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Handball-Oberliga  Handball-Oberliga : Ziel ist neuer Punkterekord

Von Torsten Kühl 03.05.2019, 13:32
HCB-Kapitän Ants Benecke (l.) hat wie Coach Steffen Baumgart und Co-Trainer Marcel Kilz eine Köthener Vergangenheit als Spieler. Am Sonnabend ab 19 Uhr trifft dieses Trio im „Euroville“ auf seinen Ex-Verein.
HCB-Kapitän Ants Benecke (l.) hat wie Coach Steffen Baumgart und Co-Trainer Marcel Kilz eine Köthener Vergangenheit als Spieler. Am Sonnabend ab 19 Uhr trifft dieses Trio im „Euroville“ auf seinen Ex-Verein. Torsten Biel

Naumburg - Die Medaillen sind vergeben (Gold: Elbflorenz Dresden II; Silber: Plauen-Oberlosa; Bronze: Freiberg), die Abstiegsplätze auch (Oebisfelde, Einheit Plauen, Zwickau). Geht es am letzten Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga der Handballmänner also nur noch um die „goldene Ananas“?

Mitnichten. Der HC Burgenland kann und will noch Vierter werden. Dazu darf er das Heimspiel gegen die HG 85 Köthen am Sonnabend im Naumburger „Euroville“ (Anwurf ist um 19 Uhr) allerdings nicht verlieren. Sonst würden die Gäste noch vorbeiziehen.

Positionsangriff wird geübt

HCB-Trainer Steffen Baumgart hat noch ein weiteres Ziel: „Ich würde diese Partie natürlich sehr gern gewinnen. Dann nämlich hätten wir einen neuen Oberliga-Punkterekord für unseren Club aufgestellt.“ Vor zwei Jahren, als die Burgenländer Vizemeister waren, hatte das damals noch von Ines Seidler trainierte Team 33 Punkte geholt. Die aktuelle HCB-Mannschaft hat zurzeit 32 Zähler auf dem Konto.

„Es wäre für uns auch ein versöhnlicher Saisonabschluss nach zuletzt drei Pleiten in Folge“, so Baumgart. Die eigenen Fans wolle man vor allem für die 16:20-Heimniederlage gegen Pirna/Heidenau entschädigen. Da hatte man auch einen Vereinsrekord aufgestellt: allerdings einen negativen in Sachsen Torausbeute. „Im Training haben wir zuletzt vor allem den Positionsangriff geübt. Da wollen wir eine vernünftige Leistung zeigen, wobei das Spiel aber sicher in der Abwehr gewonnen wird“, sagt der HCB-Coach.

Trio mit HG-Vergangenheit

Die Gäste kommen dagegen mit gehörigem Selbstvertrauen, das sie aus einer Erfolgsserie schöpfen, zum Saisonfinale nach Naumburg. Sieben Mal in Serie haben die Schützlinge von Trainer Bodo Kreutzmann zuletzt nicht verloren und dabei zwölf von 14 möglichen Punkten geholt. „Die Köthener haben eine starke erste Sieben, aber insgesamt auch einen eher dünnen Kader. Am vergangenen Wochenende haben sie daheim gegen Oebisfelde nur mit einem Tor Unterschied gewonnen. Das zeigt, dass auch sie offenbar - wie wir - auf dem Zahnfleisch krauchen“, meint Steffen Baumgart, der wie sein Co-Trainer Marcel Kilz und Mannschaftskapitän Ants Benecke ja eine Köthener Vergangenheit als Spieler hat. „Das ist natürlich immer auch etwas Besonderes, gegen Köthen zu spielen, aber inzwischen hat sich das Ganze ein wenig gelegt. Aus meiner aktiven Zeit dort kenne ich nur noch den Betreuer und den Physiotherapeuten“, berichtet Baumgart.

Freibier und Musik vom DJ

Beim Gastgeber werden am Sonnabend die zuletzt bei der 26:30-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Vizemeister SV Plauen-Oberlosa verhinderten Michal Galia und Max Weber wieder im Kader stehen. Offiziell verabschiedet wird vom HCB im „Euroville“ übrigens niemand. „Die meisten Spieler haben ihre Verträge verlängert. Noch ist die Kaderplanung für die neue Saison aber nicht ganz abgeschlossen“, erklärt Präsident Uwe Gering. Eventuell werde man - falls es Abgänge gibt - diesen Akteuren dann zum ersten Heimspiel der kommenden Serie einen gebührenden Abschied bescheren.

Fest stehe dagegen, dass es nach der Partie gegen Köthen mehrere Fässer Freibier für die Fans geben wird, so Gering. Zu späterer Stunde werde im Foyer des „Euroville“ noch ein DJ auflegen.

Die Oberliga-Frauen des HCB können indes ebenfalls noch den vierten Platz im Endklassement der Mitteldeutschen Oberliga belegen. Dazu müssten sie am Sonntag bei Riesa/Oschatz gewinnen. Zudem darf der Dessau-Roßlauer HV daheim gegen Apolda höchstens einen Punkt holen. Das direkte Duell mit den Dessauerinnen und dem zurzeit punktgleichen BSV Magdeburg haben die Burgenländerinnen für sich entschieden.