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Seniorenfußball  Seniorenfußball : Zweite schlägt die Oldies

25.07.2018, 12:40
Die Bad Kösener Alten Herren bekamen von den Firmen Felssicherung Simon aus Naumburg und Geobrugg (Schweiz) neue Poloshirts spendiert.
Die Bad Kösener Alten Herren bekamen von den Firmen Felssicherung Simon aus Naumburg und Geobrugg (Schweiz) neue Poloshirts spendiert. T. Biel

Naumburg - Trotz der Hitze und den allerorts ultratrockenen Rasenplätzen rafften sich kürzlich wieder etliche Seniorenfußball-Mannschaften zu freundschaftlichen Vergleichen auf. Nicht zur Austragung kam indes die Begegnung Wohlmirstedter SV - Fortuna Bad Bibra, da die Fortunen erneut keine vollzählige Mannschaft zusammenbekommen konnten.

Blau-Weiß Bad Kösen Alte Herren - Blau-Weiß Bad Kösen II 1:3 (1:3).

Im vereinsinternen Duell standen sich die routinierten und die jüngeren Kicker gegenüber. Nach einem schnell angelegten Konter war es Mirko Bönicke (21.), der mit einem Schuss genau in den Winkel für die Führung des Männer-Reserveteams sorgte. Das aber stachelte die Oldies an, und nach einem langen Ball konnte Oliver Kloskowski noch einen Abwehrspieler tunneln und zum zwischenzeitlichen 1:1 (27.) einschießen. Marcel Röse-Oberreich setzte sich dann aber nur vier Minuten später energisch in der Abwehr der Alten Herren durch und brachte die Zweite mit einem Schuss ins lange Eck (31.) erneut in Führung. Fast mit dem Halbzeitpfiff wurde diese sogar ausgebaut, als Ricardo Alf das Leder unglücklich an die Hand sprang, so dass es zu einem Elfmeter kam, den Roberto Keck eiskalt zum 3:1 (35.) verwandelte. Im zweiten Abschnitt war es nur noch ein Spiel zwischen den Strafräumen ohne große spielerische Höhepunkte.

SpVgg99-Weißenschirmbach/

Reinsdorfer SV - Eintracht Lossa 4:0 (1:0).

Die Lossaer lösten ihr Versprechen ein und traten bei der Kombination an. Dabei kämpften die Gäste lange tapfer, hielten die Partie offen, mussten sich am Ende aber dennoch klar geschlagen geben. Mit viel Einsatzbereitschaft konnten vor allem die Lossaer Oldies Klaus Schiele im Kasten mit seinen 74 Jahren sowie Erwin Iwanow mit seinen 75 Lenzen den jüngeren Kräften noch ein Vorbild sein. Das einzige Tor der ersten Hälfte fiel im Anschluss an eine Ecke, als Stefan Hense aus Nahdistanz zum 1:0 (16.) traf.

Nach dem Seitenwechsel konnten nun die jüngeren Gastgeber ihren Altersvorteil ausspielen und durch Steffen Prempers Flachschuss (43.) aus 16 Metern auf 2:0 erhöhen. Per Distanzschuss sowie mit einem schön gezirkelten Freistoß aus gut 20 Metern um die Mauer herum sorgte dann Dirk Bornschein (48./57.) für den 4:0-Endstand in der fair geführten und gut geleiteten Partie.

VSG Löbitz – SV Mertendorf 4:4 (3:0).

