Nach Tötung von Drogenboss Wegen Unruhen: Wasserspringer-Weltcup in Mexiko abgesagt
Mexiko wird von Unruhen gebeutelt. Das hat nun auch Auswirkungen auf einen Weltcup.

Zapopan - Wegen der jüngsten Gewalteskalation in Mexiko ist der Weltcup der Wasserspringer in Zapopan abgesagt worden. Der Dachverband World Aquatics traf die Entscheidung zusammen mit den mexikanischen und lokalen Organisatoren. Eigentlich sollte das Event von 5. bis 8. März steigen.
Zapopan liegt in der Nähe der Millionenstadt Guadalajara in dem besonders von den Unruhen betroffenen Bundesstaat Jalisco. Nach der Tötung des mächtigen Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes durch das Militär war es in dem Land zu heftigen Unruhen, Anschlägen und Brandstiftungen gekommen.
DSV begrüßt Absage
„Die Sicherheit unserer Aktiven hat für uns oberste Priorität, deshalb unterstützen wir die Entscheidung von World Aquatics“, sagte Christian Hansmann, der Vorstand Leistungssport des Deutschen Schwimm-Verbands, in einer Mitteilung. Wichtige Nationen hatten sich gegen den Weltcup ausgesprochen. Die Lage in Mexiko ist derzeit vor allem in Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer ein heftig diskutiertes Thema.