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Tischtennis in Prettin Tischtennis in Prettin: Ungewissheit geht weiter

Von Annette Schmidt 18.01.2021, 10:41
Die Prettiner Tischtennisspieler belegen in der Landesliga aktuell den Platz fünf.
Die Prettiner Tischtennisspieler belegen in der Landesliga aktuell den Platz fünf. TTC Prettin

Prettin - Das Tischtennisjahr begann für den vom TTC 48 Prettin verheißungsvoll. Frank Schulze und Matthias Weiß hatten sich für die Landesmeisterschaften der Senioren in Osterburg im Einzel im Doppel qualifiziert.

Hochklassige Gegner

Vor ihnen lagen viele Spiele gegen hochklassige Gegner. „In der Altersklasse gibt es Schwankungen von zehn Jahren. Wir sind also gegen jüngere Teams, die normalerweise sogar in der Verbandsliga spielen, angetreten“, erinnert sich Weiß an das Wochenende in der Landessportschule. Im Doppel traten die Prettiner gegen 48 Paare an und errangen einen guten dritten Platz.

Auch in den Einzelpartien behielten sie die Nerven, und beide kamen bis in die K.o.-Spiele. Schulz schied zwar im Viertelfinale als Siebter aus, konnte aber Weiß noch bis ins Halbfinale anfeuern, der wieder einen guten Bronzeplatz gewann.

Mehr noch als über die guten Platzierungen freuten sich die Athleten darüber, dass sie sich durch ihre Ergebnisse für die Mitteldeutschen Meisterschaften Ende März qualifiziert hatten. „Wir haben uns sehr auf die Wettkämpfe gegen hervorragende Spieler gefreut“, so Weiß, dessen Bedauern über die coronabedingte Absage der Meisterschaft ebenso groß war wie die Begeisterung über die Qualifizierung.

Neben dieser Absage kamen auch die Punktspiele in der Landesliga und das Training vollkommen zum Erliegen. „Das war eine schmerzvolle Zeit, auch wenn wir mit Platz acht in der Landesliga unser angestrebtes Ziel für die Saison erreichten und uns ein weiteres Jahr in der Spielklasse sicherten“, so der Vereinsvorsitzende. Bis Mitte Mai, als Sport wieder betrieben werden konnte, erarbeitete der Verein ein Hygienekonzept.

„Wir fanden uns gern damit ab, Tische zu desinfizieren, uns in Listen einzutragen und nicht mehr nach dem Training zu duschen, wenn wir dafür wieder ein Vereinsleben hatten.“ Anfang September begann die neue Saison ohne die gewohnten Doppelspiele zum Auftakt des jeweiligen Mannschaftskampfes. Diese Regelung stellte sich aber für die Prettiner als Vorteil heraus. Denn sie starteten in die Saison mit sehr guten Platzierungen und tollen Spielen mit guten Leistungen.

Anfang Oktober kam dann der nächste heftige und vollkommen unvorhersehbare Rückschlag. „Wir hatten am Donnerstag noch ganz normal trainiert, und am Freitag kam dann die Nachricht, dass die Turnhalle Prettin aufgrund der Statik sofort geschlossen werden muss“, erinnert sich Weiß auch an das mulmige Gefühl, welches er hatte und auch die Sorgen, die mit der Schließung einhergingen. „Das Training abzusagen, war noch unproblematisch, aber die nächsten Spiele waren bereits angesetzt. Wo die stattfinden sollten, war ein schwieriges Unterfangen.“

Durch die schnelle und unbürokratische Hilfe der Großtrebener konnte der Verein deren Halle beziehen. „Da wir dort einen Sieg gegen Oranienbaum und ein Unentschieden gegen Staßfurt erzielten, wird uns diese Zeit in guter Erinnerung bleiben“, fügt Weiß seinen Dank an die Nachbarn aus Großtreben hinzu.

Sieg in der letzten Partie

Am 24. Oktober durfte der TTC 48 wieder ein Heimspiel in seiner Halle austragen und nutzte den Heimvorteil gleich zu einen deutlichen 9:3-Sieg gegen Köthen. Es sollte das letzte Spiel für die Prettiner werden, da Corona sie ein weiteres Mal ausbremste. Zurzeit stehen die Prettiner Männer in der Tabelle auf Platz fünf, da jedoch einige Mannschaften weniger Spiele ausgetragen haben und es aufgrund des Coronajahres vier Absteiger geben wird, ist die Lage sehr ungewiss.

„Unser Ziel ist es, in der Landesliga zu verbleiben, aber im Moment ist alles rein spekulativ“, sagt Weiß mit Blick auf ein turbulentes Jahr voller Höhen und Tiefen. (mz)