Stürmer bleibt in Halle Lukas Valasek verlängert bei den Saale Bulls bis 2022

Halle (Saale) - Die Saale Bulls befinden sich bekanntlich erst einmal bis zum 23. März in einer vorsorglichen Corona-Quarantäne. Die ungewollte Pause ist nervig für das Team von Trainer Ryan Foster, lief es doch gerade richtig gut mit sieben Siegen in Serie.
Auch Stürmer Lukas Valasek hätte deshalb gern weitergespielt. „Wir hatten gerade einen guten Lauf. Deshalb ist das natürlich nicht so gut für uns“, sagt Valasek am Mittwochmittag in der Pause zwischen Online-Vorlesungen.
Lukas Valasek lernt für seine Eishockey-Trainer-B-Lizenz
Der 24-Jährige macht derzeit einen Lehrgang für die Eishockey-Trainer B-Lizenz. Über Langeweile in der Quarantäne kann sich Valasek also nicht beklagen. Der Stürmer klang dementsprechend gelöst und locker. Das hatte aber noch einen besonderen Grund, denn seit Dienstag steht fest: Valasek bleibt den Saale Bulls erhalten. Der Verein verlängerte den Vertrag um eine Spielzeit.
„Es war eine leichte Entscheidung für mich, weil ich hier sehr zufrieden bin. Der Verein hat wie ich hohe Ziele“, begründete Valasek seinen Entschluss. Damit meint der Stürmer auch den Wunsch, mittelfristig eine Liga höher in der DEL2 zu spielen.
Der Deutsch-Tscheche beschäftigte sich deshalb auch mit einem Wechsel, der zerschlug sich aber. Dass er jetzt mit den Bulls weiter in der Oberliga Nord angreift, ist für Valasek aber mehr als nur ein Trostpflaster.
Lukas Valasek fühlt sich in Halle sehr wohl
„Ich komme sehr gut mit Ryan Foster und dem Management um Kai Schmitz klar. Auch die Stadt gefällt mir. Ich wohne direkt im Zentrum, nicht weit weg von vielen meiner Teamkollegen.“
Kai Schmitz, Sportdirektor und Mitspieler, ist glücklich, dass es gelang, Valasek zu halten. „Ich freue mich riesig und bin ein absoluter Fan von ihm. Er ist ein toller Charakter und passt perfekt zu unserer Philosophie.“ Schmitz imponiert insbesondere auch der ehrgeizige Sportsgeist von Valasek. „Er arbeitet jedes Spiel und jedes Training mit 100 Prozent.“
Valasek sagt selbst: „Ich stecke mir immer die größten Ziele. Das macht mich aus.“ Heißt in diesem Jahr Aufstieg mit den Saale Bulls? Valasek lacht. „Es bringt ja immer schlechtes Karma, wenn man das direkt als Ziel vorgibt. Ich glaube wir haben aber auf jeden Fall die Truppe dafür. Das Team hat Potenzial.“
Ein paar Tage muss er aber noch ohne seine Teamkollegen auskommen. Um die gute Form für die Play-Offs zu konservieren , heißt es für ihn und seine Mitspieler: Individualtraining in den eigenen vier Wänden. Und für Valasek außerdem: Büffeln für die B-Lizenz. (mz)