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Motorsport  Motorsport : Tim Apolle "erobert" die USA

Von Torsten Kühl 01.09.2019, 09:54
Erstes Meisterschaftsrennen unterm Hallendach in Prescott Valley - der 23-jährige Billrodaer Tim Apolle ist seit zwei Wochen in den USA. Dort wird er den Spätsommer und einen Teil des Herbstes verbringen.
Erstes Meisterschaftsrennen unterm Hallendach in Prescott Valley - der 23-jährige Billrodaer Tim Apolle ist seit zwei Wochen in den USA. Dort wird er den Spätsommer und einen Teil des Herbstes verbringen. mjsmotophotos

Prescott Valley - Tim Apolle hat sich einen weiteren Traum erfüllt: Der Extrem-Enduro-Spezialist aus Billroda, Europameister und WM-Dritter unter dem Hallendach, fährt jetzt Rennen in den USA. Der 23-Jährige startete jüngst beim Auftakt der neuen amerikanischen Indoor-Enduro-X-Serie in Prescott Valley (Arizona), nördlich von Phoenix.

Apolle wurde dort Neunter im Hauptrennen der Eliteklasse. „Ich bin total happy und mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumal zehn US-Topfahrer für diesen Wettbewerb in einer klimatisierten Arena - draußen herrschten Temperaturen von schier unglaublichen 49 Grad Celsius - bereits vorqualifiziert waren und es nur noch sechs freie Plätze gab“, berichtet Apolle. Als Zweitplatzierter der Quali schaffte er den Sprung in die drei Finalläufe der „Night Show“. Allerdings habe er einige Anlaufprobleme gehabt, gibt der talentierte Pilot aus dem Burgenlandkreis zu: „Die Amerikaner sind ziemlich aggressiv auf der Strecke. Da geht es nicht ganz so fair zu wie bei uns. Ansonsten sind sie überaus freundlich. Ich fühle mich absolut wohl hier.“

Im Oktober - am 19. in Denver (Colorado) und am 26. in Boise (Idaho) - finden die beiden restlichen Wettbewerbe dieser US-Indoor-Meisterschaft statt. Bis dahin bestreitet Tim Apolle noch einige andere Rennen. „Jetzt bleibe ich erst einmal noch zwei Wochen zum Training in Arizona. Dann geht es nach Kalifornien und anschließend nach Oregon“, blickt der Billrodaer voraus.

Auf seine Nordamerika-Rundreise freut sich Apolle riesig. Nachdem er im südlichen Teil des Kontinents, in Chile, bereits die deutschen Farben bei den Six Days, der Team-WM, vertreten hat, will er nun die Vereinigten Staaten „erobern“. Er kenne - abgesehen von Superstar Ken Roczen, der aber im Motocross aktiv ist - keinen deutschen Fahrer, der im Endurosport in den USA unterwegs ist, so der Student, der rechtzeitig zum Start der Super-Enduro-Serie am 7. Dezember wieder in der Heimat sein wird.