Handball Handball : SCM kurz vor Weihnachten

Naumburg - Die Handballer des HC Burgenland steuern mit festem Blick auf ein großes Abenteuer zu. Nachdem bereits der Vorgängerverein HSV Naumburg-Stößen 2009/2010 in der dritten Liga hatte spielen dürfen, sind es nun die Männer von Trainer Steffen Baumgart, die in der dritthöchsten deutschen Spielklasse antreten. Eine Premiere ist es für Baumgart jedoch nicht: War er doch bereits damals, aber noch als Außenspieler, für die Naumburg-Stößener dabei.
Mit Neugier warteten die HCB-Männer nun natürlich auf den Spielplan, nachdem sie bereits vor zwei Wochen erfahren hatten, dass sie wunschgemäß in die Nordost-Staffel eingeteilt worden waren. Nun ist der (vorläufige) Spielplan veröffentlicht, und er beschenkte die Burgenländer mit einem Heimspiel zum Saisonstart. Am Wochenende 3./4. Oktober werden sie die HSG Ostsee N/G aus Neustadt und Grömitz (zwischen Lübeck und Fehmarn gelegen) empfangen.
Auf dem Papier womöglich eine der leichteren von 34 hammerharten Aufgaben. Schließlich waren die Schleswig-Holsteiner im März dieses Jahres Schlusslicht ihrer Drittliga-Staffel, als diese coronabedingt abgebrochen wurde. HCB-Coach Steffen Baumgart aber mag sich einer solchen Prognose nicht anschließen. „Ich kann die meisten Gegner kaum einschätzen. Das hat ja auch viel damit zu tun, wer sich wie verstärken konnte.“ Er selbst freut sich vor allem darauf, gegen seine Ex-Vereine Magdeburg (SCM II) und Potsdam zu spielen.
Bis dahin wird er sich aber noch ein wenig gedulden müssen. Steigen doch die jeweiligen Duelle erst an den beiden letzten Spieltagen vor der Weihnachtspause. „Wir freuen uns auf die Derbys und nehmen auch die extrem langen Fahrten weit in den Norden nach Stralsund oder Rostock in Kauf“, so Baumgart.
Eine Sache aber ärgert ihn am neuen Spielplan. Aufgrund der extrem großen Staffel mit 18 Mannschaften und dem coronabedingt verspäteten Start wird es im November und März jeweils zu einem Doppelspieltag mit Partien am Freitag und Sonntag kommen. „Das ist ja eigentlich Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass wir alles Amateure sind, die allesamt einen richtigen Job haben“, so Baumgart. Vielmehr hofft er aber, dass die Saison überhaupt angepfiffen werden kann, im besten Fall sogar mit Zuschauern. „Aber das steht mit den derzeitigen Infektionszahlen, wie so vieles andere auch, ja wieder am Scheideweg“, so der Coach.