Skifliegen Olympiasieger Raimund wartet weiter auf ersten Weltcupsieg
Ein guter zweiter Sprung reicht nicht. Der Gewinner in der Steiermark ist keine Überraschung.

Bad Mitterndorf - Olympiasieger Philipp Raimund muss weiter auf seinen ersten Skisprung-Weltcupsieg warten. Der 25-Jährige, der bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo von der Normalschanze überraschend Gold gewonnen hatte, wurde beim Skifliegen am Kulm im österreichischen Bad Mitterndorf Sechster. Sieger wurde der dominierende Weltcup-Spitzenreiter Domen Prevc (Slowenien) hauchdünn vor dem Österreicher Stephan Embacher.
Raimund war nach dem ersten Durchgang mit 203,5 Metern Zehnter und konnte sich mit dem zweiten Sprung über 209,5 Meter noch um vier Ränge verbessern. „Ich bin damit voll zufrieden. Ich habe einige Schritte nach vorne gemacht“, sagte Raimund in der ARD. Am Sonntag (13.30 Uhr) gibt es für den Olympiasieger im zweiten Skifliegen die nächste Chance.
Raimund hatte im Vorjahr bekanntgegeben, dass er lange Zeit beim Skifliegen unter Höhenangst litt. Nach einer Zusammenarbeit mit einem Mentaltrainer hat er dieses Problem überwunden und ging Ende Januar bei der Skiflug-WM erstmals wieder an den Start. In seiner Heimat Oberstdorf belegte er Rang 13.
Hinter Raimund kam Andreas Wellinger als zweitbester Deutscher auf Platz neun. Karl Geiger, bei Olympia nicht dabei, sprang auf Platz 20 und war damit nicht zufrieden. „Das Gefühl in der Luft war nicht da“, sagte Geiger nach seinen beiden Versuchen. Felix Hoffmann (32. Platz), Luca Roth (34.) und Pius Paschke (37.) verpassten den zweiten Durchgang.
Vor dem ersten von zwei Skifliegen in der Steiermark wurden die Norweger Benjamin Östvold und Isak Andreas Langmo ebenso der Slowene Anze Lanisek wegen Unregelmäßigkeiten am Anzug disqualifiziert.