Weiter im Aufwind?

Weiter im Aufwind?: Gisa Lions sind gleich doppelt gefordert

Halle (Saale) - So ein Pferdekuss in der Kniekehle ist eine fiese Angelegenheit. Tut weh. Und macht Basketballspielen unmöglich. „Auf Candice White müssen wir am Wochenende verzichten“, sagt Trainerin Sandra Rosanke über die Guard-Spielerin, die sich vor drei Wochen im Spiel gegen Wasserburg die Prellung zugezogen hatte. Sie kann den Lions nicht helfen, sich weiter ...

Von Petra Szag
Trainerin Sandra Rosanke schwört ihre Gisa Lions bei einer Auszeit ein. www.imago-images.de

So ein Pferdekuss in der Kniekehle ist eine fiese Angelegenheit. Tut weh. Und macht Basketballspielen unmöglich. „Auf Candice White müssen wir am Wochenende verzichten“, sagt Trainerin Sandra Rosanke über die Guard-Spielerin, die sich vor drei Wochen im Spiel gegen Wasserburg die Prellung zugezogen hatte. Sie kann den Lions nicht helfen, sich weiter vorzuarbeiten.

Der nunmehr Zehnte des Zwölferfeldes der Bundesliga könnte mit einem Sieg am Freitag (19.30 Uhr) in heimischer Halle gegen Freiburg auf Platz neun aufrücken.

Gisa Lions gewannen Hinspiel gegen Nördlingen

Ja, selbst Playoff-Rang acht erscheint möglich, sollten sich die Lions am Sonntag auch noch in Nördlingen durchsetzen. Im Hinspiel zu Hause hatte das beim 71:59 gut geklappt. Und mit dem Sieg zuletzt über Heidelberg scheint der Glaube an sich selbst ja zurückgekehrt zu sein.

Doch reicht das wiedergefundene Selbstbewusstsein auch gegen den Tabellensiebten? „An einem guten Tag“, sagt Lions-Trainerin Sandra Rosanke, „können wir auch Freiburg schlagen. Die Mannschaft spielt schnell und wild. Dieser Stil liegt uns.“ Dass die Eisvögel im ersten Duell die Lions dennoch abschießen konnten (70:82), lag vor allem „an den wahnsinnig vielen Dreiern, die wir da kassiert haben“.

Die Verteidigung ist darauf eingestellt. Darien Huff und Charlotte Kreuter sollen Freiburgs Korbjägerin vom Dienst an den erfolgreichen Würfen von jenseits der Dreipunktelinie hindern. Die Kanadierin Daneesha Provo, die zu Saisonbeginn gegen Halle 33 Punkte erzielte, bekommt eine Sonderbewachung.

Gisa Lions rechnen sich gegen Nördlingen Chancen aus

Besonders gefordert sein werden laut Rosanke auch die Innenspielerinnen, also Barbora Kasparkova, Klaudia Grudzien, Stella Fouraki und Meret Kleine-Beek.

Whites Ausfall scheint also verschmerzbar. Das gilt auch für das Spiel zwei Tage später in Nördlingen. „Machbar“, nennt Rosanke den vorletzten Saisongegner. Die Kunst wird sein, so kurz nach dem Freiburg-Spiel und der langen Anfahrt noch einmal die nötige Energie aufzubringen. „Wir haben uns nicht auf dem jüngsten Sieg ausgeruht, sondern weitergearbeitet“, sagt Rosanke über das Training in punkto Treffsicherheit und Reboundverhalten. (mz)