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Handball  Handball : Mission des HCB heißt Klassenerhalt

Von Torsten Kühl 01.10.2020, 15:28
HCB-Trainer Steffen Baumgart, hier in einer Auszeit während des Testspiels gegen Zweitligist Elbflorenz Dresden in Plotha, will mit den Burgenländern zum Saisonstart gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gleich punkten. Anwurf zur Partie gegen die HSG Ostsee ist am Sonnabend um 20 Uhr im Naumburger „Euroville“.
HCB-Trainer Steffen Baumgart, hier in einer Auszeit während des Testspiels gegen Zweitligist Elbflorenz Dresden in Plotha, will mit den Burgenländern zum Saisonstart gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gleich punkten. Anwurf zur Partie gegen die HSG Ostsee ist am Sonnabend um 20 Uhr im Naumburger „Euroville“. Torsten Biel

Naumburg - „Wir spielen gegen ein Team, das wahrscheinlich zu unseren direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gehören wird. Deshalb sind die beiden Punkte beinahe schon Pflicht“, sagt Steffen Baumgart vor dem Saisonstart gegen die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz. Der Trainer von Drittliga-Aufsteiger HC Burgenland weiß jedoch auch, „dass wir auf viele Unbekannte treffen werden“.

Mit Videomaterial lediglich aus dem vergangenen Spieljahr, als die Schleswig-Holsteiner die Klasse nur deshalb hielten, weil es nach dem Abbruch keine Absteiger gab, konnten sich die Baumgart-Schützlinge auf ihren morgigen Gegner vorbereiten. „Vier, fünf Protagonisten aus dem Vorjahr sind ja noch dabei. Da haben sie viel über die schnelle Mitte agiert und vor allem das Umkehrspiel gepflegt, aber das kann unter ihrem neuen Trainer natürlich jetzt ganz anders sein“, so Steffen Baumgart.

Und jener neue Trainer der HSG, Jens Häusler, hat eine erstaunliche sportliche Vita vorzuweisen. Er spielte selbst für drei verschiedene Erstbundesligisten, als Trainer teilte er sich unter anderem beim HSV Hamburg den Job mit Martin Schwalb, als Co-Trainer gewann er mit den Elbestädtern 2013 sogar die Champions League. Zum Hamburger Team gehörten damals zum Beispiel Johannes Bitter, Domagoj Duvnjak, Pascal Hens, Michael Kraus, Torsten Jansen und Hans Lindberg. „Schon krass“, sagt Baumgart anerkennend. „Das scheint ein guter Mann zu sein.“

Auch sonst ist der erste Gegner der Burgenländer schon etwas professioneller aufgestellt. Er hat eine neue Spielbetriebsgesellschaft gegründet und in Grömitz eine Geschäftsstelle eröffnet. In der vergangenen Spielzeit hatten die Schleswig-Holsteiner bereits Frank Barthel als Sportlichen Leiter gewonnen. Für die neue Drittliga-Saison hat die HSG - neben anderen jungen Spielern - mit Tim Claasen und Christoph Schlichting Akteure mit Zweitliga-Erfahrung (beim VfL Bad Schwartau) verpflichtet.

Zurück zum HCB: Der will - wie Trainer Baumgart sagt - vor allem auf sich schauen. „Wir werden wegen des höheren Tempos in der dritten Liga viel durchwechseln müssen. Deshalb wird wohl jeder aus unserem Kader auf Einsatzzeiten kommen.“ David Heinig, der zuletzt bei der 21:32-Niederlage im Testspiel gegen den Zweitbundesligisten HC Elbflorenz Dresden verletzungsbedingt pausieren musste, stehe wieder im Training, sei aber natürlich noch nicht bei 100 Prozent, berichtet der HCB-Coach.

Steffen Baumgart hat übrigens das Kunststück geschafft, sowohl mit den Frauen als auch mit den Männern des HC Burgenland Mitteldeutscher Meister zu werden. 2018 hatte sich die damalige Frauenmannschaft nach dem Titelgewinn entschieden, nicht in die 3. Liga aufzusteigen. Diesen Traum konnte er sich nun mit den Männern erfüllen. Als Aktiver hat der damalige Linksaußen mit Vorgängerverein HSV Naumburg-Stößen bereits 2009 für eine Saison in der dritthöchsten Spielklasse, die damals noch Regionalliga hieß, um Punkte gekämpft. Mit dem VfL Potsdam stieg Baumgart, der beim SC Magdeburg ausgebildet wurde, in die 2. Bundesliga auf.

››Das Spiel HC Burgenland - HSG Ostsee kann man für 4.50 Euro - wie übrigens alle Handball-Drittliga-Partien - auf Sportdeutschland.TV im Livestream schauen. Vorher kann man jeweils angeben, welchem der beiden Vereine der Erlös zukommen soll.