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Aufstieg in DEL2 als klares Ziel Der Erfolgscoach bleibt: Saale Bulls verlängern mit Ryan Foster

Die Hauptrundenmeisterschaft ist greifbar, die Chance auf die DEL2 groß wie nie. Warum Trainer Foster trotzdem fast nicht bei den Saale Bulls verlängert hätte.

Von Fabian Wölfling Aktualisiert: 17.02.2022, 17:50
Ryan Foster bleibt für mindestens eine weitere Saison Trainer der Saale Bulls aus Halle.
Ryan Foster bleibt für mindestens eine weitere Saison Trainer der Saale Bulls aus Halle. (Foto: Objektfoto)

Halle (Saale)/MZ - Der Entschluss zur Trennung stand eigentlich schon fest. Weil die Sehnsucht groß ist, nach mehr Zeit mit Barbara, sowie mit Ben und Zoe. Seine Frau und die beiden Kinder sieht Ryan Foster, Trainer der Saale Bulls, während der Wintermonate kaum.

Viel zu eng getaktet ist der Spielplan in der Eishockey-Oberliga. Gerade reißt das Team aus Halle pro Woche drei Partien ab. „Ich war daher kurz davor, nach Hause zu gehen“, verrät Foster. Zu Hause, das ist für den Austro-Kanadier Ebenthal bei Klagenfurt.

Passende Angebote lagen auch auf Fosters Tisch. Klubs aus Bayern und Österreich hatten Interesse am Erfolgstrainer, die Fahrzeit in die Heimat zur Familie hätte sich so drastisch verkürzt. Aber gehen, jetzt, wo es sportlich so erfolgreich wie nie bei den Saale Bulls läuft?

Mit Ryan Foster kam der Erfolg zu den Saale Bulls

„Es könnte nicht besser sein“, sagt auch Foster. Der Klub ist souveräner Tabellenführer der Oberliga Nord, hat mit dem 2:1 in Herne am Mittwochabend sein Punktekonto auf 102 Zähler nach 40 Spielen nach oben geschraubt. Die erste Hauptrundenmeisterschaft seit Einführung der zweigleisigen Oberliga ist Halle kaum noch zu nehmen. Womit die Saale Bulls automatisch in den Playoffs, dann geht es gegen die besten Mannschaften der Südstaffel, zu den Topfavoriten auf den Zweitliga-Aufstieg zählen.

In dieser Woche gab der Klub dann auch bekannt, dass er - natürlich - die Lizenzunterlagen für die zweithöchste Spielklasse des Landes eingereicht hat. Das Ziel DEL2 treibt Foster an, seit er 2019 zum ersten Mal beim einzigen Profi-Eishockeyklub Sachsen-Anhalts unterschrieben hat.

„Ich wollte immer Spieler haben, die die Qualität dafür mitbringen“, betont der 47-Jährige. Der Sportliche Leiter Kai Schmitz hat ihm in dieser Saison einen Kader voll von solchen Spielern zusammengestellt. Mit dem finnischen Traumduo Joonas Niemelä und Tatu Vihavainen im Angriff etwa, oder den starken Verteidigern Sören Sturm und Philipp Halbauer.

Ryan Foster bleibt Trainer der Saale Bulls: „Wegen der Familie war es eine schwere Entscheidung“

„Die Chance auf die DEL2 war noch nie so groß wie jetzt“, sagt Foster daher auch. Weshalb er die große Sehnsucht nach den Liebsten noch einmal, ein letztes Mal, dem sportlichen Ziel mit den Saale Bulls untergeordnet hat. „Wegen der Familie war es eine schwere Entscheidung, aber ich habe mich entschlossen, zu bleiben“, erklärt er. Am Donnerstag vermeldeten die Bulls auch offiziell, dass Foster, der für nordamerikanisches Eishockey mit viel Tempo im Spiel nach vorn steht, seinen Vertrag in Halle um ein weiteres Jahr verlängert hat.

„Das ist der einzige logische Schritt“, sagt Sportchef Schmitz dazu. Schließlich bringt es Foster als Trainer der Bulls bisher auf die eindrucksvolle Bilanz von 86 Siegen in 125 Hauptrundenspielen. Dazu kommen sechs Erfolge in den Playoffs bei drei Niederlagen.

Vor allem aber ist die hallesche Mannschaft unter Foster in jeder Saison stärker geworden und nun eben so erfolgreich wie nie. „Wir schwimmen auf einer Erfolgswelle, dazu sind Ryan und ich ein super Team, wir sprechen die gleiche Sprache, harmonieren super“, sagt Schmitz. Das Erfolgsduo hinter der Bande bleibt zusammen. Für ein weiteres Jahr.