RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff

RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff: „Tendenz zum Stadionneubau”

Leipzig - RB Leipzigs Geschäftsführer und Vereinsvorstand Oliver Mintzlaff treibt die Pläne für einen Stadionneubau weiter voran. Im Interview mit der Zeitschrift Sponsors sagte Mintzlaff: „Grundsätzlich investiert man ja ungern in fremdes Eigentum. Deswegen überlegen wir aktuell, eine eigene Arena zu bauen. Ohne alle Fakten auf dem Tisch zu haben, gibt es momentan eine leichte Tendenz zu einem Neubau.” Wie bereits berichtet, arbeite ein Architektenbüro bereits an „ersten Entwürfen”. Gespräche mit der Stadt Leipzig „über eine mögliche Fläche, die benötigte infrastrukturelle Erschließung und die ÖPNV-Anbindung” stünden noch ...

23.06.2016, 18:17
RB-Vereinsvorsitzender Oliver Mintzlaff
RB-Vereinsvorsitzender Oliver Mintzlaff dpa-Zentralbild

RB Leipzigs Geschäftsführer und Vereinsvorstand Oliver Mintzlaff treibt die Pläne für einen Stadionneubau weiter voran. Im Interview mit der Zeitschrift Sponsors sagte Mintzlaff: „Grundsätzlich investiert man ja ungern in fremdes Eigentum. Deswegen überlegen wir aktuell, eine eigene Arena zu bauen. Ohne alle Fakten auf dem Tisch zu haben, gibt es momentan eine leichte Tendenz zu einem Neubau.” Wie bereits berichtet, arbeite ein Architektenbüro bereits an „ersten Entwürfen”. Gespräche mit der Stadt Leipzig „über eine mögliche Fläche, die benötigte infrastrukturelle Erschließung und die ÖPNV-Anbindung” stünden noch aus.

Im Gespräch mit dem Fachblatt listete der 40-Jährige einen ganzen Katalog an Kritikpunkten am derzeitigen Stadion in der Innenstadt auf. „Mit 1280 VIP-Karten sind wir natürlich in der Vermarktung limitiert, wir könnten deutlich mehr Logen verkaufen”, so Mintzlaff. Dazu kämen „viele technische Dinge, die nicht praktisch sind”. So müssten Lieferanten durch die VIP-Bereiche anliefern, weil es an Fahrstühlen und Zugängen fehlt.

„Aktueller Stadion-Mietvertrag ist ambitioniert”

„Die technische Infrastruktur, zum Beispiel die der Kioske, ist ebenfalls nicht up to date. Dazu kommen die fehlenden Parkmöglichkeiten, was bei einem möglichen Ausbau auf 57.000 Plätze noch komplizierter werden würde”, sagte Mintzlaff. „Die Stadt kann uns derzeit auch keinen Parkplatz für Gästefans anbieten. Hinzu kommt, dass wir Mieter sind und nicht Eigentümer.”

Auf die Frage, ob RB Leipzig im Poker mit Stadionbetreiber Kölmel und der Stadt Druck machen wolle, sagte Mintzlaff: „Der aktuelle Mietvertrag ist für Herrn Kölmel sicherlich gut und für uns eher ambitioniert. Aber nun mit ein paar Interviews eine Mietreduzierung um 15 Prozent herauszuverhandeln ist nicht unsere Art, Geschäfte zu machen.” Die Namensrechte an der Arena habe sich Red Bull zwar bis 2040 „gesichert, aber nicht fix erworben”, so Mintzlaff. „Red Bull könnte in diesem Punkt auch früher aussteigen. Ähnlich verhält es sich mit dem Mietvertrag, den wir immer weiter entsprechend verlängern könnten.”

Mintzlaff bleibt vorerst Geschäftsführer

Zudem bestätigte der Rheinländer einen Bericht der MZ, dass anders als geplant zum 1. Juli kein neuer Geschäftsführer bei Rasenballsport beginnen werde. „Wir führen weiterhin Gespräche, aber momentan haben wir die richtige Kandidatin oder den richtigen Kandidaten noch nicht gefunden. Deshalb werde ich die Rolle zunächst einmal weiter ausfüllen”, sagte Mintzlaff. (mz)