Wurf-Elite in Sachsen-Anhalt Wurf-Elite in Sachsen-Anhalt: Hier treffen sich im Mai und Juni die Spitzensportler

Halle (Saale) - Noch sind Deutschlands Leichtathletik-Asse im Trainingslager an der türkischen Mittelmeer-Küste, arbeiten am Formaufbau für die Weltmeisterschaft in Doha. Doch nun richtet sich der Fokus der Elite sich auf Sachsen-Anhalt. Für einen guten Monat wird das Land zum Mekka vor allem für Spitzenwerfer aller Disziplinen. Die nationalen Größen, aber auch internationale Stars der Szene, messen sich bei drei Leichtathletik-Meetings im Land. Es sind die ersten großen Formvergleiche im WM-Jahr und Gelegenheiten, die lästige Pflicht der Norm-Erfüllung frühzeitig abzuhaken.
Am 24. Mai startet Sole Cup in Schönebeck
Den Auftakt macht am 24. Mai der Sole Cup in Schönebeck. „Im Diskuswurf ist die nationale Spitze fast vollständig am Start“, sagt Organisator Hans-Peter Bischoff über das Wurfmeeting. Bei den Männern schleudern Olympiasieger Christoph Harting und der Dritte von Rio Daniel Jasinski die Scheibe, bei den Frauen Vize-Europameisterin Nadine Müller aus Halle. Weitere große Namen, die in Schönebeck starten: Der amtierende Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler und Kugelstoß-Dominator David Storl.
Der Sole Cup in Schönebeck am 24. Mai wird im Union-Stadion ausgetragen. Die Hauptwettkämpfe starten um 16.40 Uhr. Tickets gibt es für 7,50 Euro.
Die halleschen Werfertage werden am 1. und 2. Juni ausgetragen. Die Stars starten am ersten Wettkampftag. Eintritt zehn Euro.
Das Anhalt-Meeting startet am 14. Juni um 18.30 Uhr im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion. Sitzplatz-Karten im Vorverkauf kosten 15 Euro bei www.ticket-master.de.
Hallesche Werfertage am 1. und 2.Juni
Das Kraftpaket vom DHfK Leipzig wird auch bei den halleschen Werfertragen am ersten Juni-Wochenende das Feld der Kugelstoßer anführen. Der nationale Held hat mit den US-Amerikaner Darrell Hill und Joe Kovacs, beides 22-Meter-Stoßer, aber hochkarätige Konkurrenz. „Da könnten vier, fünf Athleten die 22 Meter knacken“, sagt René Sack, Wurf-Trainer in Halle und Mitorganisator der Werfertage.
Kugelstoß-Spitzenweiten sind auch von Christina Schwanitz zu erwarten, die in Halle ihren Freiluft-Saisoneinstand gibt. Auch das Feld der Diskus- und Hammerwerfer soll hochklassig werden. Nur die Speerwurf-Elite macht einen Bogen um Halle. „Das ist eine Geldfrage. Wir können nur ein bestimmtes Limit ausgeben“, erklärt Sack. „Dazu müssen die Wettkämpfe auch in den Plan der Athleten passen.“
„Man kann von einer vorgezogenen Weltmeisterschaft sprechen“
Und die Speerwerfer favorisieren Schönebeck und Dessau. Dort endet am 14. Juni mit dem Anhalt-Meeting die hochklassige Wettkampf-Folge in Sachsen-Anhalt. In Dessau verspricht das Duell zwischen Röhler und seinem nationalen Dauerrivalen und amtierenden Weltmeister Johannes Vetter die größte Strahlkraft. „Da wird so viel Qualität wie noch nie vor Ort sein“, sagt Meetingdirektor Ralph Hirsch und meint nicht nur das Duell der Speerwurf-Größen. „Man kann von einer vorgezogenen Weltmeisterschaft sprechen.“
Tatsächlich wird sich schon in Sachsen-Anhalt zeigen, wer im WM-Jahr Medaillen-Format hat. (mz)