Bei diesem eigentlich freundschaftlichen Spiel kam im Laufe der Zeit der Derbycharakter zum Tragen, was zu einer überharten Gangart führte. Sportlich waren es zunächst die Gastgeber, die besser in die Partie kamen. So war es Paul Riebel, der in diesem Wethautal-Derby für die Löbitzer Führung sorgte, als sein Sonntagsschuss im langen Eck (10.) landete. Die Löbitzer machten daraufhin weiter Druck, und so unterlief Daniel Müller in der 20. Minute ein Eigentor, nachdem er zuvor von Wilfried Prater erfolgreich bedrängt worden war. Und noch vor der Pause fiel mit dem 3:0 die vermeintliche Vorentscheidung: Nach einer langen Ballpassage konnte Frank Prater die Kugel volley im Mertendorfer Kasten (33.) versenken.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Mertendorfer besser ins Spiel, und so nutzte Ralf Kunze (41.) eine Chance, um den Abstand auf 3:1 zu verkürzen. Leider Gottes entwickelte sich nun ein offener Fight, der teilweise weit über die Grenzen des Erlaubten und fairen Sports hinaus ging. Nach einem Abpraller erzielte Frank Prater mit dem 4:1 seinen zweiten Treffer. Der Sieg war das aber nicht, denn die Mertendorfer kamen noch einmal zurück. Zunächst verkürzte erneut Kunze auf 4:2 (65.), und in den Schlussminuten sorgte Maik Krähling per Doppelschlag (68./ 70.) noch für das 4:4-Unentschieden. Im Anschluss des Spieles waren viele Spieler und Beobachter geschockt, wie viel unnötige Härte und Unfairness bei einem angeblichen „Freundschaftsspiel“ zustandekommen kann.

LSG Goseck/U-M Weißenfels - Friesen Naumburg 5:0 (2:0).

Ursprünglich sollte das Spiel auf dem Sportgelände an der „Krummen Hufe“ in Naumburg stattfinden, aber aufgrund von Umbaumaßnahmen der Umkleideräume des dortigen Sportlerheimes, wurde die Begegnung auf Wunsch der Friesen-Oldies in das Gosecker Waldstadion verlegt. Die einheimischen Spieler und Fans brachten bei der Anreise der Friesen ihre Hochachtung über die sportliche Fairness der Naumburger zum Ausdruck, denn aufgrund von vielen personellen Ausfällen in der Ferienzeit waren sie mit nur acht einsatzfähigen Spielern angereist. Da die Einheimischen 14 Spieler auf ihrem Zettel hatten, wurde das Friesenteam auf elf Akteure aufgestockt, so dass bei hohen Temperaturen pünktlich und mit ausgeglichenen Kadern begonnen werden konnte. Durch die schnelle 1:0-Führung der Einheimischen durch Steve Voigtländer (4.) nach einem Zuspiel von Christian Spindler wurden die Weichen frühzeitig auf Heimsieg gestellt. Doch nach dem schnellen Rückstand stabilisierten sich die Gäste um den über 70-jährigen und noch immer aktiven Peter Gorges und konnten die Partie nun offen gestalten, so dass die Platzherren bis kurz vor den Seitenwechsel warten mussten, als Spindler (34.) auf 2:0 erhöhen konnte. Nach der Pause legte Jan Suttinger (46.) mit einem satten Flachschuss aus 18 Metern das 3:0 drauf. Doch im Gegenzug hatte Daniel Götze die Großchance zum durchaus möglichen 3:1-Anschlusstreffer, als sein Schuss aus Nahdistanz neben den rechten Pfosten ins Aus flog. Besser machte es der rechte Verteidiger der Einheimischen, Udo Reißner, als er das Leder in der 52. Minute aus Nahdistanz zum 4:0 versenkte. Letztendlich war es dann noch Voigtländer, der mit dem 5:0 für den Endstand sorgte.

ESV Herrengosserstedt - VfB Apolda 0:3 (0:2).

Der Gast aus dem thüringischen Apolda war in dieser Ansetzung die spielerisch klar dominierende Mannschaft, die die Szenerie über weite Strecken bestimmen konnte. Dabei gingen die Apoldaer nach einem gelungenen Spielzug in der 9. Minute in Führung, ehe knapp eine Viertelstunde später ein platzierter Distanzschuss von Bischoff unter der Latte des Herrengosserstedter Kastens zum 0:2 einschlug. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Apolda machte weiterhin Druck und wurde in der 44. Spielminute belohnt, als Sirich mit einem Abstaubertreffer den 0:3-Endstand perfekt machte. (hbo/hob)

Frank Knesebeck von den Alten Herren der Kurstädter (r.) kann hier das Leder vor seinem Vereinskameraden Roberto Keck behaupten.
Frank Knesebeck von den Alten Herren der Kurstädter (r.) kann hier das Leder vor seinem Vereinskameraden Roberto Keck behaupten.
Biel
Zweikampf: Mario Hiller (l.) von der Zweiten gegen Denny Loos.
Zweikampf: Mario Hiller (l.) von der Zweiten gegen Denny Loos.
Biel