doch schlimm genug“, findet Lothar Schröder aus Mehringen.
Kirsten Fleischer ist mit ihrem Werdershausener Carneval Verein dabei. „Früher waren wir in Dessau, Aschersleben ist schöner.“ Das „Golddorf“ Westdorf um Ortsbürgermeister Ronny Küster hat einen Wagen aller Vereine mitgebracht.



Martin Schwemmer, der den Umzug leitet, nennt elf Karnevalvereine, Firmen, andere Vereine, Kitas, Schulen und Fangruppen – insgesamt 35 – mit 1.133 Akteuren. Manch einer wundert sich, dass es ein American-Football-Team, die Salzland Racoons, im Kreis gibt, oder staunt über die Spürhunde.


„In Magdeburg gibt es ja gar keinen Umzug, deshalb sind wir hier“, sagt Christine Wimberg die als Sally aus „Nightmare Before Christmas“ am Rand steht. Im Tross der Friedrichsauer Karnevalisten ist Seeland-Bürgermeister Robert Käsebier unterwegs. „Ich finde es sehr gut, dass so viele Vereine hier sind. Nur zusammen kann man was erreichen“, sagt er.
„Einfach schön“, findet Christine Schöpe aus Aschersleben. Bernhard Hampel sieht gern die Umzüge und betont: „Es ist ein Erlebnis.“



Nach dem Umzug treffen sich alle am Johannisturm, wo noch ein zweistündiges Programm des ACC wartet. „Beim Karneval sind wir alle hier“, sagt Matthias Schmidt aus Frose. „Wenn wir uns treffen, ist es Freude und immer eine Party“, findet Jörg Holland und dankt Umzugsleiter Martin Schwemmer. „Es macht Spaß, die Leute zu vereinen“, betont er und Schmidt unterstreicht die Wichtigkeit, den Umzug am Leben zu erhalten.“ Holland lobt die Helfer von ASB, Polizei und Ordnungsamt.




Sicherheit wurde großgeschrieben. „Es sind 18 Sperrautos unterwegs. Wir haben einen Sicherheitsdienst engagiert, der auch Streife läuft und Personenkontrollen durchführt“, berichtet Schwemmer. Auf bis 14.000 Euro schätzt er die Kosten des Umzugs aufgrund der Sicherheit.
Erstmals wurde eine Teilnahmegebühr von den teilnehmenden Karnevalsvereinen und Unternehmen erhoben. Aber da kämen nur 1.500 Euro zusammen. „Wir müssen überlegen, ob wir das noch so machen können“, sagt er.